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TRGS 903: Biologische Grenzwerte (BGW), Titel

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Technische Regeln für Gefahrstoffe

TRGS 903

Biologische Grenzwerte (BGW)

Ausgabe: Februar 2013*)
(GMBl Nr. 17 vom 4. April 2013, S. 364; zuletzt geändert GMBl Nr. 30 vom 25. August 2017, S. 525)

 

Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, einschließlich deren Einstufung und Kennzeichnung, wieder.

Sie werden vom

Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS)

ermittelt bzw. angepasst und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Gemeinsamen Ministerialblatt bekannt gegeben.

Diese TRGS konkretisiert im Rahmen ihres Anwendungsbereichs Anforderungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV ). Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnung erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.

 


*)  Mit der Neufassung erfolgte insbesondere die Umstellung auf das "Mittelwertkonzept". Die Stoffliste ist noch nicht ganz vollständig, da noch nicht alle Werte entsprechend überprüft sind. Stoffe, für die BGW in Arbeit bzw. in Vorbereitung sind, siehe Bearbeitungsliste unter http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/TRGS-903.html .

 

TRGS 903: Biologische Grenzwerte (BGW), Inhalt
Inhalt
1 Begriffsbestimmungen und Erläuterungen
2 Anwendung von biologischen Grenzwerten
3 Liste der biologischen Grenzwerte
4 Verzeichnis der CAS-Nummern

 

TRGS 903: Biologische Grenzwerte (BGW), 1 Begriffsbestimmungen und Erläuterungen

1 Begriffsbestimmungen und Erläuterungen

1.1 Biologischer Grenzwert

(1) Diese TRGS enthält biologische Grenzwerte nach § 2 Absatz 8 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).

(2) Bei den in dieser TRGS enthaltenen, vom BMAS nach Beratung durch den AGS bekannt gemachten Werten werden Vorschläge folgender Institutionen berücksichtigt:

  1. Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die von der DFG-Kommission vorgeschlagenen Werte sind in ihrer aktuellen Mitteilung veröffentlicht1 . Die zugehörigen Begründungen werden ebenfalls fortlaufend veröffentlicht2 . Die Biologischen Arbeitsstoff-Toleranz-Werte (BAT) der DFG-Kommission dienen dem AGS als Grundlage für die biologischen Grenzwerte (BGW).

  1. Europäische Union (EU)

Die biologischen Grenzwerte der EU sind in den entsprechenden Richtlinien enthalten3 .

(3) Der biologische Grenzwert (BGW) ist der Grenzwert für die toxikologisch-arbeitsmedizinisch abgeleitete Konzentration eines Stoffes, seines Metaboliten oder eines Beanspruchungsindikators im entsprechenden biologischen Material. Er gibt an, bis zu welcher Konzentration die Gesundheit von Beschäftigten im Allgemeinen nicht beeinträchtigt wird (§ 2 Absatz 8 GefStoffV ).

(4) Biologische Grenzwerte sind als mittlere Werte für gesunde Einzelpersonen konzipiert. Bei mehreren Untersuchungen einer Person darf die mittlere Konzentration des Parameters den BGW nicht überschreiten; Messwerte oberhalb des BGW müssen arbeitsmedizinisch-toxikologisch bewertet werden. Aus einer alleinigen Überschreitung des BGW kann nicht notwendigerweise eine gesundheitliche Beeinträchtigung abgeleitet werden.

(5) Abweichend von Absatz 4 werden für Stoffe mit akut toxischen Effekten die biologischen Grenzwerte als Höchstwerte festgelegt, deren Überschreitung zu keinem Zeitpunkt toleriert werden darf. Hinweise zur akuten Toxizität finden sich in den einzelnen Stoffbegründungen. Weiterhin werden Stoffe, deren BGW auf eine akute Toxizität abzielt, in der Liste der biologischen Grenzwerte mit einer entsprechenden Fußnote gekennzeichnet ("Ableitung des BGW als Höchstwert wegen akut toxischer Effekte").

(6) Biologische Grenzwerte werden unter Berücksichtigung der Wirkungscharakteristika der Stoffe in der Regel für Blut und/oder Urin aufgestellt. Maßgebend sind dabei arbeitsmedizinisch-toxikologisch fundierte Kriterien des Gesundheitsschutzes. Biologische Grenzwerte gelten in der Regel für eine Belastung mit Einzelstoffen.

