BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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ASR A3.4: Beleuchtung, Titelseite

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Technische Regeln für Arbeitsstätten

ASR A3.4

Beleuchtung

Ausgabe: April 2011
(GMBl Nr. 16 vom 1. Juni 2011, S. 303, zuletzt geändert GMBl Nr. 13 vom 10. April 2014, S. 287)

 

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für das Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten wieder.

Sie werden vom Ausschuss für Arbeitsstätten ermittelt bzw. angepasst und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Gemeinsamen Ministerialblatt bekannt gegeben.

Diese ASR A3.4 konkretisiert im Rahmen des Anwendungsbereichs die Anforderungen der Verordnung über Arbeitsstätten. Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnung erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.

Die vorliegende Technische Regel beruht auf der BGR 131, Teil 2 "Leitfaden zur Planung und zum Betrieb der Beleuchtung" des Fachausschusses "Einwirkungen und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Der Ausschuss für Arbeitsstätten hat die grundlegenden Inhalte der BGR 131, Teil 2 in Anwendung des Kooperationsmodells (BArbBl. 6/2003 S. 48) als ASR in sein Regelwerk übernommen.

 

ASR A3.4: Beleuchtung, Inhalt
Inhalt
1 Zielstellung
2 Anwendungsbereich
3 Begriffsbestimmungen
4 Beleuchtung mit Tageslicht
5 Künstliche Beleuchtung in Gebäuden
6 Künstliche Beleuchtung im Freien
7 Betrieb, Instandhaltung und orientierende Messung
8 Abweichende/ergänzende Anforderungen für Baustellen
Anhang 1 Beleuchtungsanforderungen für Arbeitsräume, Arbeitsplätze und Tätigkeiten
Anhang 2 Beleuchtungsanforderungen für Arbeitsbereiche, Arbeitsplätze und Tätigkeiten im Freien
Ausgewählte Literaturhinweise

 

ASR A3.4: Beleuchtung, 1 Zielstellung

1 Zielstellung

(1) Diese Arbeitsstättenregel konkretisiert die Anforderungen an das Einrichten und Betreiben der Beleuchtung von Arbeitsstätten in § 3a Abs. 1 sowie insbesondere im Punkt 3.4 Abs. 1 und 2 des Anhanges der Arbeitsstättenverordnung. Weiterhin konkretisiert diese Arbeitsstättenregel die Anforderungen im Punkt 3.5 Abs. 2 des Anhanges der Arbeitsstättenverordnung bezüglich des Blendschutzes bei Sonneneinstrahlung.

(2) Die Festlegungen dieser ASR zur Beleuchtung dienen der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten am Arbeitsplatz und beschreiben für ausgewählte Tätigkeiten die erforderliche Beleuchtung zur gesundheitsgerechten Erledigung der Sehaufgaben. Der Einfluss des Tageslichts am Arbeitsplatz wird soweit berücksichtigt, wie dies für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten erforderlich ist.

Hinweis:
Die Anforderungen dieser ASR weichen in Einzelfällen von Normen, insbesondere von DIN EN 12464-1:2003 Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen sowie DIN EN 12464-2:2007 – Teil 2: Beleuchtung im Freien ab. Die DIN EN 12464 Teil 1 und 2 legen Planungsgrundlagen für Beleuchtungsanlagen fest, berücksichtigen aber nicht die Anforderungen, die an Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit zu stellen sind.

 

ASR A3.4: Beleuchtung, 2 Anwendungsbereich

2 Anwendungsbereich

(1) Diese ASR findet Anwendung auf die natürliche und künstliche Beleuchtung von Arbeitsstätten in Gebäuden und fliegenden Bauten oder im Freien, soweit dem betriebstechnische Gründe nicht entgegenstehen, z. B. in Räumen mit Fotolaboren und in Gasträumen. Betriebstechnische Besonderheiten können die Nichtanwendung bestimmter Anforderungen dieser ASR begründen. In solchen Fällen ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung vom Arbeitgeber zu entscheiden, welche Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten durchgeführt werden müssen.

(2) Anforderungen zum Schutz vor der thermischen Belastung durch Sonneneinstrahlung siehe ASR A3.5 "Raumtemperatur".

 

ASR A3.4: Beleuchtung, 3 Begriffsbestimmungen

3 Begriffsbestimmungen

3.1

Der Bereich des Arbeitsplätzes setzt sich zusammen aus

  • den Arbeitsflächen,
  • den Bewegungsflächen und
  • allen dem unmittelbaren Fortgang der Arbeit dienenden Stellflächen.

3.2

Umgebungsbereich ist ein räumlicher Bereich, der sich direkt an einen Bereich oder mehrere Bereiche von Arbeitsplätzen anschließt oder durch die Raumwände oder Verkehrswege begrenzt wird.

3.3

Arbeitsfläche ist eine Fläche in Arbeitshöhe, auf der die eigentliche Arbeitsaufgabe verrichtet wird.

3.4

Bewegungsflächen sind zusammenhängende unverstellte Bodenflächen am Arbeitsplatz, die mindestens erforderlich sind, um den Beschäftigten bei ihrer Tätigkeit wechselnde Arbeitshaltungen sowie Ausgleichsbewegungen zu ermöglichen.

3.5

Eine Teilfläche ist eine Fläche mit höheren Sehanforderungen, z. B. Lesen, Schreiben, Messen, Kontrollieren und Betrachten von Fertigungsprozessen, innerhalb einer Arbeitsfläche.

3.6

Die Beleuchtungsstärke E ist ein Maß für das auf eine Fläche auftreffende Licht. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen.

3.7

Die mittlere Beleuchtungsstärke ist die über eine Fläche gemittelte Beleuchtungsstärke.

3.8

Der Mindestwert der Beleuchtungsstärke (siehe Anhänge 1 und 2 ) m ist der Wert, unter den die mittlere Beleuchtungsstärke auf einer bestimmten Fläche nicht sinken darf.

3.9

Die horizontale Beleuchtungsstärke Eh ist die Beleuchtungsstärke auf einer horizontalen Fläche, z. B. auf einer Arbeitsfläche.

3.10

Die vertikale Beleuchtungsstärke Ev ist die Beleuchtungsstärke auf einer vertikalen Fläche.

