BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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5 Prüfung

5.1 Allgemeines

(1) Die allgemeinen Anforderungen, die bei der Prüfung von Arbeitsmitteln zum Heben von Personen mit hierfür nicht vorgesehenen Arbeitsmitteln zu beachten sind, sind der TRBS 2101 "Prüfung von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen" und der TRBS 1203-4 "Befähigte Personen - Besondere Anforderungen - Gefährdungen beim Betrieb fördertechnischer Einrichtungen"1 zu entnehmen.

(2) Nicht für das Heben von Personen vorgesehene Arbeitsmittel, die vorgesehenen Personenaufnahmemittel und die entstehende Kombination sind vor ihrer erstmaligen Bereitstellung und Benutzung sowie an jedem neuen Einsatzort durch eine befähigte Person auf grundsätzliche Eignung und sicherheitstechnisch einwandfreien Zustand zu prüfen.

(3) Bei Hebezeugen und Flurförderzeugen, die an einem neuen Einsatzort ohne Montage unverändert aufgestellt werden, hat der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 der Betriebssicherheitsverordnung zu ermitteln, ob eine Prüfung vor der erneuten Benutzung erforderlich ist. Zu diesen Hebezeugen zählen z. B. Teleskop-Fahrzeugkrane, an die keine zusätzlichen Ausleger am Einsatzort montiert werden.

(4) Die zum Heben von Personen eingesetzten Arbeitsmittel können bei der Benutzung Schäden verursachenden Einflüssen unterliegen, die zu gefährlichen Situationen führen können. Der Arbeitgeber hat die Arbeitsmittel nach entsprechend § 3 Abs. 3 der BetrSichV ermittelten Fristen durch hierfür befähigte Personen überprüfen zu lassen. Werden die eingesetzten Arbeitsmittel, z. B. Turmdrehkrane, die grundsätzlich nicht für das Heben von Personen vorgesehen sind, wechselweise zum Heben von Personen und Lasten verwendet, so hat sich unter normalen Einsatzbedingungen eine Frist von drei Monaten für Prüfungen bewährt, für die eingesetzten Personenaufnahmemittel zwölf Monate.


1 zum Zeitpunkt der Beschlussfassung noch Entwurf

 

Webcode: M628-7