(7) Biologische Grenzwerte können als Konzentrationen, Bildungs- oder Ausscheidungsraten (Menge/Zeiteinheit) definiert sein. Wie bei den Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW) wird in der Regel eine Stoffbelastung von maximal acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich zugrunde gelegt.

(8) Allergische Erscheinungen können nach Sensibilisierung, z. B. der Haut oder der Atemwege, je nach persönlicher Disposition unterschiedlich schnell und stark durch Stoffe verschiedener Art ausgelöst werden. Die Einhaltung des biologischen Grenzwertes gibt keine Sicherheit gegen das Auftreten derartiger Reaktionen.

1.2 Verbindliche biologische Grenzwerte der EU

(1) Verbindliche biologische Grenzwerte der EU sind auf EU-Ebene aufgestellte Mindeststandards; die Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, entsprechende nationale biologische Grenzwerte aufzustellen, die den EU-Grenzwert nicht übersteigen dürfen.

(2) Sofern kein niedrigerer nationaler BGW festgelegt ist, ist der verbindliche biologische Grenzwert der EU zur Beurteilung heranzuziehen.

 


1 Mitteilungen der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, zu beziehen bei WILEY-VCH Verlag GmbH; D-69451 Weinheim (http://onlinelibrary.wiley.com/book/10.1002/9783527666027 ).
2 Arbeitsmedizinisch-toxikologische Begründungen für BAT-Werte, zu beziehen bei WILEY-VCH Ver-lag GmbH, D-69451 Weinheim (http://onlinelibrary.wiley.com/book/10.1002/3527600418/ ).
3 Anhang II der RL 98/24/EG, ABl. EG Nr. L 131, S. 22 (http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:1998:131:0011:0023:DE:PDF ).

 

TRGS 903: Biologische Grenzwerte (BGW), 2 Anwendung von biologischen Grenzwerten

2 Anwendung von biologischen Grenzwerten

2.1 Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatzgrenzwerten und biologischen Grenzwerten

Unter laborexperimentellen Bedingungen bestehen bei inhalativer Aufnahme im Fließgleichgewicht eines Stoffes mit Funktionen der Pharmakokinetik formulierbare Beziehungen zwischen den biologischen Grenzwerten und Arbeitsplatzgrenzwerten. Aufgrund der am Arbeitsplatz bestehenden Randbedingungen sind jedoch im konkreten Fall aus dem stoffspezifischen biologischen Wert nicht ohne weiteres Rückschlüsse auf die bestehende Stoffkonzentration in der Arbeitsplatzluft zulässig. Dementsprechend entbindet die Einhaltung von biologischen Grenzwerten nicht von einer Überwachung der Stoffkonzentration in der Luft. Dies gilt insbesondere für lokal reizende und ätzende Stoffe.

2.2 Hinweise zur Überwachung und zur Beurteilung von Untersuchungsdaten

(1) Biologische Grenzwerte dienen insbesondere im Rahmen spezieller ärztlicher Vorsorgeuntersuchungen dem Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz. Sie geben eine Grundlage für die Beurteilung der Bedenklichkeit oder Unbedenklichkeit vom Organismus aufgenommener Stoffmengen ab. Neben den sonstigen ärztlichen Befunden sind dabei insbesondere zu berücksichtigen

  1. die Dynamik pathophysiologischer Vorgänge,
  2. kurzfristig der Einfluss von Erholungszeiten,
  3. langfristig der Einfluss von Alterungsvorgängen,
  4. die speziellen Arbeitsplatzverhältnisse.

(2) Der durch die Aufstellung von biologischen Grenzwerten erstrebte individuelle Gesundheitsschutz kann durch die periodische, quantitative Bestimmung der Stoffe bzw. ihrer Stoffwechselprodukte in biologischem Material oder biologischer Parameter überwacht werden. Die dabei verwendeten Untersuchungsmethoden sollten für die Beantwortung der anstehenden Frage diagnostisch hinreichend spezifisch und empfindlich, für den Beschäftigten zumutbar und für den Arzt praktikabel sein. Der Zeitpunkt der Probengewinnung ist so zu planen, dass diese den Expositionsverhältnissen am Arbeitsplatz sowie dem pharmakokinetischen Verhalten des jeweiligen Stoffes gerecht wird ("Messstrategie"). In der Regel wird insbesondere bei kumulierenden Stoffen eine Probengewinnung am Ende eines Arbeitstages nach einer längeren Arbeitsperiode (Arbeitswoche) dieser Forderung Rechnung tragen.