3.11

Der Tageslichtquotient D ist das Verhältnis der Beleuchtungsstärke an einem Punkt im Innenraum Ep zur Beleuchtungsstärke im Freien ohne Verbauung Ea bei bedecktem Himmel.

D = Ep/Ea x 100 %

3.12

Unter Blendung versteht man Störungen durch zu hohe Leuchtdichten oder zu große Leuchtdichteunterschiede im Gesichtsfeld. Sie entsteht z. B. durch

  • schlecht abgeschirmte und zu helle Lichtquellen (Direktblendung) oder
  • störende Spiegelungen von hellen Lichtquellen auf Arbeitsmitteln, auf glänzenden Oberflächen, z. B. auf Bildschirmen, blanken Werkstücken oder glänzenden Maschinenteilen (Reflexblendung).

3.13

Die Farbwiedergabe ist die Wirkung einer Lichtquelle auf den Farbeindruck, den ein Mensch von einem Objekt hat, das mit dieser Lichtquelle beleuchtet wird. Der Farbwiedergabeindex Ra ist eine dimensionslose Kennzahl von 0 bis 100, mit der die Farbwiedergabeeigenschaften der Lampen klassifiziert wird. Je höher der Wert, je besser ist die Farbwiedergabe.

 

ASR A3.4: Beleuchtung, 4 Beleuchtung mit Tageslicht

4 Beleuchtung mit Tageslicht

4.1 Ausreichendes Tageslicht

(1) Die Arbeitsstätten müssen möglichst ausreichend Tageslicht erhalten. Eine Beleuchtung mit Tageslicht ist der Beleuchtung mit ausschließlich künstlichem Licht vorzuziehen. Helle Wände und Decken unterstützen die Nutzung des Tageslichts. Tageslicht weist Gütemerkmale (z. B. die Dynamik, die Farbe, die Richtung, die Menge des Lichts) auf, die in ihrer Gesamtheit von künstlicher Beleuchtung nicht zu erreichen sind. Tageslicht hat im Allgemeinen eine positive Wirkung auf die Gesundheit und das Wohlempfinden des Menschen.

(2) Tageslicht kann durch Fenster, Dachoberlichter und lichtdurchlässige Bauteile in Gebäude gelangen, wobei Fenster zusätzlich eine Sichtverbindung nach außen ermöglichen. Eine gleichmäßige Lichtverteilung kann mit Dachoberlichtern erreicht werden, wenn der Abstand der Dachoberlichter voneinander nicht größer ist als die lichte Raumhöhe.

(3) Die Anforderung nach ausreichendem Tageslicht wird erfüllt, wenn in Arbeitsräumen

  • am Arbeitsplatz ein Tageslichtquotient größer als 2 %, bei Dachoberlichtern größer als 4 % erreicht wird oder
  • mindestens ein Verhältnis von lichtdurchlässiger Fenster-, Tür- oder Wandfläche bzw. Oberlichtfläche zur Raumgrundfläche von mindestens 1:10 (entspricht ca. 1:8 Rohbaumaße), eingehalten ist. Die Einrichtung fensternaher Arbeitsplätze ist zu bevorzugen.

Die Anforderungen gelten auch für Aufenthaltsbereiche in Pausenräumen.

Wenn die Forderung nach ausreichendem Tageslicht in bestehenden Arbeitsstätten oder auf Grund spezifischer betriebstechnischer Anforderungen nicht einzuhalten ist, sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung andere Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes erforderlich. Eine andere Maßnahme besteht in der Einrichtung und Nutzung von Pausenräumen mit hohem Tageslichteinfall in Verbindung mit einer geeigneten Pausengestaltung.

Abb. 1: Beispiel für die Tageslichtversorgung in Abhängigkeit von der Raumhöhe, der Größe und Anordnung des Fensters

(4) Für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen mit Tageslicht sind in Fenstern und Dachoberlichtern Verglasungsmaterialien zu verwenden, die zu einer möglichst geringen Veränderung des Farbeindrucks führen.

4.2 Maßnahmen zur Begrenzung der Blendung

Störende Blendung durch Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden oder – wenn dies nicht möglich ist – zu minimieren. Zur Begrenzung störender Blendungen oder Reflexionen können z. B. Jalousien, Rollos und Lamellenstores dienen. Bei Dachoberlichtern können dies z. B. lichtstreuende Materialien oder Verglasungen mit integrierten Lamellenrastern sein.

Die Anforderungen aus der ASR A3.5 "Raumtemperatur" bezüglich übermäßiger Sonneneinstrahlung (siehe Punkt 4.3 sowie Tabelle 3 der ASR A3.5) sind zu beachten.

 

ASR A3.4: Beleuchtung, 5 Künstliche Beleuchtung in Gebäuden

5 Künstliche Beleuchtung in Gebäuden

5.1 Allgemeine Anforderungen

Da Tageslicht örtlich und zeitlich nicht immer in ausreichendem Maße vorhanden ist, ist zusätzlich eine künstliche Beleuchtung erforderlich. Die Arbeitsstätten müssen mit Einrichtungen für eine der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten angemessenen künstlichen Beleuchtung ausgestattet sein. Eine Verringerung des individuellen Sehvermögens, z. B. mit zunehmendem Alter, kann eine höhere Anforderung an die Beleuchtungsqualität (z. B. eine höhere Beleuchtungsstärke und höhere Anforderungen an die Begrenzung der Blendung) erfordern.

5.2 Beleuchtungsstärken

(1) Beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten müssen die Mindestwerte der Beleuchtungsstärken des Anhanges 1 eingehalten werden.

Ergibt sich bei der Gefährdungsbeurteilung, dass in bestehenden Arbeitsstätten die Einhaltung der Mindestwerte der Beleuchtungsstärken nach Anhang 1 mit Aufwendungen verbunden ist, die offensichtlich unverhältnismäßig sind, so hat der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitsplätze individuell zu beurteilen. Bei der Gefährdungsbeurteilung hat der Arbeitgeber zu prüfen, wie durch andere oder ergänzende Maßnahmen die Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Beschäftigten in vergleichbarer Weise gesichert werden kann; die erforderlichen Maßnahmen hat er durchzuführen. Solche Maßnahmen sind z. B. der Einsatz von effizienteren Leuchtmitteln oder die Verkürzung von Wartungsintervallen der Beleuchtungseinrichtungen.

