BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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RAB 32: Unterlage für spätere Arbeiten (Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV), Titel

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Regeln zum Arbeitsschutz
auf Baustellen

RAB 32

Unterlage für spätere Arbeiten
(Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV)

Stand: 27.03.2003
(BArbBl. 6/2003 S. 73)

 

Die Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen (RAB) geben den Stand der Technik bezüglich Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen wieder. Sie werden vom Ausschuss für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (ASGB) aufgestellt und von ihm der Entwicklung angepasst.

Die RAB werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Bundesarbeitsblatt (BArbBl.) bekannt gegeben.

Diese RAB 32 beschreibt Anforderungen an Inhalt und Form einer Unterlage gemäß der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (BaustellV ).

 

RAB 32: Unterlage für spätere Arbeiten (Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV), Inhalt
Inhalt
1 Vorbemerkungen
2 Anwendungsbereich
3 Begriffsbestimmungen und Beispiele
4 Anforderungen
4.1 Allgemeines
4.2 Inhalt
4.2.1 Erforderliche Angaben
4.2.2 Weitere Angaben
4.3 Form
Anlage A: Beispiele

 

 

RAB 32: Unterlagen für spätere Arbeiten (Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV), 1 Vorbemerkungen

1 Vorbemerkungen

Nach der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (BaustellV) vom 10. Juni 1998 hat der Koordinator eine Unterlage zusammenzustellen. Diese Verpflichtung basiert auf § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV .


§ 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV

(2) Während der Planung der Ausführung des Bauvorhabens hat der Koordinator

  3. eine Unterlage mit den erforderlichen, bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage zu berücksichtigenden Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz zusammenzustellen.

Damit sollen insbesondere:

  • Gefährdungen der Sicherheit und Gesundheit für die mit späteren Arbeiten an der baulichen Anlage Beschäftigten reduziert und
  • Improvisationen und Informationsdefizite bei späteren Arbeiten an der baulichen Anlage und dadurch bedingte Störungen, Sachschäden und Unfälle vermieden werden.

Mit der Unterlage schafft der Bauherr/Koordinator eine Voraussetzung für die sicherheits- und gesundheitsgerechte Gestaltung der späteren Arbeiten und damit auch für eine langfristig wirtschaftliche Nutzung und Instandhaltung der baulichen Anlage.

 

 

RAB 32: Unterlage für spätere Arbeiten (Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV), 2 Anwendungsbereich

2 Anwendungsbereich

Die RAB 32 gilt für alle Bauvorhaben, bei denen eine Unterlage für spätere Arbeiten nach § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV zusammenzustellen ist.

Die Unterlage für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage ist zusammenzustellen, wenn bei ihrer Errichtung oder Änderung Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber gleichzeitig oder nacheinander tätig werden (siehe Tabelle 1).

Aktivitäten nach der Baustellenverordnung

Baustellenbedingungen



Berücksich-
tigung
allg. Grundsätze
nach § 4 ArbSchG
bei der Planung
Vorankün-
digung
Koordi-
nator
SiGePlan Unterlage
für spätere Arbeiten
Beschäftigte Umfang und Art der Arbeiten
eines Arbeitgebers kleiner 31 Arbeitstage und 21 Beschäftigte oder 501 Personentage ja nein nein nein nein
eines Arbeitgebers kleiner 31 Arbeitstage und 21 Beschäftigte oder 501 Personentage und besonders gefährliche Arbeiten ja nein nein nein nein
eines Arbeitgebers größer 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte oder 500 Personentage ja ja nein nein nein
eines Arbeitgebers größer 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte oder 500 Personentage und besonders gefährliche Arbeiten ja ja nein nein nein
mehrerer Arbeitgeber, die gleichzeitig oder nacheinander tätig werden kleiner 31 Arbeitstage und 21 Beschäftigte oder 501 Personentage ja nein ja nein ja
mehrerer Arbeitgeber, die gleichzeitig oder nacheinander tätig werden kleiner 31 Arbeitstage und 21 Beschäftigte oder 501 Personentage und besonders gefährliche Arbeiten ja nein ja ja ja
mehrerer Arbeitgeber, die gleichzeitig oder nacheinander tätig werden größer 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte oder 500 Personentage ja ja ja ja ja
mehrerer Arbeitgeber, die gleichzeitig oder nacheinander tätig werden größer 30 Arbeitstage und 20 Beschäftigte oder 500 Personentage und besonders gefährliche Arbeiten ja ja ja ja ja

Hinweis: Der Einsatz von bereits einem Nachunternehmer bedeutet das Vorhandensein von mehreren Arbeitgebern.

Tabelle 1: Voraussetzungen für die Zusammenstellung einer Unterlage für spätere Arbeiten

 

RAB 32: Unterlage für spätere Arbeiten (Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV), 3 Begriffsbestimmungen und Beispiele

3 Begriffsbestimmungen und Beispiele

Verschiedene Begriffe der BaustellV werden in der RAB 10 bestimmt.

Dazu gehören zum Beispiel die Begriffe:

  • Bauliche Anlage,
  • Planung der Ausführung eines Bauvorhabens,
  • Zusammenstellen einer Unterlage und
  • Spätere Arbeiten an der baulichen Anlage.

Spätere Arbeiten im Sinne von § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV umfassen insbesondere vorhersehbare Arbeiten an baulichen Anlagen. Dies sind zum Beispiel nach der Systematik:

der "DIN 31051 Grundlagen der Instandhaltung" und der "DIN 4426 Sicherheitstechnische Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege" die Instandhaltung, bestehend aus Wartung, Inspektion und Instandsetzung.
  1. Beispiele für Wartungsarbeiten:
    • Reinigen von Abflüssen,
    • Reinigungsarbeiten an Gebäudefassaden, Glasflächen und Fenstern,
    • Arbeiten an haustechnischen Anlagen,
    • Schornsteinfegerarbeiten,
    • Arbeiten an Aufzugsanlagen.
  2. Beispiele für Inspektionsarbeiten:
    • Kontrolle von Regenwasserabläufen,
    • Prüfung von haustechnischen Anlagen,
    • Zustandsfeststellung von Dachflächen.
  3. Beispiele für Instandsetzungsarbeiten:
    • Erneuerung von Dacheinläufen,
    • Putzarbeiten an der Fassade,
    • vollständige oder teilweise Erneuerung der Dachabdichtung,
    • Austausch von Fenstern,
    • Beschichtungsarbeiten.
der "ZTV BEA-StB Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächen - Asphaltbauweisen" die betriebliche und bauliche Erhaltung für Infrastrukturanlagen.

