BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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2 Anwendungsbereich

Gefährdungen von Personen durch den Verkehr von Straßen- und Schienenfahrzeugen können in Unternehmen vorkommen, in denen z.B. folgende Tätigkeiten ausgeführt werden:

  • Arbeiten außerhalb von Absperrungen oder neben dem Verkehrsbereich, zu diesen Arbeiten gehören u.a.
    • Abfallsammlung
    • Straßenreinigung
    • Vermessungsarbeiten
    • Grün- und Gehölzpflege
    • Winterdienst
    • Sicherung von Baustellen
    • Instandhaltung von abwassertechnischen Anlagen
    • Brückeninstandsetzungsarbeiten,
  • Arbeiten in Gleisanlagen von Schienenbahnen, z.B. Errichtung, Instandhaltung und Änderung von Bahn- und anderen Anlagen,
  • Tätigkeiten bei der Durchführung des Bahnbetriebes, z.B. Eisenbahnen, Straßenbahnen und Untergrundbahnen,
  • Instandsetzungs-, Abschlepp- und Bergungsarbeiten an Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen im Gefahrbereich des fließenden Verkehrs,
  • Instandsetzungsarbeiten an Fahrzeugen auf Werksgelände im Gefahrbereich des fließenden Verkehrs,
  • Arbeiten in Containerterminals im Bereich des Verkehrs von Fahrzeugen, Flurförderzeugen und Hebezeugen,
  • Hafenarbeiten, z.B. auf Schiffen und im Bereich von Packhallen,
  • Tätigkeiten in ausgewiesenen Bereichen des Flughafens,
  • Einweisen von Fahrzeugen.

 

Gefahr des unbeabsichtigten Hineingeratens in den fließenden Verkehr

Abbildung 1: Gefahr des unbeabsichtigten Hineingeratens in den fließenden Verkehr

Die Informationen werden auch für Arbeiten empfohlen, bei denen ein unbeabsichtigtes Hineingeraten in den Gefahrbereich des fließenden Verkehrs bzw. in den Gleisbereich oder innerbetrieblichen Werksverkehr nicht ausgeschlossen werden kann.

In dieser Information wird spezielle Warnkleidung, die z.B. im Bereich von Behörden und Organisationen mit Sicherungs- bzw. Rettungsaufgaben Anwendung findet, nicht behandelt. Hierzu gehören insbesondere Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst. Informationen hierzu finden sich beispielsweise in der Regel "Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung im Rettungsdienst" (GUV-R 2106) und in der Information "Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung auf der Basis einer Gefährdungsbeurteilung für Einsätze bei deutschen Feuerwehren" (GUV-I 8675).

 

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