(2) Für Arbeitsplätze, Arbeitsräume und Tätigkeiten, die im Anhang 1 nicht aufgelistet sind, sind die erforderlichen Werte im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.

(3) An keiner Stelle im Bereich des Arbeitsplätzes darf das 0,6-fache der mittleren Beleuchtungsstärke unterschritten werden. Der niedrigste Wert darf nicht im Bereich der Hauptsehaufgabe liegen.

(4) Die Beleuchtung kann als raumbezogene Beleuchtung oder auf den Bereich des Arbeitsplätzes bezogene Beleuchtung ausgeführt werden. Die im Anhang 1 angegebenen Mindestwerte der Beleuchtungsstärke müssen erreicht werden.

Die Anwendung einer raumbezogenen Beleuchtung kann gegeben sein, wenn

  • Arbeitsplätze in der Planungsphase örtlich nicht zugeordnet werden können,
  • eine flexible Anordnung der Arbeitsplätze vorgesehen ist.

Bei den genannten Anwendungsfällen für die raumbezogene Beleuchtung ist es möglich in der Grundausstattung den gesamten Raum mit dem Mindestwert der Beleuchtungsstärke für den Umgebungsbereich entsprechend der späteren Nutzung zu beleuchten. In diesen Fällen ist durch zusätzliche Beleuchtung, z. B. mobile Beleuchtungssysteme, die Mindestbeleuchtungsstärke für den Bereich des Arbeitsplätzes sicherzustellen.

Die Anwendung einer auf den Bereich des Arbeitsplätzes bezogenen Beleuchtung kann gegeben sein, wenn

  • die Anordnung der Arbeitsplätze und deren Umgebungsbereiche bekannt sind,
  • verschiedene Arbeitsplätze – auch innerhalb eines Raumes – unterschiedliche Beleuchtungsbedingungen erfordern.

(5) Die mittlere Beleuchtungsstärke im Umgebungsbereich eines Arbeitsplätzes mit 300 lx Beleuchtungsstärke muss mindestens 200 lx betragen. Bei Arbeitsplätzen, die mit 500 lx oder mehr zu beleuchten sind, muss die mittlere Beleuchtungsstärke im Umgebungsbereich mindestens 300 lx betragen. Beleuchtungsstärken über 500 lx im Bereich des Arbeitsplätzes können eine höhere mittlere Beleuchtungsstärke im Umgebungsbereich erfordern. Die minimale Beleuchtungsstärke im Umgebungsbereich darf das 0,5-fache der mittleren Beleuchtungsstärke des Umgebungsbereichs nicht unterschreiten.

(6) Bei Mindestwerten der Beleuchtungsstärke über 500 lx nach Anhang 1 ist es zulässig, diese nicht am gesamten Arbeitsplatz, sondern nur auf den für die Sehaufgabe relevanten Teilflächen zu erreichen. Dies kann zum Beispiel durch zusätzliche Arbeitsplatzleuchten geschehen. Die mittlere Beleuchtungsstärke im Bereich des Arbeitsplätzes darf bei teilflächenbezogener Beleuchtung 500 lx nicht unterschreiten. An keiner Stelle im Bereich des Arbeitsplätzes darf ein Einzelwert der Beleuchtungsstärke 300 lx unterschreiten.

Die Anwendung einer teilflächenbezogenen Beleuchtung kann gegeben sein, wenn

  • besondere Sehaufgaben (wenig Kontraste, Notwendigkeit zur Erkennung von Oberflächenstrukturen, Arbeiten mit kleinen Teilen, kurze Betrachtungszeiträume) vorliegen,
  • eine Anpassung an das individuelle Sehvermögen der Beschäftigten erfolgt.

Abb. 2: Prinzipskizze zur Aufteilung einer Arbeitsstätte in zu beleuchtende Bereiche (Apl = Bereich des Arbeitsplätzes, TF = Teilfläche, UB = Umgebungsbereich)

(7) Die mittlere vertikale Beleuchtungsstärke muss der Seh- und Arbeitsaufgabe angemessen sein. Sie muss den im Anhang 1 angegebenen Werten entsprechen, soweit hierauf in der Spalte "Bemerkungen" verwiesen wird. Bei hellen Raumflächen und breit strahlenden Leuchten ist bei Einhalten der horizontalen Beleuchtungsstärken nach Anhang 1 in der Regel eine ausreichende vertikale Beleuchtungsstärke gegeben. Bewährt hat sich für Büroarbeitsplätze, Arbeitsplätze im Gesundheitsdienst und vergleichbare Arbeitsplätze (siehe Anhang 1 , Spalte "Bemerkungen") ein Verhältnis von vertikaler Beleuchtungsstärke zu horizontaler Beleuchtungsstärke von ≥ 1:3.

5.3 Begrenzung von Blendung

(1) Störende Blendung oder Reflexionen sind zu minimieren. Blendung, die zu Unfällen führen kann, muss vermieden werden.

(2) Geeignete Maßnahmen zur Vermeidung und Begrenzung der Blendung sind z. B.

  • Auswahl geeigneter Leuchtmittel,
  • richtige Auswahl und Anordnung der Leuchten,
  • Verringerung der Helligkeitsunterschiede zwischen Blendquelle und Umfeld, z. B. durch helle Decken und Wände,
  • Vermeidung von Reflexionen, z. B. durch entsprechende Oberflächengestaltung (matte Oberflächen).

5.4 Farbwiedergabe

(1) Es müssen Lampen mit mindestens einem Farbwiedergabeindex nach Anhang 1 verwendet werden. Durch die Leuchte darf dieser Farbwiedergabeindex nicht unterschritten werden. Für Arbeitsplätze, die im Anhang 1 nicht aufgelistet sind, sind die erforderlichen Werte im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.

(2) Durch Auswahl der Lampen und Leuchten ist sicherzustellen, dass Sicherheitszeichen und Sicherheitsfarben als solche erkennbar sind sowie die Signalwirkung von selbstleuchtenden Sicherheitszeichen nicht beeinträchtigt wird. Werden Lampen mit einem Farbwiedergabeindex Ra < 40 verwendet, muss durch geeignete Maßnahmen sichergestellt werden, dass Sicherheitsfarben erkennbar bleiben (z. B. durch Hinterleuchtung oder Anstrahlung).