Beispiele für betriebliche Erhaltung:
  1. Kontrolle
    • Hauptprüfung nach "DIN 1076 Prüfung und Überwachung von Ingenieurbauwerken",
    • Inspektion von Pumpwerken,
    • Inspektion von Tunnelbetriebseinrichtungen,
    • Inspektion von elektrotechnischen Anlagen.
  2. Wartung
    • Wartungsarbeiten an Verkehrsbeeinflussungs- und Lichtsignalanlagen,
    • Reinigung von Fahrbahnübergängen, Entwässerungseinrichtungen, Sichtflächen etc.,
    • Austausch von Verschleißteilen (z. B. Lampen).
   

Beispiele für bauliche Erhaltung:
  1. Instandhaltung
    • Beseitigung kleinerer Betonschäden an Brücken,
    • kleinflächige Ausbesserung von Beschichtungen.
  2. Instandsetzung
    • Verpressen von Rissen,
    • Ausbesserung von Mauerwerk (Fugen, Steine).
  3. Erneuerung
    • Auswechseln/Erneuern abgängiger Teile (Lager, Fahrbahnübergänge, Kappen, Geländer),
    • Auswechseln der betriebstechnischen Ausrüstung von Tunneln.

 

 

RAB 32: Unterlage für spätere Arbeiten (Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV), 4 Anforderungen

4 Anforderungen

4.1 Allgemeines

Die Unterlage ist eine schriftliche, den Merkmalen der baulichen Anlage Rechung tragende Zusammenstellung der erforderlichen, bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage zu berücksichtigenden Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz, insbesondere für solche Arbeiten, die regelmäßig wiederkehrend durchgeführt werden. Während der Planung der Ausführung des Bauvorhabens kann die Entwicklung der Unterlage zur Planung und Ausschreibung von sicherheitstechnischen Einrichtungen dienen, die für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage benötigt werden.

Ziel der Unterlage ist es, denjenigen, die spätere Arbeiten an der baulichen Anlage durchführen, die Informationen zu verschaffen, um die späteren Arbeiten sicher und gesundheitsgerecht planen und durchführen zu können. Die Verpflichtung der Arbeitgeber zur Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen bleibt davon unberührt.

Die Unterlage muss bei der Planung der Ausführung des Bauvorhabens zusammengestellt werden und soll bereits vor der Ausschreibung der jeweiligen Bauleistungen vorliegen. Damit wird rechtzeitig eine Grundlage für die sichere und gesundheitsgerechte Durchführung späterer Arbeiten an der baulichen Anlage bereitgestellt.

Die Unterlage ist fortzuschreiben, falls nach ihrer Zusammenstellung relevante Planungsänderungen vorgenommen werden oder während der Ausführung unterlagenrelevante Festlegungen getroffen werden.

Die Unterlage ist in der Regel mit ihrer Fertigstellung, spätestens jedoch mit Abschluss der Baumaßnahme dem Bauherrn zu übergehen.

Der Bauherr übergibt ein Exemplar der Unterlage einem eventuellen Betreiber oder Erwerber.

4.2 Inhalt

Gliederung, Umfang und Inhalt der Unterlage werden in der Baustellenverordnung selbst nicht festgelegt.

Nachfolgend wird der Inhalt einer Unterlage im Abschnitt "4.2.1 Erforderliche Angaben" und im Abschnitt "4.2.2 Weitere Angaben" beschrieben.

4.2.1 Erforderliche Angaben

Die Unterlage hat folgende Angaben zu enthalten:

  • Teil der baulichen Anlage,
  • Art der Arbeit,
  • Gefahren,
  • Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz.

Teile der baulichen Anlage können im Hochbau zum Beispiel Dach, Fassade, Aufzug oder Außenanlage, im Brückenbau zum Beispiel Überbau, Unterbauten, Ausstattung und Leitungen sein.

Die vorhersehbaren, insbesondere regelmäßig wiederkehrenden Arbeiten mit den damit verbundenen Gefahren sind in der Unterlage aufzuführen. Gefahren können z. B. durch Absturz entstehen. Arbeiten mit gleichartigen Gefahren und identischen Schutzmaßnahmen können zusammengefasst werden. Bei den Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz sind neben sicherheitstechnischen Einrichtungen gegebenenfalls auch organisatorische Maßnahmen und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz zu nennen. Diese Maßnahmen und Einrichtungen müssen plausibel und realisierbar sein.

4.2.2 Weitere Angaben

Die Unterlage kann zusätzlich weitere Angaben enthalten, um zum Beispiel eine erhöhte Planungssicherheit zu erreichen, dem Bauherrn weitere Hinweise zu den späteren Arbeiten zu geben und den Unternehmern, die mit den späteren Arbeiten beauftragt werden, die Durchführung dieser Arbeiten zu erleichtern.

Weitere Angaben können zum Beispiel sein:

  • Verweise auf Positionen im Leistungsverzeichnis, in denen die sicherheitstechnischen Einrichtungen beschrieben sind,
  • Häufigkeit der wiederkehrenden Arbeiten,
  • Hinweise auf Pläne, aus denen Ausführung und Lage der sicherheitstechnischen Einrichtungen entnommen werden können,
  • Hinweise und Bemerkungen, zum Beispiel zum Aufbewahrungsort von sicherheitstechnischen Einrichtungen, zu Zugängen und Anfahrtsmöglichkeiten, zur Standsicherheit der zu verwendenden sicherheitstechnischen Einrichtungen oder zur Betriebssicherheit der baulichen Anlage während Inspektionen und Wartungsarbeiten,
  • Mitgeltende Unterlagen, zum Beispiel Bedienungs-, Inspektions- und Wartungshandbücher.

Die Unterlage kann auch Verweise auf entsprechende Teile eines gegebenenfalls aus anderen Gründen vorhandenen Baubestandswerkes enthalten.

4.3 Form

Die Form der Unterlage wird in der Baustellenverordnung nicht festgelegt und bleibt dem Koordinator/Bauherrn überlassen. Anlage A enthält Beispiele für Unterlagen.