(3) Bei der Anwendung der Analysenmethoden ist eine Qualitätssicherung4 zu beachten. Auf die von der Arbeitsgruppe "Analytische Chemie" der DFG-Kommission zusammengestellte Sammlung von Analysemethoden wird hingewiesen5.

(4) Die Beurteilung der Ergebnisse von Analysen in biologischem Material soll nach den Empfehlungen des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) erfolgen und muss grundsätzlich dem Arzt vorbehalten bleiben. Im Übrigen gilt insbesondere die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV ). Bei der Bewertung der Messergebnisse durch den Arzt müssen auch solche Befunde Beachtung finden, die zwar den biologischen Grenzwert noch unterschreiten, aber oberhalb einer für die Allgemeinbevölkerung geltenden Hintergrundbelastung liegen. Hieraus können im Einzelfall unter Umständen nicht nur individuelle Besonderheiten abgeleitet werden, sondern es können sich auch wichtige Hinweise auf Gefährdungen am Arbeitsplatz ergeben.

 


4 Die TRGS 710 "Biomonitoring" wurde zurückgezogen, eine Arbeitsmedizinische Regel AMR "Biomonitoring" des AfAMed ist in Vorbereitung.
5 DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe. Band 2: Analysen im biologischen Material. Loseblattwerk; WILEY-VCH, Weinheim

 

TRGS 903: Biologische Grenzwerte (BGW), 3 Liste der biologischen Grenzwerte

3 Liste der biologischen Grenzwerte

Abkürzungen und Symbole

Untersuchungsmaterial:

B = Vollblut

BE = Erythrozytenfraktion des Vollblutes

P/S = Plasma/Serum

U = Urin


Probennahmezeitpunkt:

a) keine Beschränkung

b) Expositionsende, bzw. Schichtende

c) bei Langzeitexposition: am Schichtende nach mehreren vorangegangenen Schichten

d) vor nachfolgender Schicht

e) nach Expositionsende: Stunden

f) nach mindestens drei Monaten Exposition

g) unmittelbar nach Exposition

h) vor der letzten Schicht einer Arbeitswoche

Begründung:

Mit den folgenden Kürzeln in dieser Spalte wird auf die Herkunft der biologischen Grenzwerte und evtl. Begründungen verwiesen

UA III Unterausschuss III des Ausschusses für Gefahrstoffe (AGS)
DFG Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der DFG
SCOEL    Scientific Committee on Occupational Exposure Limits der EU

 