5.5 Flimmern oder Pulsation

Flimmern oder Pulsation dürfen nicht zu Unfallgefahren (z. B. durch stroboskopischen Effekt) oder Ermüdungen führen. Dies kann z. B. durch den Einsatz von elektronischen Vorschaltgeräten oder durch Drei-Phasen-Schaltung verhindert werden.

5.6 Schatten

Schatten ermöglicht die räumliche Wahrnehmung. Durch angemessene Schattigkeit können Gegenstände in ihrer Form und Oberflächenstruktur leichter erkannt werden. Schatten, die Gefahrenquellen überdecken, dürfen nicht zu Unfallgefahren führen. Sie können z. B. durch Anordnung mehrerer Leuchten, die aus verschiedenen Richtungen Licht abgeben, minimiert werden.

 

ASR A3.4: Beleuchtung, 6 Künstliche Beleuchtung im Freien

6 Künstliche Beleuchtung im Freien

6.1 Beleuchtungsstärken

(1) Beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten im Freien müssen die Mindestwerte der Beleuchtungsstärken im Anhang 2 eingehalten werden.

Ergibt sich bei der Gefährdungsbeurteilung, dass in bestehenden Arbeitsstätten die Einhaltung der Mindestwerte der Beleuchtungsstärken nach Anhang 2 mit Aufwendungen verbunden ist, die offensichtlich unverhältnismäßig sind, so hat der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitsplätze individuell zu beurteilen. Bei der Gefährdungsbeurteilung hat der Arbeitgeber zu prüfen, wie durch andere oder ergänzende Maßnahmen die Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Beschäftigten in vergleichbarer Weise gesichert werden kann; die erforderlichen Maßnahmen hat er durchzuführen. Solche Maßnahmen sind z. B. der Einsatz von effizienteren Leuchtmitteln oder die Verkürzung von Wartungsintervallen der Beleuchtungseinrichtungen.

(2) Werden an ortsfesten Arbeitsplätzen Tätigkeiten verrichtet, die den Tätigkeiten in Räumen entsprechen, so sind diese mit den in Innenräumen geforderten Beleuchtungsstärken, entsprechend Anhang 1 zu beleuchten.

6.2 Begrenzung von Blendung

(1) Störende Blendung oder Reflexionen sind zu minimieren. Blendung, die zu Unfällen führen kann, muss vermieden werden.

(2) Geeignete Maßnahmen zur Vermeidung und Begrenzung der Blendung sind z. B.

  • Auswahl geeigneter Leuchtmittel,
  • richtige Auswahl und Anordnung der Leuchten,
  • Vermeidung von Reflexionen, z. B. durch entsprechende Oberflächengestaltung (matte Oberflächen).

(3) Beleuchtungsanlagen im Bereich von Verkehrsanlagen, z. B. für Gleisanlagen oder im Bereich von Schifffahrt, müssen so angebracht sein, dass eine Blendung vermieden wird und so betrieben werden, dass sie nicht mit Signalen verwechselt werden können.

6.3 Farbwiedergabe

(1) Es müssen Lampen mit mindestens einem Farbwiedergabeindex nach Anhängen 1 und 2 verwendet werden. Durch die Leuchte darf dieser Farbwiedergabeindex nicht unterschritten werden. Für Arbeitsplätze, die in den Anhängen 1 und 2 nicht aufgelistet sind, sind die erforderlichen Werte im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.

(2) Durch Auswahl der Lampen und Leuchten ist sicherzustellen, dass Sicherheitszeichen und Sicherheitsfarben als solche erkennbar sind sowie die Signalwirkung von selbstleuchtenden Sicherheitszeichen nicht beeinträchtigt wird. Werden Lampen mit einem Farbwiedergabeindex Ra < 40 verwendet, muss durch geeignete Maßnahmen sichergestellt werden, dass Sicherheitsfarben erkennbar bleiben (z. B. durch Hinterleuchtung oder Anstrahlung).

6.4 Flimmern oder Pulsation

Die Anforderungen des Punktes 5.5 sind analog anzuwenden.

6.5 Schatten

Die Anforderungen des Punktes 5.6 sind analog anzuwenden.

 

ASR A3.4: Beleuchtung, 7 Betrieb, Instandhaltung und orientierende Messung

7 Betrieb, Instandhaltung und orientierende Messung

7.1 Betrieb

(1) Beleuchtungsanlagen sind so einzurichten und zu betreiben, dass sie die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten nicht gefährden. Diesbezüglich auftretende Mängel sind unverzüglich zu beseitigen.

Mängel können z. B. sein:

  • Ausfall von Leuchtmitteln,
  • Lösen von Leuchtenteilen,
  • Platzen des Schutzkolbens bei Hochdrucklampen,
  • Beschädigung von Leuchtenabdeckungen, die die Schutzart beeinträchtigen,
  • Verringerung der Beleuchtungsstärke, z. B. aufgrund einer Verschmutzung oder der Alterung von Leuchten oder
  • Kontakt mit heißen Oberflächen.

(2) Bei Umstellung der Arbeitsplätze oder Änderungen der Sehaufgabe (z. B. Umstellung der Produktion oder der Tätigkeit) ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu prüfen, ob die Beleuchtungsanlage den geänderten Bedingungen entspricht oder angepasst werden muss.

7.2 Instandhaltung

(1) Beleuchtungsanlagen sind regelmäßig dahingehend zu überprüfen, ob sie noch den Anforderungen dieser Arbeitsstättenregel entsprechen. Im Laufe der Zeit unterliegen Beleuchtungsanlagen einer Veränderung der lichttechnischen Parameter (z. B. Verringerung der Beleuchtungsstärke) oder sie können beschädigt werden. Instandhaltungsmaßnahmen sind spätestens dann erforderlich, wenn die Beleuchtungsanlage durch Verschmutzung, Alterung oder Beschädigung die Anforderungen dieser ASR nicht mehr erfüllt oder auf andere Weise zu einer Gefährdung wird. Es ist dafür zu sorgen, dass sichere Instandhaltung möglich ist, insbesondere ist für einen sicheren Zugang zu sorgen.