 

 

RAB 32: Unterlage für spätere Arbeiten (Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV), Anlage A zu RAB 32

RAB 32 - Anlage A

Die Anlage enthält vier Beispiele für Unterlagen:

1. Beispiel - Neubau Zentrallager

Das Beispiel beschreibt die Unterlage für ein Hochregallager, das an eine vorhandene Produktionsanlage angebaut wurde. Es zeichnet sich dadurch aus, dass betriebliche Belange in der Unterlage berücksichtigt worden sind. Die Unterlage ist in Form einer Tabelle erstellt worden, in der neben den notwendigen Angaben auch solche aufgeführt wurden, die im vorliegenden Fall während der Planungsphase von Bedeutung waren. Dies betrifft zum Beispiel die Positionen im Leistungsverzeichnis.

2. Beispiel - Unterführung Petershofer Damm

Das Beispiel "Unterführung Petershofer Damm" wurde für ein Ingenieurbauwerk erstellt, bei dem eine Straße unter eine Bahnlinie geführt wurde, um einen höhengleichen Bahnübergang zu beseitigen.

Die Unterlage selbst ist gegliedert nach der öffentlichen Beleuchtung, einem im Rahmen der Baumaßnahme zu erstellenden Regenrückhaltebecken, einer Lichtsignalanlage und dem Bauwerk selbst.

3. Beispiel - Bürogebäude

Im Beispiel 3 ist eine Unterlage für ein Bürogebäude wiedergegeben. Dieses Beispiel enthält für die einzelnen Teile der baulichen Anlage jeweils ein Blatt. Diese Art der Darstellung erlaubt, dass für spezifische spätere Arbeiten, zum Beispiel das Reinigen der Dachentwässerung, dem jeweils ausführenden Unternehmen genau jenes Blatt übergeben werden kann, in dem die Gefahren und die sicherheitstechnischen Einrichtungen und Maßnahmen für seine Tätigkeit zusammengefasst sind.

Die Unterlage gibt den Stand unmittelbar nach dem Zusammenstellen während der Planung der Ausführung wieder.

4. Beispiel - Bundesstraße

Im Beispiel 4 wird die Unterlage für eine Bundesstraße zwischen definierten Netzknoten dargestellt. Es werden innerhalb dieser Unterlage nur jene Teile der Anlage aufgeführt, bei denen sich die späteren Arbeiten von denen unterscheiden, die standardmäßig beim Straßenbau durchzuführen sind.







Anlage A zur RAB 32 Beispiel 1
Neubau Zentrallager
Unterlage
für spätere Arbeiten gem. BaustellV




Objekt: Neubau Zentrallager
12345 Musterstadt


Abbildung: Neubau

Aufgestellt, 16.08.2001 durch:
Fortgeschrieben,..................
Dipl.-Ing. Max Mustermann
Koordinator
12345 Musterstadt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen
  1.1 Allgemeines
  1.2 Verwendete Unterlagen
  1.3 Allgemeine Grundsätze

2. Objektbeschreibung

3. Zusammenstellung der späteren Arbeiten
  3.1 Außenanlagen
  3.2 Dach
  3.3 Fassade
  3.4 Hohe Räume/Hochregallager
  3.5 Betriebstechnische Einrichtungen

4. Verweise
  4.1 Hinweise auf Planer, ausführende Unternehmen
  4.2 Hinweise auf Pläne (sind diesem Beispiel nicht beigefügt)
  4.3 Hinweise auf Bedienungs-, Inspektions- und Wartungsbücher


1. Vorbemerkungen

1.1 Allgemeines

Nach § 3 Absatz 2 Nr. 3 der Baustellenverordnung vom 10. Juni 1998 ist eine Unterlage mit den erforderlichen, bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage zu berücksichtigenden Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz zusammenzustellen.

Die Zusammenstellung der Unterlage erfolgte durch Dipl.-Ing. Max Mustermann, Koordinator mit Beauftragung durch den Bauherrn des Zentrallagers der Fa. Muster.

Diese Unterlage für spätere Arbeiten ersetzt nicht die Dokumentation des Gebäudes (Architektenleistung) und sonstige von den beauftragten Firmen zu übergebenden Unterlagen wie z. B. Bedienungsanleitungen und Wartungsbücher.

Die Unterlage wurde nach RAB 32 zusammengestellt; sie enthält neben den erforderlichen Angaben nach Abschnitt 4.2.1 weitere Angaben nach Abschnitt 4.2.2 RAB 32.

1.2 Verwendete Unterlagen

Diese Unterlage wurde auf Basis der durch die Planungsbeteiligten und Versorgungsträger übergebenen Dokumente und Angaben erstellt.

  • Trassenplan der Gasversorgung vom ........
  • Leitungsplan der Stromversorgung vom ........
  • Wasserleitungsplan der Verbandsgemeindewerke vom ........
  • Pläne des Architekten:
    Grundriss Erdgeschoss Plan-Nr..... vom .....
    Schnitt Tunnel 1:50 Plan-Nr..... vom .....
    Übersichtsplan Dach Plan-Nr..... vom .....
    Übersichtsplan Außenanlagen Plan-Nr..... vom .....

1.3 Allgemeine Grundsätze


  • Die Unternehmer/Arbeitgeber, die mit späteren Arbeiten beauftragt werden, sind für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit nach Arbeitsschutzrecht verantwortlich. Die Beschäftigten sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Arbeitgebers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Sorge zu tragen.
  • Jeder Arbeitgeber, der spätere Arbeiten an der baulichen Anlage ausführt, ist verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz durchzuführen, damit rechtzeitig Gefährdungen erkannt und abgestellt werden können.
  • Werden mehrere Unternehmer gleichzeitig oder nacheinander im selben oder angrenzenden Arbeitsbereichen tätig, haben diese sich so untereinander abzustimmen, dass sich ihre Beschäftigten nicht gegenseitig gefährden.

2. Objektbeschreibung

Bei der baulichen Anlage handelt es sich um ein vollautomatisches Hochregallager mit Kommissionierzone, Verladerampen und angegliedertem Bürotrakt.

Konstruktiv handelt es sich um eine sogenannte Silobauweise, d. h. die Stahlkonstruktion der Regale ist auch das tragende Bauteil für Dach und Wand, woraus folgt, dass diese nicht verändert werden darf.