Arbeitsstoff CAS-Nummer Parameter BGW Unter-
suchungs-
material
Probe-
nahme-
zeitpunkt
Festlegung Begründung
Aceton 67-64-1 Aceton 80 mg/l U b 11/2012 DFG
Acetyl-
cholinesterase-Hemmer
  Acetyl-
cholinesterase
Reduktion der Aktivität auf 70% des Bezugswertes6 BE b, c 11/2012 DFG
Anilin 62-53-3 Anilin (ungebunden) 1 mg/l U c 5/2013 DFG
Anilin (aus Hämoglobin-Konjugat freigesetzt) 100 µg/l B c
Anilin
(nach Hydrolyse)
500 µg/l U b, c 11/2016
DFG
Blei 7439-92-1 Blei 400 µg/l
300 µg/l
(Frauen < 45 J.)
B a 7
Butan-1-ol (1-Butanol) 71-36-3 Butan-1-ol (1-Butanol)
(nach Hydrolyse)
2 mg/g Kreatinin U d 5/2013
DFG
Butan-1-ol (1-Butanol)
(nach Hydrolyse)
10 mg/g Kreatinin U b
2-Butanon (Methylethylketon) 78-93-3 2-Butanon 2 mg/l U b DFG 05/2015
2-Butoxyethanol 111-76-2 Butoxyessigsäure 100 mg/l U c 11/2012 DFG
Butoxyessigsäure (nach Hydrolyse) 150 mg/g Kreatinin U b, c 11/2016 DFG
2-Butoxyethylacetat 112-07-2 Butoxyessigsäure 100 mg/l U c 11/2012 DFG
Butoxyessigsäure (nach Hydrolyse) 150 mg/g Kreatinin U b, c 11/2016 DFG
4-tert-Butylphenol
(p-tert-Butylphenol)
(ptBP)
98-54-4 4-tert-Butylphenol
(p-tert-Butylphenol)
(nach Hydrolyse)
2 mg/l U b 5/2013 DFG
Chlorbenzol 108-90-7 4-Chlorkatechol (nach Hydrolyse) 25 mg/g Kreatinin U d 11/2012 DFG
150 mg/g Kreatinin U b
Cyclohexan 110-82-7 1,2-Cyclohexandiol (nach Hydrolyse) 150 mg/g Kreatinin U c, b 11/2012 DFG
1,2-Dichlorbenzol 95-50-1 1,2-Dichlorbenzol 140 µg/l B b 5/2013 DFG
3,4- und 4,5-Dichlorkatechol
(nach Hydrolyse)
150 mg/g Kreatinin U b
Dichlormethan 75-09-2 Dichlormethan 500 µg/l B g 11/2016 DFG
N,N-Dimethyl-
acetamid
127-19-5 N-Methylacetamid 30 mg/g Kreatinin U c, b 11/2012 DFG
N,N-Dimethylformamid (Dimethylformamid) 68-12-2 N-Methylformamid
plus N-Hydroxymethyl-N-
methylformamid
35 mg/l U b 5/2013 DFG
1,4-Dioxan 123-91-1 2-Hydroxyethoxyessigsäure 400 mg/g Kreatinin U b 5/2013 DFG
N,N-Dimethylacetamid 127-19-5 N-Methylacetamid
plus N-Hydroxymethyl-N-
methylacetamid
30 mg/g Kreatinin U c, b 5/2013 DFG
1,2-Epoxypropan (Propylenoxid) 75-56-9 N-(2-Hydroxypropyl)valin 2500 pmol/g Globin BE a DFG 05/2015
2-Ethoxyethanol 110-80-5 Ethoxyessig-
säure
50 mg/l U c 5/2013 DFG
2-Ethoxyethylacetat 111-15-9 Ethoxyessigsäure 50 mg/l U c 5/2013 DFG
Ethylbenzol 100-41-4 Mandelsäure plus Phenylglyoxylsäure 250 mg/g Kreatinin U b 11/2016 DFG
Ethylenglykol-
dinitrat (Ethylen-
glykoldinitrat)
628-96-6 Ethylendinitrat (Ethylen-
glykoldinitrat)
0,3 µg/l B b 11/2012 DFG
Halothan (2-Brom-2-chlor-1,1,1- trifluorethan) 151-67-7 Trifluoressig-
säure
2,5 mg/l B b, c 11/2012 DFG
Hepta-
decafluoroctan-1-sulfonsäure (Perfluoroctan-
sulfonsäure) und ihre Salze
1763-23-1 Hepta-
decafluoroctan-1-sulfonsäure (Perfluoroctan-
sulfonsäure)
15 mg/l S a 11/2012 DFG
Hexachlorbenzol 118-74-1 Hexachlorbenzol 150 µg/l P/S a 5/2013 DFG
Hexamethylendiisocyanat 822-06-0 Hexamethylendiamin
(nach Hydrolyse)
15 µg/g Kreatinin U b 5/2013 DFG
Hexan (n-Hexan) 110-54-3 2,5-Hexandion plus 4,5-
Dihydroxy-2-hexanon (nach-
Hydrolyse)
5 mg/l U b 5/2013 DFG
Hexan-2-on (2-Hexanon, Methyl-n-butylketon) 591-78-6 2,5-Hexandion plus 4,5-Dihydroxy-2-hexanon (nach-Hydrolyse) 5 mg/l U b 5/2013 DFG
Hydrogenfluorid
(Fluorwasserstoff)