(2) Um die Versorgung mit Tageslicht nicht zu beeinträchtigen, sind Fenster und Dachoberlichter regelmäßig zu reinigen. Anforderungen an den Arbeitsschutz bei der Reinigung von Fensterflächen siehe ASR A1.6 "Fenster, Oberlichter, lichtdurchlässige Wände".

7.3 Orientierende Messung

(1) Sofern zur Auswahl oder zur Prüfung von Beleuchtungseinrichtungen orientierende Messungen im Betrieb durchgeführt werden, sind Beleuchtungsstärkemessgeräte zu verwenden, die mindestens der Klasse C gemäß DIN 5035 Teil 6, Ausgabe 2006-11 entsprechen.

(2) Die Messungen der künstlichen Beleuchtung in Räumen, die auch durch Tageslicht beleuchtet werden, sollen bei natürlicher Dunkelheit durchgeführt werden. Kann Tageslicht bei der Messung nicht ausgeschlossen werden, ist zunächst bei eingeschalteter und danach bei ausgeschalteter künstlicher Beleuchtung zu messen. Aus der Differenz der beiden Messungen werden die Werte der künstlichen Beleuchtung ermittelt. Da das Tageslicht stark schwanken kann, sollten die beiden Messungen bei bedecktem Himmel und unmittelbar nacheinander durchgeführt werden. Die Differenzmessung ist bei tageslichtabhängig geregelten Beleuchtungsanlagen nicht anwendbar.

(3) Zur Bewertung des Ist-Zustandes sind die Beleuchtungsanlagen im jeweiligen Betriebszustand zu messen. Leuchtstofflampen und andere Entladungslampen müssen bei der Messung mindestens 100 Betriebsstunden aufweisen.

(4) Die Messpunkte sind auf der Bezugsebene möglichst gleichmäßig zu verteilen (siehe Abb. 3).

Abb. 3: Beispiel für die Verteilung der Messpunkte für einen Bereich des Arbeitsplätzes

(5) Der Mindestwert der Beleuchtungsstärke muss in der Bezugsebene (siehe Tabelle 1) erreicht werden und wird auch dort gemessen. Ist die Höhe oder Ebene bekannt, in der die Sehaufgabe ausgeführt wird, kann die Messung auch dort durchgeführt werden.

Tabelle 1: Höhe der Bezugsebenen für horizontale Beleuchtungsstärken Eh und vertikale Beleuchtungsstärken Ev

  Horizontal Eh
[m über dem Boden]
Vertikal Ev
[m über dem Boden]
überwiegend stehende Tätigkeiten 0,85 1,60
überwiegend sitzende Tätigkeiten 0,75 1,20
Verkehrswege z. B. Flure und Treppen bis 0,20  

 

ASR A3.4: Beleuchtung, 8 Abweichende/ergänzende Anforderungen für Baustellen

8 Abweichende/ergänzende Anforderungen für Baustellen

(1) Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Baustellen sind mindestens mit den Beleuchtungsstärken nach Tabelle 2 zu beleuchten.

(2) Werden an ortsfesten Arbeitsplätzen Tätigkeiten verrichtet, die den Tätigkeiten in der Tabelle des Anhanges 1 entsprechen, sind die dort angegebenen Werte anzuwenden.

Tabelle 2: Mindestwerte der Beleuchtungsstärken auf Baustellen

Arbeitsbereiche, Arbeitsplätze, Tätigkeiten auf Baustellen lx
Allgemeine Beleuchtung, Verkehrswege 20
Grobe Tätigkeiten, z. B.:

Erdarbeiten, Hilfs- und Lagerarbeiten, Transport, Verlegen von Entwässerungsrohren
50
Normale Tätigkeiten, z. B.:

Montage von Fertigteilen, einfache Bewehrungsarbeiten, Schalungsarbeiten, Stahlbeton- und Maurerarbeiten, Installationsarbeiten, Arbeiten im Tunnel
100
Feine Tätigkeiten, z. B.:

Anspruchsvolle Montagen, Oberflächenbearbeitung, Verbindung von Tragwerkselementen
200

Ist die Anpassung der Beleuchtung nach den Ziffern 3.2 und 3.4 der Tabelle des Anhanges 1 in bestehenden mobilen Sanitär-, Pausen- und Bereitschaftsräumen mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden, ist diese spätestens dann vorzunehmen, wenn ein wesentlicher Umbau durchgeführt wird.

 

ASR A3.4: Beleuchtung, Anhang 1

Anhang 1

Beleuchtungsanforderungen für Arbeitsräume, Arbeitsplätze und Tätigkeiten

(Die im Anhang angegebenen Werte sind Beleuchtungsstärken auf der Bezugsfläche der Sehaufgabe, die horizontal, vertikal oder geneigt sein kann. Auf die Regelungen des Punktes 5.2 Abs. 1 für bestehende Beleuchtungseinrichtungen wird verwiesen.)

  Arbeitsräume, Arbeitsplätze, Tätigkeiten Mindestwert der Beleuchtungsstärke lx Mindestwert der Farbwiedergabe Index Ra Bemerkungen

1 Verkehrswege

1.1 Verkehrsflächen und Flure ohne Fahrzeugverkehr 50 40 In Hotels ist während der Nacht ein geringeres Niveau nach einer Gefährdungsbeurteilung zulässig.
1.1a Verkehrsflächen und Flure ohne Fahrzeugverkehr im Bereich von Absätzen und Stufen 100 40  
1.2 Verkehrsflächen und Flure mit Fahrzeugverkehr 150 40  
1.3 Treppen, Fahrtreppen, Fahrsteige, Aufzüge 100 40  
1.4 Laderampen, Ladebereiche 150 40  
1.5 Begehbare Unterflurtunnel, Zwischenböden und für Wartungszwecke, z. B. Stetigförderer, Wartungsgänge 50 40  
1.6 Halleneinfahrten Tagesbetrieb (Übergangsbereich im Gebäude) 400 40  
  Nachtbetrieb (Übergangsbereich vor dem Gebäude) 50 40  