Die vollautomatischen Förderanlagen und die Regalbediengeräte stellen eine besondere Gefährdung für Personen dar, wenn sie sich im Gefahrenbereich dieser Maschinen aufhalten. Daher ist es verboten, bei Betrieb der Anlage den Gefahrenbereich zu betreten. Als Sicherungsmaßnahme ist dieser Bereich durch einen 2 m hohen Zaun abgesichert. In den Zugängen befinden sich Türkontakte, die beim Öffnen die Gesamtanlage stilllegen.

Die bauliche Anlage ist mit einer RWA-Anlage (Rauch- und Wärmeabzugsanlage) ausgestattet, die regelmäßig gewartet werden muss.

Des weiteren sind die gesamte Lagerfläche und die Etagen des Hochregallagers mit einer Sprinkleranlage bestückt. Hierfür werden ein unterirdisches Wasserreservoir mit Nachspeisung aus dem öffentlichen Netz und eine Sprinklerzentrale mit Notaggregaten vorgehalten. Diese Anlagen sind regelmäßig zu warten. Eine besondere Gefahr ergibt sich durch das unterirdische Wasserreservoir.

3. Zusammenstellung der späteren Arbeiten

Siehe folgende Tabelle.

Unterlage für Hochregallager in 12345 Musterstadt
Anlage bzw. Bauteil Arbeiten Gefahren Sicherheitstechnische Einrichtungen, Maßnahmen Plan-Nr. Position(en) im LV Bemerkungen und Hinweise
Art Häufigkeit
Außenanlagen         Übersichtsplan Außenanlagen    
Gesamtanlage Erdarbeiten nach Bedarf Stromschlag Gasexplosion   Bestandpläne mit erdverlegten Stromleitungen Gasleitungen Wasser-
leitungen
   
Abwasserleitungen Revision 1 mal im Jahr Absturz Faulgase, Sauerstoff-
mangel
Steigeisengänge Persönliche Schutzausrüstung (PSA) gegen Absturz, Messungen   Pos. 04.3.28  
Wasserreservoir für Sprinkleranlage Revision 4 mal im Jahr Absturz Ertrinken Pfostenständer mit Kunststoffkette (8 Pfosten für 2 Deckel) Steigleiter, ausziehbar PSA gegen Absturz und Ertrinken   Angebot von Firma... Behälter ist ständig voll Wasser; Kontrolle der Schwimmerventile erfolgt von der Hoffläche aus. Die Bodenöffnungen sind zu sichern. Lagerort Pfostenständer: Sprinklerzentrale
Außenbeleuchtung Reinigung der Leuchten 1 mal im Jahr nach Bedarf Absturz Stehleiter auf standfestem Untergrund (Pflaster)      
Außenbeleuchtung Austausch Leuchtmittel nach Bedarf Absturz Stehleiter auf standfestem Untergrund (Pflaster)      
Dach         Übersichtsplan Dach    
Dach Gebäude "N" Flachdach-
einläufe kontrollieren
1 mal im Jahr nach Bedarf Absturz Dachausstieg mit Leiter durch zu öffnende Lichtkuppel, Brüstung am Dachrand   Angebot von Firma ... Dachausstieg im Heizraum
  Schornstein fegen 1 mal im Jahr Absturz Dachausstieg mit Leiter durch zu öffnende Lichtkuppel, Brüstung am Dachrand     Dachausstieg im Heizraum
Dach Hochregallager Inspektion Dachfläche 1 mal im Jahr Absturz Zugang: Steigleiter mit Steigschutz   Angebot von Firma... Lagerort PSA für Personal des Bauherrn: Heizraum Gebäude "N"
Arbeiten im Dachrand-
bereich Inspektion
1 mal im Jahr Absturz PSA gegen Absturz Anschlag an vorhandene Sekuranten  
  Revision an Rauch- und Wärme-
abzugsanlagen
1 mal im Jahr   Zugang: Steigleiter mit Steigschutz
PSA gegen Absturz
Anschlag an vorhandene Sekuranten
  Pos. 07.4.1 Dachausstieg im Heizraum Auflage Baugenehmigung
  Flachdach-
einläufe kontrollieren
1 mal im Jahr   Zugang: Steigleiter mit Steigschutz
PSA gegen Absturz
Anschlag an vorhandene Sekuranten
  Pos. 07.2.8 Dachausstieg im Heizraum
Fassade              
Festverglasung Gebäude "N" Reinigung 2 mal im Jahr Absturz Hubarbeitsbühne     Befestigte Standplätze um das Gebäude
Sonnenschutz Gebäude "N" Reinigung Wartung nach Bedarf Absturz Hubarbeitsbühne     Befestigte Standplätze um das Gebäude
Glasfassade Hochregallager Reinigung alle 4 Jahre Absturz Hubarbeitsbühne     Befestigte Standplätze um das Gebäude
RWA-Anlage Revision an Zuluftjalousien in der Außenwand 1 mal im Jahr Absturz Stehleiter     Auflage Baugenehmigung
Hohe Räume im Hochregallager              
Leuchten Kommis-
sionierzone
Reinigung Wartung nach Bedarf Absturz Hubarbeitsbühne     Ebener Hallenboden
Blaue Leuchten im Regalbereich Reinigung Wartung nach Bedarf Absturz Arbeitsgerüst Regalbediengerät stilllegen     im gesicherten Bereich auf ebenem Hallenboden Arbeitsgerüst bis 12 m Standhöhe
Betriebstechnische Einrichtungen, die Bestandteil der baulichen Anlage sind
Regalbediengerät Wartung 4 mal im Jahr nach Bedarf Absturz Fest installierte Arbeitsebene mit Seitenschutz, PSA gegen Absturz, Anschlagpunkt für PSA     Wartungsbuch Betriebsanweisung
Palettenförder-
anlagen
Wartung 4 mal im Jahr und nach Bedarf Quetschung Gefahrenbereich gesichert durch Zaun und Türen mit Kontakten zur Stilllegung und Schlüsselschaltung zur Wiederinbetriebnahme der Förderanlage      
Senkrechtförderer Wartung 4 mal im Jahr und nach Bedarf Absturz Senkrechtförderer stilliegen feste Steigleiter, fest installierte Arbeitsebene mit Seitenschutz      
Brandschutztore am Tunneleingang Wartung 1 mal im Jahr Absturz Wartungsgang Schnitt Tunnel Angebot von Firma ... Zugang über Besucherbühne
Brandschutztore am Blocklager Wartung 1 mal im Jahr Absturz Stehleiter   Angebot von Firma... Zugang über Besucherbühne
Rolltor Wartung 1 mal im Jahr Absturz Anlegeleiter oder Arbeitsbühne      
Lastenaufzug Gebäude "N" Wartung 1 mal im Jahr Absturz Seitenschutz auf Kabinendach      

4. Verweise

4.1 Hinweise auf Planer, ausführende Unternehmen

Es kann für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage hilfreich sein, Informationen bei den Planungsbeteiligten und den ausführenden Firmen einzuholen.

