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DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Titel

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DGUV Information 211-041

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

Titelbild

April 2016

Herausgeber:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Vorwort

Vorwort

Eine Auswahl der in den Normen zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung enthaltenen Sicherheitszeichen wurde in die aktuelle Arbeitsstättenregel „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ (ASR A1.3; Ausgabe: Februar 2013 GMBl 2013, S. 334) aufgenommen. Neben den in der ASR A1.3 aufgeführten Sicherheitszeichen enthalten Normen jedoch noch weitere Zeichen, die in Arbeitsstätten verwendet werden können. Daher lohnt ein Blick in die Normen, wenn die ASR A1.3 kein geeignetes Zeichen für einen speziellen Anwendungsfall enthält.

Bei Anwendung der in der aktuellen ASR A1.3 aufgeführten Zeichen gilt die Vermutungswirkung, dass damit die in der Arbeitsstättenverordnung enthaltenen Anforderungen an die Sicherheitskennzeichnung erfüllt sind.

Die in bestehenden Arbeitsstätten vorhandenen Zeichen weichen jedoch aufgrund der vorgenommenen graphischen Veränderungen vieler der in der ASR A1.3 abgebildeten Zeichen ab. Somit stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die in bestehenden Arbeitsstätten angebrachten Zeichen ausgetauscht werden müssen. Dazu wird im Vorwort der Bekanntmachung der ASR A1.3 Folgendes ausgeführt:

„Wendet der Arbeitgeber die geänderten Sicherheitszeichen beim Betreiben von bestehenden Arbeitsstätten nicht an, so hat er mit der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, ob die in der Arbeitsstätte verwendeten Sicherheitszeichen nach ASR A1.3 (Ausgabe 2007, GMBl 2007, S. 674) weiterhin angewendet werden können.“

Daraus ergibt sich, dass ein Austausch der Zeichen in bestehenden Arbeitsstätten nicht erforderlich ist, wenn mit der Anwendung der alten Zeichen mindestens die gleiche Sicherheit und der gleiche Gesundheitsschutz gewährleistet werden wie bei Anwendung der neuen Zeichen. Dies gilt auch für die ausdrücklich im Vorwort zur ASR A1.3 aufgeführten Zeichen F001, F002, F003, F004, F005, F006, E009 und W029, die graphisch erheblich verändert wurden.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob in einer Arbeitsstätte alte und neue Zeichen gleichzeitig verwendet werden können. Als Entscheidungshilfe werden folgende Hinweise gegeben:

  • In Neubauten bzw. bei wesentlichen Änderungen einer Arbeitsstätte sollen nur die neuen Zeichen verwendet werden.
  • In Neubauten auf einem bestehenden Betriebsgelände sollen die neuen Zeichen auch dann verwendet werden, wenn im übrigen Betriebsgelände die alten Sicherheitszeichen beibehalten werden können.
  • Muss in einem Objekt ein bestehendes Zeichen ersetzt werden, so kann hierfür das entsprechende alte oder neue Zeichen verwendet werden. Fällt die Wahl auf Letzteres, so müssen in diesem Objekt alle alten Zeichen mit dieser Sicherheitsaussage gegen das jeweils neue Zeichen ausgetauscht werden.
  • Wird ein bestehendes Brandschutzzeichen durch ein neues Brandschutzzeichen ersetzt, so sind aufgrund des zusätzlichen Erkennungsmerkmals (Flamme) alle vorhandenen Brandschutzzeichen durch neue Zeichen zu ersetzen.
  • In den Flucht- und Rettungsplänen sind die tatsächlich im Objekt angebrachten Zeichen abzubilden.

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung , Inhalt
  Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Zweck der DGUV Information „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“
2 Einleitung
3 Gestaltungsgrundsätze von Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen
4 Betrieblicher Einsatz der Sicherheitskennzeichnung
5 Beispiele für Sicherheitskennzeichnungen
Anhang 1 Sicherheitszeichen – Verbotszeichen
Anhang 2 Sicherheitszeichen – Warnzeichen
Anhang 3 Sicherheitszeichen – Gebotszeichen
Anhang 4 Sicherheitszeichen – Rettungszeichen
Anhang 5 Sicherheitszeichen – Brandschutzzeichen
Anhang 6 Sicherheitszeichen – Handzeichen
Anhang 7 „Hinweise“ zur Auswahl und zum Einsatz von Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, 1 Zweck der DGUV Information „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“

1 Zweck der DGUV Information „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“

Die DGUV Information „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ informiert in erster Linie über

  • die Sicherheitsaussagen von Sicherheitszeichen sowie die zugehörigen Erläuterungen,
  • den wirksamen betrieblichen Einsatz von Sicherheitszeichen und
  • die Gestaltungsgrundsätze von Sicherheitszeichen.