und anorganische Fluorverbindungen (Fluoride)
7664-39-3 Fluorid 7,0 mg/g Kreatinin U b 11/2012 DFG
4,0 mg/g Kreatinin U d
Iso-Propylbenzol (Cumol) 98-82-8 2-Phenyl-2-propanol (nach Hydrolyse) 10 mg/g Kreatinin U b DFG 05/2015
Kohlenstoff-
disulfid (Schwefel-
kohlenstoff; Kohlendisulfid)
75-15-0 2-Thiothiazolidin-4-carboxylsäure (TTCA) 4 mg/g Kreatinin6 U b 11/2012 AGS
Kohlenstoffmonoxid
(Kohlenmonoxid)
630-08-0 CO-Hb 5%6, 9 B b 5/2013 DFG
Kohlenstoff-
tetrachlorid (Tetrachlormethan; Tetrachlorkohlenstoff)
56-23-5 Kohlenstoff-
tetrachlorid (Tetrachlormethan)
3,5 µg/l B c, b 11/2012 DFG
Lindan (γ-1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclo-
hexan)
58-89-9 Lindan 25 µg/l P/S b 11/2012 DFG
Methanol 67-56-1 Methanol 30 mg/l U c, b 11/2012 DFG
2-Methoxyethanol 109-86-4 Methoxyessig-
säure
15 mg/g Kreatinin U b 11/2012 DFG
2-Methoxyethylacetat 110-49-6 Methoxyessig-
säure
15 mg/g Kreatinin U b 11/2012 DFG
1-Methoxypropan-2-ol 107-98-2 1-Methoxypropan-2-ol 15 mg/l U b 11/2012 DFG
4-Methylpentan-2-on 108-10-1 4-Methylpentan-2-on 0,7 mg/l U b DFG 05/2015
N-Methyl-2-pyrrolidon 872-50-4 5-Hydroxy- N-methyl-2-pyrrolidon 150 mg/l U b 5/2013 DFG
Nitrobenzol 98-95-3 Anilin (aus Hämoglobin-Konjugat freigesetzt) 100 µg/l B c 11/2012 DFG
Parathion 56-38-2 p-Nitrophenol (nach Hydrolyse) 500 µg/l U c 5/2013 DFG
Acetylcholinesterase Reduktion der Aktivität auf 70% des Bezugswertes6 BE c
Penta-
decafluoroctan-
säure (Perfluoroctan-
säure) und ihre anorganischen Salze
335-67-1 Penta-
decafluoroctan-
säure (Perfluoroctan-
säure)
5 mg/l S a 11/2012 DFG
Phenol 108-95-2 Phenol (nach Hydrolyse) 120 mg/g Kreatinin U b 5/2013 SCOEL
Propan-2-ol 67-63-0 Aceton 25 mg/l B b 11/2012 DFG
Aceton 25 mg/l U b
Quecksilber, metallisches und seine anorganischen Verbindungen 7439-97-6 Quecksilber 25 µg/g Kreatinin8 U a 11/2012 DFG
Styrol 100-42-5 Mandelsäure plus Phenylglyoxyl-
säure
600 mg/g Kreatinin U c, b 11/2012 DFG
Tetrachlorethylen (Tetrachlorethen) 127-18-4 Tetrachlorethylen (Tetrachlorethen) 0,4 mg/l B h 5/2013 SCOEL
Tetraethylblei (Bleitetraethyl) 78-00-2 Diethylblei 25 µg/l, als Pb berechnet U b 11/2012 DFG
Gesamtblei (gilt auch für Gemische mit Tetramethylblei) 50 µg/l U b
Tetrahydrofuran 109-99-9 Tetrahydrofuran 2 mg/l U b 11/2012 DFG
Tetramethylblei (Bleitetramethyl) 75-74-1 Gesamtblei 50 µg/l U b 11/2012 DFG
Toluol 108-88-3 Toluol 600 µg/l B b 11/2012 DFG
o-Kresol (nach Hydrolyse) 1,5 mg/l U c, b
1,1,1-Trichlorethan (Methyl-chloroform) 71-55-6 1,1,1-Trichlorethan 550 µg/l B  10 11/2012 DFG
Trimethylbenzol (alle Isomeren):
1,2,3-Trimethylbenzol
1,2,4-Trimethylbenzol
Mesitylen (1,3,5-Trimethylbenzol)
526-73-8
95-63-6
108-67-8
Dimethyl-
benzoesäuren (Summe aller Isomeren nach Hydrolyse)
400 mg/g Kreatinin U c, b 11/2012 DFG
Vitamin K-Antagonisten   Quick-Wert Reduktion auf nicht weniger als 70%6 B a 11/2012 DFG
Xylol (alle Isomere) 1330-20-7 Xylol 1,5 mg/l B b 5/2013 SCOEL
Methylhippur- (Tolur-)säure
(alle Isomere)
2000 mg/l U b 11/2016 DFG