Architekt: Dipl.-Ing. Max Mustermann
12345 Musterstadt
Telefon   Telefax
Tragwerksplaner: ...
Fachingenieure Elektro: ...
Fachingenieure H/S/L: ...
Firmenliste: siehe Objektdokumentation

4.2 Hinweise auf Pläne (sind diesem Beispiel nicht beigefügt)

Folgende Pläne sind Anlage zur Unterlage:

  • Grundriss Erdgeschoss Plan-Nr.... vom .....
  • Schnitt Tunnel 1:50 Plan-Nr. ...vom .....
  • Übersichtsplan Dach Plan-Nr.... vom .....
  • Übersichtsplan Außenanlagen Plan-Nr.... vom .....

4.3 Hinweise auf Bedienungs-, Inspektions- und Wartungsbücher

Für bestimmte spätere Arbeiten an der baulichen Anlage kann es notwendig und hilfreich sein, Bedienungs-, Inspektions- und Wartungsbücher einzusehen.







Anlage A zur RAB 32 Beispiel 2
Unterführung
Unterlage für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage



Unterführung Petershofer Damm
23052 Oldensbüttel



Abbildung: Unterführung



3. Anpassung Blatt... von ......................  
2. Anpassung Blatt... von ...................... am .....................
1. Anpassung Blatt... von ...................... am .....................


Zusammengestellt (Blatt 1 - 4) von
Max Mustermann am .....................
Koordinator

1. Allgemeines

Diese Unterlage enthält die erforderlichen Angaben zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage im Sinne der Baustellenverordnung.

Sie ersetzt nicht die vom Bauherrn und seinen Planern erstellten Pläne, Anweisungen und sonstige Dokumente. Diese sind je nach Art der späteren Arbeiten ergänzend beizuziehen.

Diejenigen, die spätere Arbeiten an der baulichen Anlage ausführen, werden hierdurch nicht von ihrer Verpflichtung befreit, Arbeitsschutz-, Unfallverhütungs- und sonstige Vorschriften bei der Durchführung der Arbeiten zu beachten. Sie entbindet Arbeitgeber insbesondere nicht davon, eine eigene Gefährdungsbeurteilung nach den geltenden Bestimmungen vorzunehmen.

Diese Unterlage ersetzt nicht die Dokumentation der Ergebnisse anderer an der Planung und Ausführung Beteiligter und stellt auch keine Betriebsanweisung oder Betriebsanleitung dar.

2. Geltungsbereich der Unterlage für die bauliche Anlage

Diese Unterlage gilt für die dargestellte Unterführung und die damit verbundenen Einrichtungen. Für das damit in Verbindung stehende Ver- und Entsorgungsbauwerk besteht eine eigene Unterlage.

3. Objektbeschreibung

Das Unterführungsbauwerk beseitigt einen höhengleichen zweigleisigen Bahnübergang einer stark frequentierten Straße im Hafengebiet. Es ist als vierspurige Straßenunterführung konzipiert. Fußgänger- und Radfahrerverkehr ist nicht vorgesehen, daher verfügt das Bauwerk lediglich über Notgehwege.

Je Fahrtrichtung sind zwei durchgehende Fahrstreifen mit zusätzlichen Abbiegespuren vorgesehen.

Die Gesamtlänge des Bauwerks beträgt 248 m und setzt sich aus

82,00 m   Rampe Süd,
70,50 m   Unterführung und
95,50 m   Rampe Nord

zusammen.

Infolge der Kurvenaufweitung sowie der geplanten Abbiegespuren beträgt die lichte Weite zwischen den Außenwänden 20 bzw. 24 m. Die lichte Durchfahrtshöhe beträgt 4,70 m, die größte Längsneigung der Fahrbahn 4,9 %.

Das Unterführungsbauwerk wurde als Stahlbetonbauwerk mit Tiefgründung erstellt. Neben Ortbetonrammpfählen leiten die seitlichen Spundwände lotrechte Lasten in den tragfähigen Baugrund ab. Die Spundwände werden durch geneigte Ankerpfähle gehalten.

Das anfallende Regenwasser wird in einem Rückhaltebecken unterhalb der Unterführung gesammelt und in ein Hafenbecken eingeleitet. Es ist so bemessen, dass der anfallende Regen einer Stunde, auch bei Pumpenausfall, gespeichert werden kann. Das Pumpwerk ist über einen auf der westlichen Seite der Südrampe angeordneten Betriebsschacht für Wartungs- und Kontrollzwecke erreichbar.

4. Hinweis auf weitere Dokumente

Zusätzliche Angaben enthalten das Bauwerksbuch und die Bauwerksakte.

5. Zusammenstellung der späteren Arbeiten

Blatt 1   Öffentliche Beleuchtung
Blatt 2   Regenrückhaltebecken
Blatt 3   Lichtsignalanlage
Blatt 4   Bauwerk



Unterlage für spätere Arbeiten

Bauvorhaben: Unterführung Petershofer Damm
Öffentliche Beleuchtung
Blatt-Nr.: 1

Index der letzten
Änderung:
b
Anlage bzw. Bauteil Art der
Arbeit
Häufigkeit Gefahr Sicherheitstechnische
Einrichtungen/
Maßnahmen
Hinweise
          siehe Plan "Übersicht Öffentliche Beleuchtung"1)
Mastleuchten Reinigung 2 mal jährlich
- Absturz
Hubarbeitsbühne  
   
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung
StVO, ZTV-SA, RSA



Wartung 1 mal jährlich
- Absturz
Hubarbeitsbühne  
   
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung
StVO, ZTV-SA, RSA

   
- Stromschlag durch Oberleitung Bahn
Stromabschaltung, Erdung und Einweisung durch Bahnbetreiber Leitungsbestandspläne, Richtlinien des Bahnbetreibers
   