Sie enthält darüber hinaus Beispiele zum betrieblichen Einsatz von Sicherheitszeichen.

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, 2 Einleitung

2 Einleitung

Mit der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) Anhang 1.3 wird die Richtlinie 92/58/EWG über Mindestvorschriften für die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz über einen gleitenden Verweis für den Geltungsbereich der ArbStättV in nationales Recht umgesetzt. Die in der ArbStättV enthaltenen Festlegungen zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung werden in der ASR A1.3 konkretisiert.

Normative Grundlagen enthalten:

DIN EN ISO 7010 Grafische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen – Registrierte Sicherheitszeichen
DIN 4844-2 Sicherheitskennzeichnung
Teil 2: Darstellung von Sicherheitszeichen
DIN ISO 3864-1 Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen
Teil 1: Gestaltungsgrundlagen für Sicherheitszeichen und Sicherheitsmarkierungen (ISO 3864-1:2011)
DIN ISO 3864-3 Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen
Teil 3: Gestaltungsgrundlagen für grafische Symbole zur Anwendung in Sicherheitszeichen (ISO 3864-3:2012)
DIN 4844-1 Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen
Teil 1: Gestaltungsgrundsätze für Sicherheitszeichen zur Anwendung in Arbeitsstätten und öffentlichen Bereichen
DIN ISO 2360-1 Sicherheitskennzeichnung – Flucht- und Rettungspläne
(ISO 2360-1:2009)
DIN 33404-3 Gefahrensignale – Akustische Gefahrensignale – Teil 3: Einheitliches Notfallsignal

Zusätzliche Informationen für die Anwendung der Sicherheitskennzeichnung enthält auch der Fachbericht DIN SPEC 4844-4:2014-04 „Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen – Teil 4: Leitfaden zur Anwendung von Sicherheitskennzeichnung“.

Grundsätzlich ist eine Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung erforderlich, wenn Risiken oder Gefahren trotz

  • Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken oder Gefahren,
  • des Einsatzes technischer Schutzeinrichtungen oder
  • organisatorischer Maßnahmen

bestehen bleiben. Die Entscheidung darüber, ob eine Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung erforderlich ist, kann daher nur auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung getroffen werden. Ist eine Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung erforderlich, muss sie den gesetzlichen Grundlagen entsprechend realisiert werden.

Unter Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung wird verstanden:

  • Sicherheitszeichen
    (Verbots-, Warn-, Gebots-, Rettungs- und Brandschutzzeichen)
  • Zusatzzeichen
    (Ergänzung zu den Sicherheitszeichen, z. B. in Form eines Kurztextes)
  • Kombinationszeichen
    (aus Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen auf einem Träger)
  • Kennzeichnung von Hindernissen und GefahrsteIlen
    (gelb-schwarze und rot-weiße Streifen)
  • Leuchtzeichen
    (z. B. hinterleuchtete Sicherheitszeichen oder Rundumleuchten)
  • langnachleuchtende Zeichen
    (Zeichen, die aufgrund ihrer Materialeigenschaften nach Ausfall der Allgemeinbeleuchtung eine bestimmte Zeit nachleuchten)
  • Schallzeichen
    (akustische Signale wie z. B. Hupen, Sirenen oder Klingeln mit fest zugeordneter Sicherheitsaussage)
  • Sprechzeichen (verbale Kommunikation)
    (Verständigung mit festgelegten Worten, z. B. Stopp, Auf, Ab, …
  • Handzeichen
    (Bewegung und Stellung von Armen und Händen mit fest zugeordneten Sicherheitsaussagen, wie Halt, langsam …)

Sicherheitszeichen ermöglichen durch die Kombination von Form, Farbe und graphischem Symbol eine bestimmte und für jedes Sicherheitszeichen eindeutig festgelegte Sicherheitsaussage. Für diese Sicherheitsaussagen dürfen nur die zugeordneten Sicherheitszeichen verwendet werden. Sicherheitszeichen müssen den festgelegten Gestaltungsgrundsätzen entsprechen.