2 Lager

2.1 Versand- und Verpackungsbereiche 300 60  
2.2 Lagerräume für gleichartiges oder großteiliges Lagergut 50 60  
2.3 Lagerräume mit Suchaufgabe bei nicht gleichartigem Lagergut 100 60  
2.4 Lagerräume mit Leseaufgaben 200 60  

3 Allgemeine Bereiche, Tätigkeiten und Aufgaben

3.1 Kantinen, Teeküchen, SB-Restaurants 200 80  
3.2 Pausenräume, Warteräume, Aufenthaltsräume 200 80  
3.3 Räume für körperliche Ausgleichsübungen (Sport-, Fitnessräume, Sporthallen) 300 80  
3.4 Waschräume, Bäder, Toiletten, Umkleideräume 200 80  
3.5 Erste Hilfe Räume 500 90 v ≥ 175 lx
3.6 Haustechnische Anlagen, Schaltgeräteräume 200 60  
3.7 Steuerwarten, Kontrollräume, Schaltwarten 500 80 Bei Sehaufgaben außerhalb der Warte muss die Beleuchtungsstärke in der Warte ggf. anpassbar sein.
v ≥ 175 lx
3.8 Farbprüfung, Kontrolle 1000 90  
3.9 Laboratorien, Messplätze 500 80 v ≥ 175 lx
3.10 Küchen 500 80  
3.11 Eingangshallen 200 80  
3.12 Empfangstheke, Schalter, Portiertheke 300 80  

4 Büros und büroähnliche Arbeitsbereiche

4.1 Ablegen, Kopieren 300 80  
4.2 Schreiben, Lesen, Datenverarbeitung 500 80 v ≥ 175 lx
4.3 Technisches Zeichnen (Handzeichnen) 750 80  
4.4 Archive 200 80  

5 Landwirtschaft

5.1 Beschicken und Bedienen von Fördereinrichtungen und Maschinen 200 80  
5.2 Behandlungsstände für Tiere 200 80  
5.3 Melkstände 200 80  

6 Bäckereien

6.1 Vorbereitungs- und Backräume 300 80  
6.2 Endbearbeitung, Glasieren, Dekorieren 500 80  

7 Zement-, Beton- und Ziegelindustrie

7.1 Trocknen 50 40  
7.2 Materialaufbereitung, Arbeiten an Öfen und Mischern 200 40  
7.3 Allgemeine Maschinenarbeiten, Grobformen 300 80  

8 Keramik, Fliesen, Glas, Glaswaren, Augenoptiker

8.1 Trocknen 50 40  
8.2 Materialaufbereitung, allgemeine Maschinenarbeiten 300 80  
8.3 Emaillieren, Walzen, Pressen, Formen einfacher Teile, Glasieren, Glasblasen 300 80  
8.4 Schleifen, Gravieren, Polieren von Glas, Formen kleiner Teile, Herstellung von Glasinstrumenten 750 80  
8.5 Feine Arbeiten, z. B. Schleifen von Verzierungen (Dekorationsschleifen), Handmalerei 1000 90  
8.6 Augenoptikerwerkstattplatz 1500 90  

9 Chemische Industrie, Kunststoff- und Gummiindustrie

9.1 Verfahrenstechnische Anlagen mit Fernbedienung 50 40  
9.2 Verfahrenstechnische Anlagen mit gelegentlichen manuellen Eingriffen 150 40  
9.3 Arbeitsplätze in verfahrenstechnischen Anlagen 300 80  
9.4 Arzneimittelherstellung 500 80  
9.5 Reifenproduktion 500 80  
9.6 Zuschneiden, Nachbearbeiten, Kontrollarbeiten 750 80  

10 Elektro-Industrie

10.1 Kabel- und Drahtherstellung 300 80  
10.2 Imprägnieren von Spulen, Galvanisieren 300 80  
10.3 Montagearbeiten, Wickeln      
  • grobe, z. B. große Transformatoren
300 80
  • mittelfeine, z. B. Schalttafeln
500 80
  • feine, z. B. Telefone
750 80
  • sehr feine, z. B. Messinstrumente
1000 80
10.4 Elektronikwerkstätten, Prüfen, Justieren 1500 80  

11 Nahrungs- und Genussmittelindustrie

11.1 Arbeitsplätze und -zonen in
  • Brauereien, auf Malzböden,
  • zum Waschen, zum Abfüllen in Fässern, zur Reinigung, zum Sieben, zum Schälen,
  • zum Kochen in Konserven- und Schokoladenfabriken,
  • Arbeitsplätze und -zonen in Zuckerfabriken,
  • zum Trocknen und Fermentieren von Rohtabak, Gärkeller
200 80  
11.2 Schneiden, Sortieren; Waschen; Mahlen, Mischen und Abpacken von Produkten 300 80  
11.3 Arbeitsplätze und kritische Zonen in Schlachthöfen, Metzgereien, Molkereien, Mühlen, 500 80  
11.4 Herstellung von Feinkost-Nahrungsmitteln, Herstellung von Zigarren und Zigaretten 500 80  
11.5 Kontrolle von Gläsern und Flaschen, Produktkontrolle, Garnieren, Sortieren, Dekorieren 500 80  

12 Friseure/Coiffeure

12.1 Haarpflege 500 90 v ≥ 175 lx

13 Schmuck- und Uhrenherstellung

13.1 Bearbeitung von Edelsteinen 1500 90  
13.2 Herstellung von Schmuckwaren 1000 90  
13.3 Uhrenmacherei (Handarbeit) 1500 80  
13.4 Uhrenherstellung (automatisch) 500 80  

14 Wäschereien und chemische Reinigung

14.1 Wareneingang, Auszeichnen und Sortieren, Waschen und chemische Reinigung, Bügeln und Pressen 300 80  
14.2 Kontrolle und Ausbessern 750 80  

15 Leder und Lederwaren

15.1 Arbeiten an Bottichen, Fässern, Gruben 200 40  
15.2 Schaben, Spalten, Schleifen, Walken der Häute 300 80  
15.3 Sattlerarbeiten, Schuhherstellung: Steppen, Nähen, Polieren, Pressen, Zuschneiden, Stanzen, Lederfärben (maschinell) 500 80  
15.4 Sortieren 500 90  
15.5 Qualitätskontrolle 1000 80  
15.6 Schuhmacherei (Handarbeit), Handschuhherstellung 500 80  