- Bahnbetrieb
Unterweisung über besondere Belange des Bahnbetriebes durch Netzbetreiber



Richtlinien des Bahnbetreibers
Reparatur,
Anstrich-
und Korro-
sionsschutz-
arbeiten
nach Bedarf
- Absturz
Hubarbeitsbühne  
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
- Stromschlag durch Oberleitung Bahn
Stromabschaltung, Erdung und Einweisung durch Bahnbetreiber Leitungsbestandspläne, Richtlinien des Bahnbetreibers
- Bahnbetrieb
Unterweisung über besondere Belange des Bahnbetriebes durch Netzbetreiber Richtlinien des Bahnbetreibers


Unterlage für spätere Arbeiten

Bauvorhaben: Unterführung Petershofer Damm
Regenrückhaltebecken
Blatt-Nr.: 2

Index der letzten
Änderung:
c
Anlage bzw. Bauteil Art der
Arbeit
Häufigkeit Gefahr Sicherheitstechnische
Einrichtungen/
Maßnahmen
Hinweise
          siehe Plan "Übersicht Regenrückhalte-
becken"2)
Rückhaltebecken Revision 1 mal jährlich
- Starker Wasseranfall
Einstellen von Arbeiten Überschreiten des Aufnahmevermögens des Beckens
- Ertrinken
Absturzsicherung  
- Ersticken durch Faulgase
Messungen mit Multiwarngerät, Betriebsanweisung
- Absturz
ortsfest eingebaute Leiter
- Infektion durch übertragbare Krankheiten (Nagetiere)
Schutzhandschuhe, Hygienemaßnahmen, Unterweisung z. B. Weillsche Krankheit
Straßenschächte Revision 1 mal jährlich
- Absturz
ortsfeste Leiter, Steigeisengänge
     
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
Straßenabläufe Reinigung 2 mal jährlich
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA


Unterlage für spätere Arbeiten

Bauvorhaben: Unterführung Petershofer Damm
Lichtsignalanlage
Blatt-Nr.: 3

Index der letzten
Änderung:
b
Anlage bzw. Bauteil Art der
Arbeit
Häufigkeit Gefahr Sicherheitstechnische
Einrichtungen/
Maßnahmen
Hinweise
          siehe Plan "Übersicht Lichtsignalanlage"3)
Signalgeber Reinigen 4 mal jährlich
- Absturz
Hubarbeitsbühne  
 
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
Lampen austauschen 1 mal jährlich
- Absturz
Hubarbeitsbühne  
   
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
Elektrische
Anlagen/
Steuerungs-
einrichtungen
Prüfung und Wartung 2 mal jährlich
- Stromschlag
Abschaltung, Unterweisung Bestandspläne


Unterlage für spätere Arbeiten

Bauvorhaben: Unterführung Petershofer Damm
Bauwerk
Blatt-Nr.: 4.1

Index der letzten
Änderung:
e
Anlage bzw. Bauteil Art der
Arbeit
Häufigkeit Gefahr Sicherheitstechnische
Einrichtungen/
Maßnahmen
Hinweise
          siehe Plan "Übersichtszeichnung des Bauwerkbuches"4)
Überbau Wartung nach Bedarf
- Absturz
Hubarbeitsbühne  
 
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
- Schienenverkehr
Unterweisung über besondere Belange des Netzbetreibers, Warnkleidung  
Inspektion in Form von  
- Absturz
Hubarbeitsbühne
 Prüfung
jedes 3. Jahr
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
 Besichtigung
1 mal jährlich
- Schienenverkehr
Unterweisung über besondere Belange des Netzbetreibers, Warnkleidung  
 Beobachtung
2 mal jährlich  
   
- Infektion durch Ablagerung von Taubenkot
Atemschutz, Schutzhandschuhe Hygienemaßnahmen, Unterweisung z. B. Papageien-
krankheit
Instand-
setzung
nach Bedarf
- Absturz
Hubarbeitsbühne
   
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
- Schienenverkehr
Unterweisung über besondere Belange des Netzbetreibers, Einstellen des Bahnbetriebes, Warnkleidung  
- Stromschlag
Stromabschaltung und Erdung, Einweisung durch Bahnbetreiber  
   
- Infektion durch Ablagerung von Taubenkot
Atemschutz, Schutzhandschuhe, Hygienemaßnahmen, Unterweisung z. B. Papageien-
krankheit


Unterlage für spätere Arbeiten

Bauvorhaben: Unterführung Petershofer Damm
Bauwerk
Blatt-Nr.: 4.2

Index der letzten
Änderung:
e
Anlage bzw. Bauteil Art der
Arbeit
Häufigkeit Gefahr Sicherheitstechnische
Einrichtungen/
Maßnahmen
Hinweise
          siehe Plan "Übersichtszeichnung des Bauwerkbuches"
Unterbauten Wartung nach Bedarf
- Absturz
Hubarbeitsbühne  
   
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
 
- Infektion durch Ablagerung von Taubenkot
Atemschutz, Schutz handschuhe, Hygiene maßnahmen, Unterweisung

z. B. Papageien-
krankheit
Inspektion in Form von
- Absturz
Hubarbeitsbühne
 Prüfung
jedes 3. Jahr
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
 Besichtigung
1 mal jährlich
- Infektion durch Ablagerung von Taubenkot
Atemschutz, Schutzhandschuhe, Hygienemaßnahmen, Unterweisung z. B. Papageien-
krankheit
 Beobachtung
2 mal jährlich
Instand-
setzung
nach Bedarf
- Absturz
Hubarbeitsbühne
   
- Straßenverkehr
Verkehrssicherung, Warnkleidung StVO, ZTV-SA, RSA
- Infektion durch Ablagerung von Taubenkot
Atemschutz, Schutzhandschuhe, Hygienemaßnahmen, Unterweisung z. B. Papageien-
krankheit




1) Pläne sind diesem Beispiel nicht beigefügt
2) Pläne sind diesem Beispiel nicht beigefügt
3) Pläne sind diesem Beispiel nicht beigefügt
4) Pläne sind diesem Beispiel nicht beigefügt






Anlage A zur RAB 32 Beispiel 3
Bürogebäude

Unterlage
für spätere Arbeiten
am Bauwerk



Bürogebäude
Musterstraße in Dresden



Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkungen
  1.1 Allgemeines
  1.2 Verwendete Informationen und Pläne
  1.3 Allgemeine Grundsätze

2 Objektbeschreibung

3 Zusammenstellung der späteren Arbeiten
  3.1 Außenanlagen
  3.2 Dächer
  3.3 Fassaden
  3.4 Hohe Räume
4 Verweise auf andere Dokumente


1


Vorbemerkungen

1.1 Allgemeines

Nach § 3 Absatz 2 Nr. 3 der Baustellenverordnung vom 10. Juni 1998 ist "eine Unterlage mit den erforderlichen, bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage zu berücksichtigenden Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz zusammenzustellen."