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, 3 Gestaltungsgrundsätze von Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen

3 Gestaltungsgrundsätze von Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen

Sicherheitszeichen sind bestimmt durch ihre geometrische Form, die Sicherheitsfarbe und das graphische Symbol. Die Systematik der Sicherheitszeichen ist dabei so aufgebaut, dass den Kombinationen von geometrischer Form und Sicherheitsfarbe bestimmte Zeichenarten (z. B. Verbot oder Warnung) zugeordnet sind.
Diese sind:

Zeichenart geometrische Form Sicherheitsfarbe
Verbotszeichen rund rot
Warnzeichen dreieckig gelb
Rettungszeichen quadratisch grün
Brandschutzzeichen quadratisch rot
Gebotszeichen rund blau

Dabei sind die Farbbereiche wie folgt definiert:

Sicherheitsfarbe Bezeichnung nach DIN 5381 Bezeichnung nach RAL 840-HR (seidenmatt), RAL 841-GL (glänzend) (bisher RAL-F 14)
Rot Kennfarbe DIN 5381 – Rot RAL 3001 Signalrot
Gelb Kennfarbe DIN 5381 – Gelb RAL 1003 Signalgelb
Grün Kennfarbe DIN 5381 – Grün RAL 6032 Signalgrün
Blau Kennfarbe DIN 5381 – Blau RAL 5005 Signalblau
Weiß Kennfarbe DIN 5381 – Weiß RAL 9003 Signalweiß
Schwarz Kennfarbe DIN 5381 – Schwarz RAL 9004 Signalschwarz

Auch in betrieblichen Dokumenten wie beispielsweise Betriebsanweisungen sind Sicherheitszeichen in den vorgeschriebenen Farben zu verwenden.

Beispiele für die Zuordnung von Farbe und Form unterschiedlicher Sicherheitszeichen zeigt die folgende Tabelle:

Kreis

Die Sicherheitsaussage eines Sicherheitszeichens kann durch ein Zusatzzeichen konkretisiert werden. Zusatzzeichen sind rechteckige, mit einem Symbol oder/und Text versehene Zeichen. Sie können weiß oder in der Farbe des Sicherheitszeichens sein. Sie können auf einem eigenen Träger unterhalb oder neben dem Sicherheitszeichen oder zusammen mit dem Sicherheitszeichen auf einem gemeinsamen Träger (Kombinationszeichen) angebracht werden.

Die entsprechend der gesetzlichen Grundlagen und Normen zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung gestalteten Sicherheitszeichen dürfen nur für Hinweise im Zusammenhang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz und nicht zu anderen Zwecken, wie z. B. dem Schutz von technischen Bauteilen oder maschinellen Einrichtungen, verwendet werden.

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, 4 Betrieblicher Einsatz der Sicherheitskennzeichnung

4 Betrieblicher Einsatz der Sicherheitskennzeichnung

Sicherheitszeichen müssen zur Kennzeichnung am Arbeitsplatz eingesetzt werden, wenn es um ständige Verbote, Warnungen, Gebote und sonstige sicherheitsrelevante Hinweise geht. Sicherheitskennzeichnung soll in Arbeitsstätten aber nur dann zur Anwendung kommen, wenn Gefährdungen von Personen nicht durch technische oder andere organisatorische Maßnahmen vermieden oder ausreichend begrenzt werden können. Sie darf somit kein Ersatz für andere, effektive Arbeitsschutzmaßnahmen sein. So sind z. B. Gefahrstellen vorrangig zu vermeiden, denn die Warnung vor einer Gefahrstelle kann kein wirksamer Ersatz für eine technisch mögliche Beseitigung der Gefahrstelle sein.

4.1 Auswahl

Die Auswahl der Sicherheitskennzeichnung muss entsprechend den betrieblich vorhandenen Gefahrenlagen und Hinweiserfordernissen getroffen werden.

Hierbei gilt:

  • Für Hinweise auf zeitlich begrenzte Risiken oder Gefahren sowie Notrufe sind Leucht-, Schall- oder Sprechzeichen zu verwenden.
  • Für ständige Verbote, Warnungen, Gebote und sonstige sicherheitsrelevante Hinweise sind Sicherheitszeichen zu verwenden.
  • Stellen, an denen die Gefahr des Anstoßens, Quetschens, Stürzens, Ab- oder Ausrutschens, Abstürzens, Stolperns oder des Herabfallens von Lasten besteht, sind ebenfalls durch Sicherheitszeichen zu kennzeichnen.
  • Rettungs- und Brandschutzzeichen im Verlauf von Rettungswegen sind lang nachleuchtend auszuführen, wenn keine Sicherheitsbeleuchtung vorhanden ist.

Bei gleicher Wirkung kann zwischen verschiedenen Sicherheitskennzeichnungen gewählt werden.