 


6 Ableitung des BGW als Höchstwert wegen akut toxischer Effekte.
7 Beibehaltung des bisherigen BGW als Umsetzung der RL 98/24/EG, Neufestsetzung in Vorbereitung.
8 30 µg/l Urin
9 Gesonderte Bewertung für Raucher
10 vor nachfolgender Schicht, nach mehreren vorangegangenen Schichten

 

TRGS 903: Biologische Grenzwerte (BGW), 4. Verzeichnis der CAS-Nummern

4. Verzeichnis der CAS-Nummern

CAS-Nummer   Bezeichnung
56-23-5   Kohlenstofftetrachlorid (Tetrachlormethan; Tetrachlorkohlenstoff)
56-38-2   Parathion
58-89-9   Lindan (γ-1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan)
62-53-3   Anilin
67-56-1   Methanol
67-63-0   Propan-2-ol
67-64-1   Aceton
68-12-2   N,N-Dimethylformamid
71-36-3   Butanol-1-ol
71-55-6   1,1,1-Trichlorethan (Methylchloroform)
75-09-2   Dichlormethan
75-15-0   Kohlenstoffdisulfid (Schwefelkohlenstoff; Kohlendisulfid)
75-56-9   1,2-Epoxypropan (Propylenoxid)
75-74-1   Tetramethylblei (Bleitetramethyl)
78-00-2   Tetraethylblei (Bleitetraethyl)
78-93-3   Butanon (2-Butanon;Ethylmethylketon)
95-50-1   1,2-Dichlorbenzol
95-63-6   1,2,4-Trimethylbenzol
98-54-4   p-tert-Butylphenol (PTBP)
98-82-8   Iso-Propylbenzol (Cumol)
98-95-3   Nitrobenzol
100-41-4   Ethylbenzol
100-42-5   Styrol
107-98-2   1-Methoxypropan-2-ol
108-10-1   4-Methylpentan-2-on (Methylisobutylketon)
108-67-8   Mesitylen (1,3,5-Trimethylbenzol)
108-88-3   Toluol
108-90-7   Chlorbenzol
108-95-2   Phenol
109-86-4   2-Methoxyethanol
109-99-9   Tetrahydrofuran
110-49-6   2-Methoxyethylacetat
110-54-3   Hexan (n-Hexan)
110-80-5   2-Ethoxyethanol
110-82-7   Cyclohexan
111-15-9   2-Ethoxyethylacetat
111-76-2   2-Butoxyethanol
112-07-2   2-Butoxyethylacetat
118-74-1   Hexachlorbenzol
123-91-1   1,4-Dioxan
127-18-4   Tetrachlorethylen (Tetrachlorethen)
127-19-5   N,N-Dimethylacetamid
151-67-7   Halothan (2-Brom-2-chlor-1,1,1-trifluorethan)
335-67-1   Pentadecafluoroctansäure (Perfluoroctansäure und ihre anorganischen Salze)
526-73-8   1,2,3-Trimethylbenzol
591-78-6   Hexanon-2-on (Methyl-n-butylketon)
628-96-6   Ethylenglykoldinitrat (Ethylenglykoldinitrat)
630-08-0   Kohlenstoffmonoxid (Kohlenmonoxid)
822-06-0   Hexamethylendiisocyanat
872-50-4   N-Methyl-2-pyrrolidon
1330-20-7   Xylol (alle Isomeren)
1763-23-1   Heptadecafluoroctan-1-sulfonsäure (Perfluoroctansulfonsäure) und ihre Salze
7439-92-1   Blei
7439-97-6   Quecksilber, metallisches und seine anorganischen Verbindungen
7664-39-3   Hydrogenfluorid (Fluorwasserstoff) und anorganische Fluorverbindungen (Fluoride)

 

Webcode: M527-1