Die Unterlage wurde durch den Koordinator Max Mustermann, "Musteringenieurbüro mib", zusammengestellt. Den Auftrag hierfür hat der Bauherr, Bau + Boden GmbH, während der Planung der Ausführung am 02.01.2002 erteilt.

Diese Unterlage für spätere Arbeiten ersetzt nicht die von Planern und Auftragnehmern erarbeiteten Ausführungspläne, einschließlich Anweisungen und Zeichnungen, die in einer Objektdokumentation nach § 15 HOAI, Leistungsphase 9 zusammengefasst sind.


1.2 Verwendete Informationen und Pläne

Die Grundlage für das Zusammenstellen der Unterlage sind Angaben, die von folgenden Planungsbeteiligten zur Verfügung gestellt wurden:

  • Architekt,
  • Fachingenieur für Brandschutz,
  • Fachingenieur für Heizung, Lüftung und Klimatechnik,
  • ...

Die Angaben wurden ergänzt durch folgende Dokumente:

  • Lageplan,
  • Grundriss EG, 1.OG, ...
  • Ansicht Nord, ...
  • ...

1.3 Allgemeine Grundsätze


  • Diese Unterlage für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage ist allen Unternehmern auszuhändigen, die solche Arbeiten ausführen.
  • Die Unternehmen, welche spätere Arbeiten ausführen, sind für die Erfüllung ihrer Arbeitsschutzpflichten nach den geltenden Vorschriften und Regeln zum Arbeitsschutz selbst verantwortlich.
  • Jeder Auftragnehmer hat die Angaben der Unterlage für spätere Arbeiten bei der Erfüllung seiner Arbeitsschutzpflichten zu berücksichtigen.
  • Zur Ausschreibung von späteren Arbeiten an der baulichen Anlage kann diese Unterlage mit verwendet werden.
  • Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, nach § 5 Arbeitsschutzgesetz eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, damit rechtzeitig Gefährdungen abgestellt werden können.

2


Objektbeschreibung

Das Bürogebäude liegt in Dresden im Gebiet Neustadt. Es ist einseitig angebaut. Die Erschließung erfolgt über die Hauptstraße und die Müllerstraße. Das Bauwerk besteht aus einem Kellergeschoss, einem Erdgeschoss und drei Obergeschossen gemäß den Planunterlagen des Büros "Muster-Architekten". Die Räume sind im Durchschnitt 2,70 m hoch. Der Eingangsbereich hat eine Raumhöhe von 3,80 m.

Das Bauwerk ist in Stahlbeton B 25 errichtet. Die Fundamente, Decken und Wände sind in Ortbeton, die Treppen sind als Fertigteile ausgeführt. Die nichttragenden Wände sind als Gipskarton-Ständerwände erstellt.

Die Außenwände sind Stahlbetonfertigteile mit Bekleidung aus grobgeschliffenem Naturwerkstein, befestigt mit nichtrostenden Stahlankern vor einer Wärmedämmung. An der Natursteinfassade kann ein Stand-Fassadengerüst gestellt werden. Spezielle Verankerungspunkte für die Gerüste befinden sich an den Gebäudefassaden. Die Fenster sind aus Aluminium und mit einem Dreh-Kipp-Beschlag versehen. Der Eingangsbereich besteht aus einer Aluminium-Glas-Fassade als Ständer-Riegel-Konstruktion mit Sonnenschutzlamellen. Der Bereich der Glasfassade ist mit einer Hubarbeitsbühne erreichbar.

Das Dach ist als Warmdach auf einer Stahlbetondecke mit 2 % Gefälle, Wärmedämmung und zweilagiger Dachabdichtung aus Bitumenbahnen mit oberseitiger Abstreuung aus Schiefersplitt ausgeführt. Die Dachabdichtung ist teilflächig verklebt. Auf der Dachfläche wurden flächendeckend Sekuranten eingebaut, die für Wartungs-, Inspektions- und Instandsetzungsarbeiten zu nutzen sind. Über dem Eingangsbereich befindet sich eine 5 x 5 m große begehbare Lichtkuppel.

Die Innenräume haben üblichen Bürostandard. Die Fenster in den Treppenhäusern sind mit Stehleitern erreichbar. Der Treppenbelag ist in Naturstein ausgeführt, die Geländer bestehen aus lackiertem Stahl-Rundrohr. Die Fußböden im Keller bestehen aus einem Verbundestrich mit Anstrich, die Fußböden der Bürobereiche und Flure aus einem schwimmenden Estrich mit Teppichbelag, die Fußböden der Teeküchen und Toiletten aus Fliesen.

Die Büroräume und Treppenhäuser sind mit Aufputz-Deckenleuchten, die Eingangshalle mit direktstrahlenden Einbauleuchten ausgestattet.

Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Warmwasserzentralheizung mit Gaskessel, vollautomatisierter und außentemperaturgesteuerter Regelanlage. Alle Stahlradiatoren sind mit Thermostatventilen ausgestattet.

Für die Außenanlage existiert ein Leitungsplan, der, wie die anderen Ausführungspläne, in der Objektdokumentation enthalten ist. Besonderheiten für die begehbaren Schächte, sind den jeweiligen Detailblättern der späteren Arbeiten zu entnehmen.


