BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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§ 9
Arbeitsplätze am, auf und über dem Wasser



(1) Arbeitsplätze auf dem Wasser müssen auf Wasserfahrzeugen, schwimmenden Geräten, schwimmenden Anlagen, Pontons, Flößen oder ähnlichen Schwimmkörpern angelegt werden. Diese müssen für die auszuführenden Arbeiten genügend Freibord, Tragfähigkeit und Stabilität haben und gegen unbeabsichtigtes Abtreiben gesichert sein. Unbesetzte Steuereinrichtungen müssen festgelegt sein.


(2) Besteht bei Arbeiten am, auf und über dem Wasser die Gefahr des Ertrinkens, müssen Rettungsmittel in ausreichender Zahl einsatzbereit zur Verfügung stehen und benutzt werden. DA


(3) Bei Arbeiten nach Absatz 2 müssen den Beschäftigten Rettungswesten zur Verfügung stehen und von den Beschäftigten angelegt werden. DA



DA zu § 9 Abs. 2:


Mit der Gefahr des Ertrinkens ist z. B. zu rechnen, wenn gemäß § 12 Abs. 4 von Einrichtungen oder Maßnahmen zur Sicherung gegen Abstürzen abgesehen wird.


Die Forderung nach Rettungsmitteln ist erfüllt, wenn z. B.

  • Rettungsringe

    und

  • Beiboote nach DIN EN 1914 "Fahrzeuge der Binnenschifffahrt - Arbeits-, Bei- und Rettungsboote"

in ausreichender Anzahl bereitgehalten werden. Die Boote müssen einsatzbereit und bei stark strömenden Gewässern (V > 3 m/s) zusätzlich mit Motorantrieb ausgerüstet sein.



DA zu § 9 Abs. 3:


Diese Forderung ist erfüllt, wenn Rettungswesten z. B. nach DIN EN ISO 12402 - 2 "Persönliche Auftriebsmittel, Teil 2 Rettungswesten, Sicherheitstechnische Anforderungen" oder DIN EN ISO 12402 -3 "Persönliche Auftriebsmittel, Teil 3 Rettungswesten, Stufe 150, Sicherheitstechnische Anforderungen" (vormals DIN EN 399 und DIN EN 396) zur Verfügung stehen.


 

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