BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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VI. Zusätzliche Bestimmungen für Arbeiten in Baugruben und Gräben sowie an und vor Erd- und Felswänden


§ 28
Sicherung gegen Abrutschen von Massen


(1) Bei Arbeiten an und vor Erd- und Felswänden sowie in Baugruben und Gräben sind Erd- und Felswände so abzuböschen oder zu verbauen, dass Beschäftigte nicht durch Abrutschen von Massen gefährdet werden können. Dabei sind alle Einflüsse zu berücksichtigen, die die Standsicherheit des Bodens beeinträchtigen können. DA


(2) Werden zur Sicherung von Erd- und Felswänden Grabenverbaugeräte verwendet, müssen diese für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet sein und bestimmungsgemäß eingesetzt werden. DA


(3) Erd- und Felswände dürfen nicht unterhöhlt werden.


(4) Überhänge sind unverzüglich zu beseitigen.


(5) Bei Aushubarbeiten freigelegte Findlinge, Bauwerksreste und dergl., die
abstürzen oder abrutschen können, sind unverzüglich zu beseitigen.



DA zu § 28 Abs. 1:


Diese Forderung ist erfüllt, wenn

  • Erd- oder Felswände nach DIN 4124 "Baugruben und Gräben; Böschungen, Arbeitsraumbreiten, Verbau" abgeböscht oder verbaut werden

    oder

  • beim Wildbach- oder Lawinenverbau im Einzelfall die Bestimmungen der Sicherheitsregeln "Wasserbau und wasserwirtschaftliche Arbeiten" (GUV 11.7) eingehalten werden.

Mit Gefährdungen ist z. B. bei folgenden Arbeiten zu rechnen:

  • Aushub,

  • Abböschen,

  • Ein-, Um- und Ausbauen des Verbaues,

  • Arbeiten an oder vor Erd- und Felswänden.

Einflüsse, die die Standsicherheit des Bodens beeinträchtigen können, sind in DIN 4124 aufgeführt.


DA zu § 28 Abs. 2:


Diese Forderung ist erfüllt, wenn Grabenverbaugeräte Kapitel 5 der DIN 4124 "Baugruben und Gräben - Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten" entsprechen und die besonderen Betriebsanleitungen eingehalten werden.


 

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