Anlage 11
Hinweise zu Dokumentation und Nachweisen

(1) Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen im Allgemeinen und Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen im Besonderen sind seitens der Beteiligten aufgrund verschiedener Rechtsgrundlagen bestimmte Sachverhalte zu dokumentieren bzw. Nachweise zu führen.

(2) Folgende Unterlagen sind vorzuhalten. Die Inhalte sind fallbezogen anzupassen:

a) seitens des Auftraggebers:
– Erkenntnisse aus der Historischen Erkundung
– ggf. Arbeits- und Sicherheitsplan
– Nachweis der fachspezifischen Kenntnisse des Koordinators
b) seitens des Arbeitgebers/Auftragnehmers
– Nachweis der Fachkunde für die die Gefährdungsbeurteilung erstellende Person
– Gefährdungsbeurteilung
– tätigkeitsbezogene Betriebsanweisungen für alle bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen tätigen Personen, die gegenüber den aus dem kontaminierten Bereich stammenden Gefahrstoffen exponiert sein können inkl. Nachweis der mündlichen Unterweisung
– Betriebsanweisungen und Nachweise zur Unterweisung zum Umgang mit persönliche Schutzausrüstungen, insbesondere Atemschutzgeräten
– Bescheinigung der Arbeitsmedizinischen Vorsorge
– Rettungs-, Brandschutzpläne
– Namen der Ersthelfer
– Dokumentation der Filterwechsel bei Atemschutzgeräten und Filteranlagen zur Atemluftversorgung von Maschinenführern
– Daten zur messtechnischen Überwachung1:
– bei besonderen Vorkommnissen wie Alarme bei Überschreitung von Schwellenwerten
– zur Kontrolle der Wirksamkeit technischer Schutzmaßnahmen, z. B. der Bewetterung,
– von ggf. durchgeführten Arbeitsplatzmessungen nach TRGS 402

 


1 Erfolgt die messtechnische Überwachung in Abstimmung mit dem Arbeitgeber durch den Auftraggeber, ist die Dokumentation vom Auftraggeber vorzunehmen oder die Daten sind dem Arbeitgeber zu übergeben.