BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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B. Besondere Bestimmungen

§ 21 Verbrauchsanlagen in der Fleischwirtschaft

DA

(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß die Funktionsweise von Brennern nicht durch betriebsbedingte Einwirkungen beeinträchtigt wird. DA

(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Brenner in den Brennkammern so betrieben werden, daß die Brennflammen keine Flächenberührung haben, die eine unvollkommene Verbrennung verursachen können. DA

(3) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Versicherte bei Flämmanlagen nicht in den Arbeitsbereich der Flammen gelangen können. DA

(4) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß bei Heißrauchanlagen im Durchzugbetrieb und direkter Heizung der Kammern keine Rückzündgefahr infolge der brennbaren Bestandteile des Räuchergutes bestehen. DA

(5) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß stillgelegte Verbrauchsanlagen von den Rohrleitungen getrennt werden.


DA zu § 21 :

Verbrauchsanlagen in der Fleischwirtschaft sind z.B. Räucher-, Koch-, Klimaanlagen und kombinierte Anlagen, Flämmanlagen.

Siehe auch "Sicherheitsregeln für Räucheranlagen zur Nahrungsmittelbehandlung" (BGR 138).

Hinsichtlich Abgasführung siehe auch

  • Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen - 1. BImSchV),
  • Vierte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Genehmigungsbedürftige Anlagen 4. BImSchV) sowie
  • das Bauordnungsrecht der Bundesländer.


DA zu § 21 Abs. 1:

Diese Forderung kann z.B. erfüllt werden, durch

  • geeignete Schutzmaßnahmen gegen betriebsbedingte Einwirkungen, z.B. durch eingebrachtes Räuchermaterial, Räuchergut, herabtropfendes Fett oder Kondensat, oder
  • geeignete Anordnung von Brenner und Brenneröffnungen.


DA zu § 21 Abs. 2:

Diese Forderung kann z.B. durch geeignete Brenneränderungen bzw. -einstellungen erfüllt werden.


DA zu § 21 Abs. 3:

Diese Forderung ist z.B. erfüllt, wenn

  • an den Einlauf- und Auslauföffnungen von kontinuierlichen Flämmanlagen Umwehrungen angebracht sind, die den Zutritt erschweren, oder
  • die Regelung der Gaszuführung für die Flämmbrenner so eingerichtet ist, daß nur das Einfahren von an Rohrbahnhaken hängenden Schweinen die Flämmbrenner in Funktion bringen.


DA zu § 21 Abs. 4:

Bei Anordnung der Brenner hinter dem Raucherzeuger oder oberhalb des Glutbettes besteht Rückzündgefahr infolge der brennbaren Bestandteile des Räucherrauches.

Diese Forderung kann z.B. durch primärseitig angeordnete Brenner erfüllt werden.


 

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