Prozessorientierte Gefährdungsbeurteilung

Wirkungsvoller Arbeitsschutz basiert auf einer systematischen, managementorientierten Vorgehensweise. Danach werden die Arbeitsschutzprobleme und -aufgaben als Teil eines Gesamtprozesses im Betrieb gesehen. Zielführend ist danach ein kontinuierlicher Prozess des Analysierens, Beurteilens, Umsetzens und Kontrollierens um Verbesserungen einzuleiten (nach dem PDCA-Prinzip – plan-do-check-act). Ausgehend vom Handlungsanlass bestehen diese Prozessschritte aus:

Da der Großteil der Arbeitabläufe und Bauprozesse für Baustellen/Objekte ähnlich sind, ist diese Handlungshilfe so gestaltet, dass alle Fragestellungen, die generell zu klären sind, in den beiden Themenkomplexen - Organisation in Betriebsführung und - Organisation der Baustelle/des Objekts) / zuerst abgehandelt werden sollen. Dieser Teil der Gefährdungskataloge ist für alle Gewerke weitgehend gleich und muss entsprechend nicht für jede Baustelle erneut bearbeitet werden. Die gewerkespezifischen Auswahlmasken können deshalb zusammengefasst und auf das Wesentliche reduziert werden. In den Menüpunkten "Verkehrswege, Arbeitsplätze und Transport - Allgemeine Tätigkeiten - Tätigkeiten mit Gefahrstoffen"finden Sie in Vorschläge zu den in den einzelnen Gewerken typischen Themen. "Ergänzende Tätigkeiten" enthält weitere Einträge mit spezifischen Inhalten und Besonderheiten.

Diesen Strukturvorschlag können Sie durch die Nutzung der Ergänzungen beliebig erweitern.

Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung

Mit der Handlungshilfe lassen sich drei Listen mit Ergebnissen generieren:

Formular GB

Während die Liste „Ergebnis Gefährdungsbeurteilung“ jeden Handlungsschritt dokumentiert, werden die anderen beiden Listen nur aufgrund von Einträgen aktiviert. Wenn nicht bestätigt wird, dass die Maßnahmen umgesetzt sind, wird dieser Punkt ebenfalls in die Liste „Handlungsbedarf nach Gefährdungsbeurteilung“ übernommen.
Wird beim ersten Durchgang der Handlungsanleitung nur über die Frage entschieden wird, ob für dieses Thema eine generelle Regelung erforderlich ist, durch einfaches Anklicken, wird diese Thema in die Liste „Handlungsbedarf nach Gefährdungsbeurteilung“ übernommen. Die derart reduzierte Anzahl relevanter Punkte kann dann sukzessive abgearbeitet werden.

Formular GB

 

CASA-Bauen und Gute-Bauunternehmen.de

Die Organisationsteile dieser Gefährdungsbeurteilung entsprechen wesentlichen Teilen des Qualitätsstandards CASA-bauen. "Organisation des Unternehmens" im Bereich Betriebsführung und "Organisation der Bauprozesse" im Bereich Arbeitsvorbereitung Baustelle). CASA-bauen wurde von der nationalen Initiative neue Qualität des Bauens (INQA-Bauen) im Konsens der wesentlichen Partner der Bauwirtschaft als gemeinsames Praxisinstrument zur Gestaltung einer guten sowie systematischen Arbeitsorganisation entwickelt. Eine Selbstbewertung mit CASA-bauen berechtigt auch zur Aufnahme in der Internet-Plattform "www.gute-bauunternehmen.de", die von INQA-Bauen betrieben wird.