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Zusammenstellung der späteren Arbeiten

Auf den nachfolgenden Seiten erfolgt eine Zusammenstellung der späteren Arbeiten an der baulichen Anlage nach der Gliederung:

3.1 Außenanlagen A,
3.2 Dächer D,
3.3 Fassaden F,
3.4 Hohe Räume H.






Lfd. Nr. A 1.10  

Teil der baulichen Anlage1)

Art der Arbeiten1)

Gefahren1)

Sicherheitstechnische
Einrichtungen und Maßnahmen
1)


Verweis auf Baupläne oder
Leistungsverzeichnis
2)


Häufigkeit der Arbeiten


Inspektions- oder
Wartungshandbücher



Hinweise, Bemerkungen und
Bestimmungen
Datum erstellt/geändert am



Lfd. Nr. A 1.20  

Teil der baulichen Anlage1)

Art der Arbeiten1)

Gefahren1)

Sicherheitstechnische
Einrichtungen und Maßnahmen
1)


Verweis auf Baupläne oder
Leistungsverzeichnis
2)


Häufigkeit der Arbeiten


Inspektions- oder
Wartungshandbücher



Hinweise, Bemerkungen und
Bestimmungen
Datum erstellt/geändert am



Lfd. Nr. D 1.10  

Teil der baulichen Anlage1)

Art der Arbeiten1)

Gefahren1)

Sicherheitstechnische
Einrichtungen und Maßnahmen
1)


Verweis auf Baupläne oder
Leistungsverzeichnis
2)


Häufigkeit der Arbeiten


Inspektions- oder
Wartungshandbücher



Hinweise, Bemerkungen und
Bestimmungen
Datum erstellt/geändert am



Lfd. Nr. F 1.10  

Teil der baulichen Anlage1)

Art der Arbeiten1)

Gefahren1)

Sicherheitstechnische
Einrichtungen und Maßnahmen
1)


Verweis auf Baupläne oder
Leistungsverzeichnis
2)


Häufigkeit der Arbeiten


Inspektions- oder
Wartungshandbücher



Hinweise, Bemerkungen und
Bestimmungen
Datum erstellt/geändert am



Lfd. Nr. F 1.20  

Teil der baulichen Anlage1)

Art der Arbeiten1)

Gefahren1)

Sicherheitstechnische
Einrichtungen und Maßnahmen
1)


Verweis auf Baupläne oder
Leistungsverzeichnis
2)


Häufigkeit der Arbeiten


Inspektions- oder
Wartungshandbücher



Hinweise, Bemerkungen und
Bestimmungen
Datum erstellt/geändert am



Lfd. Nr. H 1.10  

Teil der baulichen Anlage1)

Art der Arbeiten1)

Gefahren1)

Sicherheitstechnische
Einrichtungen und Maßnahmen
1)


Verweis auf Baupläne oder
Leistungsverzeichnis
2)


Häufigkeit der Arbeiten


Inspektions- oder
Wartungshandbücher



Hinweise, Bemerkungen und
Bestimmungen
Datum erstellt/geändert am




1) Ist immer auszufüllen
2) falls bekannt, ist Ordner und Plannummer anzugeben


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Verweise auf andere Dokumente

Nach Fertigstellung der Objektdokumentation empfiehlt sich im Rahmen der Fortschreibung der Unterlage ein Verweis auf diese Objektdokumentation. Insbesondere sollte auf folgende Dokumente hingewiesen werden:

  • Übersichts-, Lage- und Werkpläne,
  • Bedienungs-, Inspektions- und Wartungshandbücher für
    • Aufzug
    • Heizung
    • ...






Anlage A zur RAB 32 Beispiel 4
Bundesstraße
Unterlage
für spätere Arbeiten gem. BaustellV
Objekt: B 264, von NK 5105 033 nach NK 5106 013


 

Abbildung: Landkarte

Aufgestellt, 17.10.2002
Fortschreibung:
durch: Dipl.-Ing. Mustermann


Vorbemerkungen:



Nicht besonders aufgeführt werden Arbeiten, die durch spezielle Vorschriften bereits detailliert geregelt sind, wie z. B. Winterdienst, Grünpflege, Auswechseln von Schutzplanken und Reinigung von Fahrbahn, Beschilderung, Leitpfosten und Entwässerungsanlagen.

Bei all diesen Arbeiten sind die üblichen Arbeitsschutzbestimmungen und einschlägigen Vorschriften der Betriebssicherheit zu beachten.

Die Unterlage ersetzt nicht das Vorhalten der Leitungspläne und sonstiger Bestandsunterlagen.



B 264
Lage: von NK 5105 033 nach NK 5106 013
Hauptmerkmal: 7 bis 8 m breite Fahrbahn
Anlage oder Bauteil Art der Arbeit Häufigkeit Gefahr Sicherheitstechnische
Einrichtungen/
Maßnahmen
Bemerkungen/
Hinweise
NK 5105 034 -
NK 5106 071
         
Kreuzende
Gasleitung
km 0,005
Rammen von Schutzplanken-
pfosten
bei Bedarf Explosion Gelber Gasleitungs-
hinweispfosten
ehemaliges
Schlamm-
absetzbecken
km 0.500
Müll aufsammeln,
Grünpflege,
Kontrolle von
Tor und Zaun
jährlich Ertrinken Einzäunung und verschließbares Tor, Absperrung am Stellplatz.
    Kennzeichnung des Gefahrenbereichs: "Lebensgefahr durch Ertrinken! Betreten verboten." Mit Piktogramm.
Bei Betreten Maßnahmen gegen Versinken treffen.
Schieberschacht
km 0.980
Wartung, Kontrolle nach Platzregen, Bedienung bei Öl- oder Chemieunfall jährlich und bei Bedarf Quetschungen, Verkehrsgefahr Bedienungsanleitung, Betriebsanweisung, Absicherung nach RSA, Haltebucht.
Unterführter
Wirtschaftsweg
km 2.850
Wartung, Überflutung abpumpen. Überflutung bei Platzregen, Ertrinken Absperrmöglichkeiten sind gelagert in SM Bergheim
NK 5105 071          
LSA Wartung, Reinigung, Lampenwechsel, Reparatur vierteljährlich und nach Bedarf Stromschlag, Verkehr Hubarbeitsbühne, Absicherung nach RSA.
NK 5106 071 -
5106 013
         
Versickerungs-
becken
km 1.900
Müll aufsammeln, Grünpflege, Entschlammung, Kontrolle von Tor und Zaun halbjährlich Ertrinken Einzäunung und verschließbares Tor, befestigte Zuwegung zum Schlammfang, Zufahrt vom Wirtschaftsweg benutzen.




Verkehr

 

Webcode: M181-1