16 Metallbe- und -verarbeitung, Gießereien und Metallguss

16.1 Sandaufbereitung, Gussputzerei, Gieß- und Schmelzhallen, Ausleerstellen, Maschinenformerei 200 60 300 lx beim Gussputzen kleiner oder filigraner Teile
16.2 Hand- und Kernformerei, Druckgießerei 300 60  
16.3 Modellbau 500 80  
16.4 Freiformschmieden 200 60  
16.5 Gesenkschmieden 200 60  
16.6 Schweißen 300 60  
16.7 Grobe und mittlere Maschinenarbeiten: Toleranzen ≥ 0,1 mm 300 60  
16.8 Feine Maschinenarbeiten, Schleifen: Toleranzen < 0,1 mm 500 60  
16.9 Anreißen, Kontrolle 750 60  
16.10 Draht- und Rohrzieherei, Kaltverformung 300 60  
16.11 Verarbeitung von schweren Blechen: Dicke ≥ 5 mm 200 60  
16.12 Verarbeitung von leichten Blechen: Dicke < 5 mm 300 60  
16.13 Herstellung von Werkzeugen und Schneidwaren 750 60  
16.14 Montagearbeiten:      
  • grobe
200 80
  • mittelfeine
300 80
  • feine
500 80
  • sehr feine
750 80
16.15 Galvanisieren 300 80  
16.16 Oberflächenbearbeitung und Lackierung 750 80  
16.17 Werkzeug-, Lehren- und Vorrichtungsbau, Präzisions- und Mikromechanik 1000 80  
16.18 Kfz-Werkstätten und Kfz-Prüfstellen 300 80  

17 Papier und Papierwaren

17.1 Arbeiten an Holländern, Kollergängen, Holzschleiferei 200 80  
17.2 Papierherstellung und -verarbeitung, Papier- und Wellpappemaschinen, Kartonagenfabrikation 300 80  
17.3 Allgemeine Buchbinderarbeiten, z. B. Falten, Sortieren, Leimen, Schneiden, Prägen, Nähen 500 80  

18 Kraftwerke

18.1 Kraftstoff-Versorgungsanlagen 50 40  
18.2 Kesselhäuser 100 40  
18.3 Maschinenhallen 200 80  
18.4 Nebenräume, z. B. Pumpenräume, Kondensatorräume usw.; Schaltanlagen (in Gebäuden) 200 60  
18.5 Außen-Schaltanlagen 20 40  

19 Druckereien

19.1 Zuschneiden, Vergolden, Prägen, Ätzen von Klischees, Arbeiten an Steinen und Platten, Druckmaschinen, Matrizenherstellung 500 80  
19.2 Papiersortierung und Handdruck 500 80  
19.3 Typensatz, Retusche, Lithographie 1000 80  
19.4 Farbkontrolle bei Mehrfarbendruck 1500 90  
19.5 Stahl- und Kupferstich 2000 80  

20 Walz- , Hütten- und Stahlwerke

20.1 Produktionsanlagen ohne manuelle Eingriffe 50 40  
20.2 Produktionsanlagen mit manuellen Eingriffen 200 40  
20.3 Haspel, Scheren-/Trennstrecken der Walzstraße 300 40  

21 Textilherstellung und -verarbeitung

21.1 Arbeitsplätze und -zonen an Bädern, Ballen aufbrechen 200 60  
21.2 Krempeln, Waschen, Bügeln, Arbeiten am Reißwolf, Strecken, Kämmen, Schlichten, Kartenschlagen, Vorspinnen, Jute- und Hanfspinnen 300 80  
21.3 Nähen, Feinstricken, Maschenaufnehmen 750 80  
21.4 Entwerfen, Musterzeichnen 750 90  
21.5 Trocknungsraum 100 60  
21.6 Automatisches Stoffdrucken, Hutherstellung, Zurichten, Färben, Spinnen, Zwirnen, Spulen, Winden, Zetteln, Weben, Flechten, Stricken 500 80  
21.7 Noppen, Ketteln, Putzen 1000 80  
21.8 Kunststopfen 1500 90  

22 Automobilbau

22.1 Karosseriebau und Montage 500 80  
22.2 Lackieren, Spritzkabinen, Schleifkabinen 750 80  
22.3 Lackieren: Ausbessern, Inspektion 1000 90  
22.4 Polsterei 1000 80  
22.5 Endkontrolle, Oberflächenkontrolle 1000 80  

23 Holzbe- und -verarbeitung

23.1 Automatische Bearbeitung, z. B. Trocknung, Schichtholzherstellung 50 40  
23.2 Dämpfgruben 100 40  
23.3 Sägegatter 200 60  
23.4 Arbeiten an der Hobelbank, Leimen, Zusammenbau 300 80  
23.5 Schleifen, Lackieren, Tischlerei 750 80  
23.6 Arbeiten an Holzbearbeitungsmaschinen, z. B. Drechseln, Kehlen, Abrichten, Fugen, Schneiden, Sägen, Fräsen, Hobeln 500 80  
23.7 Auswahl von Furnierhölzern, Holzeinlegearbeiten 750 90  
23.8 Qualitätskontrolle 1000 90  

24 Verkaufsräume

24.1 Verkaufsbereich 300 80  
24.2 Kassenbereich, Packtisch 500 80  

25 Messen und Ausstellungshallen

25.1 Allgemeinbeleuchtung 300 80  

26 Büchereien, Bibliotheken

26.1 Bücherregale 200* 80 *Vertikale Beleuchtungsstärke
26.2 Lesebereiche 500 80  

27 Ausbildungsstätten, Kindergärten, Vorschulen

27.1 Spielzimmer, Krippenräume, Bastelräume (Handarbeitsräume) 300 80 Eine steuerbare Beleuchtung wird empfohlen (z. B. dimmbar).
v ≥ 100 lx
27.2 Unterrichtsräume
  • in Grund- und weiterführenden Schulen
300 80 v ≥ 100 lx
27.3 Hörsäle 500 80  
27.4 Wandtafel, Demonstrationstisch 500* 80 *Vertikal
27.5 Computerübungsräume, Sprachlabore, Musikübungsräume 300 80  
27.6 Fachunterrichtsräume: naturwissenschaftlicher und technischer Unterricht, Werken und textiles Gestalten, Lehrwerkstätten, Handarbeitsräume, Zeichensäle 500 80 v ≥ 175 lx

28 Gesundheitseinrichtungen

28.1 Flure: während des Tages 200 80 Zur Durchführung der medizinischen Behandlung können höhere Werte erforderlich sein.
28.2 Flure: während der Nacht 50 80
28.3 Allgemeinbeleuchtung ohne regelmäßigen Aufenthalt von Beschäftigten 200 80
28.4 Nachtbeleuchtung, Übersichtsbeleuchtung in nicht regelmäßig begangenen Bereichen 5 80
28.5 risikoarme medizinische oder pflegerische Tätigkeiten ohne Kontakt zu Körperflüssigkeiten, Körperausscheidungen oder kontaminierten Gegenständen 300 90
28.6 Arbeitsbereiche für medizinische oder pflegerische Tätigkeiten mit erhöhtem Gefährdungspotential durch Umgang mit
  • Körperflüssigkeiten, Körperausscheidungen oder kontaminierten Gegenständen oder
  • mit spitzen, scharfen, sich bewegenden oder heißen Instrumenten
500 90
28.7 Teilfläche für medizinische oder pflegerische Tätigkeiten mit erhöhtem Gefährdungspotential durch Umgang mit
  • Körperflüssigkeiten, Körperausscheidungen oder kontaminierten Gegenständen oder
  • mit spitzen, scharfen, sich bewegenden oder heißen Instrumenten
1000 90
28.8 Überwachung von Patienten in der Nacht 50 90
28.9 Bildgebende Diagnostik mit Bildverstärkern und Fernsehsystemen 50 80
28.10 Medizinische Bäder 300 80
28.11 Massage und Strahlentherapie 300 80
28.12 Instrumentenaufbereitung 500 80
28.13 Laboratorien für den Gesundheitsdienst 500 90
28.14 Dienstzimmer 500 80

 

ASR A3.4: Beleuchtung, Anhang 2

Anhang 2

Beleuchtungsanforderungen für Arbeitsbereiche, Arbeitsplätze und Tätigkeiten im Freien

(Die im Anhang angegebenen Werte sind Beleuchtungsstärken auf der Bezugsfläche der Sehaufgabe, die horizontal, vertikal oder geneigt sein kann. Auf die Regelungen des Punktes 6.1 Abs. 1 für bestehende Beleuchtungsstärken wird verwiesen.)

  Arbeitsbereiche, Arbeitsplätze, Tätigkeiten Mindestwert der Beleuchtungsstärke lx Mindestwert der Farbwiedergabe Index Ra Bemerkungen

1 Verkehrswege

1.1 Toranlagen 50 25  
1.2 Fußwege 5 25  
1.3 Werkstraßen mit Be- und Entladezone oder mit starkem Querverkehr und mit Geschwindigkeitsbegrenzung max. 30 km/h 10 25  
1.4 Werkstraßen mit Be- und Entladezone oder mit starkem Querverkehr und mit Geschwindigkeitsbegrenzung max. 50 km/h 20 25  

2 Parkplätze

2.1 Betriebliche Parkplätze 10 25  

3 Häfen

3.1 Kaianlagen, Kaikante 5 25  
3.2 Verladen von Massengut (Schüttgut, Flüssigkeit) 10 25  
3.3 Lager für Massengut 10 25  
3.4 Verladen von Stückgut 20 25  
3.5 Lager für Stückgut 20 25  
3.6 Container-Umschlagflächen, Stellflächen und Verkehrszonen 20 25  
3.7 Be- und Entladen von Containern 100 25  
3.8 Anlegestellen für Personenverkehr 30 25  
3.9 Anlegestellen für gemischten Verkehr 50 25  
3.10 Docks 50 60  

4 Umschlagflächen, Verladestellen, Lagerflächen

4.1 Lagerflächen Massengut 10 25  
4.2 Umschlagflächen, Verladestellen 30 25  
4.3 Lagerflächen Stückgut 30 25  

5 Gleisanlagen, Bahnbereiche

5.1 Tätigkeiten im Gleisbereich, Rangieren, Verkehrswege in Bahnanlagen bei Eisenbahnen 10 25  
5.2 Gleisbauarbeiten 50 25  
5.3 Bahnüberwege 20 25  
5.4 Laderampen 150 40  
5.5 Umschlagbereiche 30 25  

6 Chemische Großanlagen

6.1 Einfache Arbeiten, Betätigung von Ventilen, Motoren, Brennern 20 25  
6.2 Be- und Entladebereiche 50 60  

7 Kraftwerke

7.1 Verkehrszone Herkömmliche Kraftwerke 10 60  
7.2 Verkehrszone Kernkraftwerke 20 60  
7.3 Schaltanlagen 20 25  

8 Tagebau

8.1 Orientierungsbeleuchtung 3 60  
8.2 Zusatzbeleuchtung im Arbeitsbereich 20 60  

9 Kläranlagen

9.1 Wege 5 25  
9.2 Gebrauch von Werkzeugen, Bedienung handgesteuerter Ventile, In- und Außerbetriebsetzen von Motoren, mechanische Wasseraufbereitungsanlagen, z. B. Rechen 50 20  
9.3 Chemische Wasseraufbereitungsanlagen, Undichtigkeitsprüfungen, allgemeine Wartungsarbeiten, Instrumentenablesung 100 40  
9.4 Reparaturarbeiten an Motoren und elektrischen Einrichtungen 200 60  

10 Tankstellen

10.1 Tankstellen 100 60  

11 Flughäfen

11.1 Vorfeld allgemein 20 25  
11.2 Umschlagsbereiche im Vorfeld 30 25  

 

ASR A3.4: Beleuchtung, Ausgewählte Literaturhinweise:

Ausgewählte Literaturhinweise:

  • BGI 856 Beleuchtung im Büro; Hilfen für die Planung von Beleuchtungsanlagen von Räumen mit Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen, März 2005
  • BGI 7007 Tageslicht am Arbeitsplatz – leistungsfördernd und gesund, Februar 2009

 

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