Es ist zu berücksichtigen, dass eine Sicherheitskennzeichnung immer nur eine Sicherheitsaussage hat. So kann etwa mit einem Warnzeichen nicht gleichzeitig eine bestimmte Handlung oder ihr Unterlassen vorgeschrieben werden. Hierzu müsste das entsprechende Verbots- oder Gebotszeichen zusätzlich angebracht werden.

Für die folgenden Fälle sind ausschließlich Leucht- oder Schallzeichen bzw. verbale Kommunikation als Sicherheitskennzeichnung zu verwenden:

  • zeitlich begrenzte Risiken oder Gefahren (z. B. Sprengarbeiten), den Alarmfall (z. B. Brandalarm) und
  • zeitlich begrenzte risikoreiche Tätigkeiten (z. B. Arbeiten im Bereich von Gleisen, Anschlagen von Lasten im Kranbetrieb, Rückwärtsfahren von Fahrzeugen mit Personengefährdung)

Schallzeichen und verbale Kommunikation müssen auch bei Umgebungslärm gut hörbar und Leuchtzeichen bei der am Anbringungsort bestehenden Beleuchtungssituation gut erkennbar sein.

Bei der Auswahl der Sicherheitskennzeichnung ist darauf zu achten, dass deren Wirkung nicht durch andere Kennzeichnungen oder die Umgebungsbedingungen beeinflusst wird.

In Betrieben ohne Sicherheitsbeleuchtung muss auf Fluchtwegen die Erkennbarkeit der dort notwendigen Rettungs- und Brandschutzzeichen durch Verwendung langnachleuchtender Materialien auch bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung für den Zeitraum der Flucht in einen gesicherten Bereich gewährleistet sein (siehe auch ASR A3.4/3 „Sicherheitsbeleuchtung, optische Sicherheitsleitsysteme“).

Bei langnachleuchtenden Sicherheitszeichen sind die Sicherheitsfarben Rot und Grün bei Dunkelheit nicht erkennbar. Da aber die graphischen Symbole und die geometrische Form der Zeichen erkennbar bleiben, ergibt sich aus der nachleuchtenden Ausführung dieser Sicherheitszeichen beim Ausfall der Allgemeinbeleuchtung ein Sicherheitsgewinn. Voraussetzung hierfür ist, dass diese Sicherheitszeichen mit einer Lichtkante versehen sind, damit die geometrische Form erkennbar ist.

Das Flammensymbol der neuen Brandschutzzeichen trägt im langnachleuchtenden Zustand dazu bei, dass Brandschutzzeichen besser von Rettungszeichen zu unterscheiden sind.

4.2 Unterweisung

Die Beschäftigten sind vor Aufnahme der Tätigkeit über die Sicherheitskennzeichnung zu unterweisen. Sofern sich aufgrund der Gefährdungsbeurteilung keine kürzeren oder längeren Unterweisungsintervalle ergeben, sollten die Beschäftigten nach der Erstunterweisung mindestens einmal jährlich über die Bedeutung der eingesetzten Sicherheitskennzeichnung sowie über die Verpflichtung zu deren Beachtung unterwiesen werden. Über die festgelegten Unterweisungsintervalle hinaus muss auch bei Änderungen der eingesetzten Sicherheitskennzeichnung eine Unterweisung erfolgen. In den Unterweisungen ist insbesondere auf die Bedeutung selten eingesetzter Sicherheitskennzeichnungen einzugehen. Einweisende, die Handzeichen anwenden, sind spezifisch zu unterweisen.

Halten sich „Betriebsfremde“ (z. B. Personen von Fremdfirmen, Speditionen, Besucherinnen und Besucher, ...) auf dem Betriebsgelände auf, so sollen auch diese, soweit erforderlich, zu der im Betrieb verwendeten Sicherheitskennzeichnung eingewiesen bzw. unterwiesen werden. Insbesondere bei einer Zusammenarbeit von Betriebsangehörigen (z. B. Einweisende) mit Betriebsfremden (z. B. Lieferanten im Lagerbereich oder Einsatz von Mietkränen mit betriebsfremdem Kranfahrer) ist sicherzustellen, dass die von der einweisenden Person verwendeten Handzeichen den Betriebsfremden bekannt sind und von diesen in der gleichen Bedeutung verstanden werden. So kann z. B. bei LKW-Fahrern ausländischer Firmen nicht davon ausgegangen werden, dass die in Deutschland verwendeten Handzeichen in deren Herkunftsländern bedeutungsgleich verwendet werden.

4.3 Erkennbarkeit

Die Erkennbarkeit von Sicherheitszeichen hängt u. a. von der Größe der Zeichen ab. Welche Größe benötigt wird, hängt von der Weite ab, aus der das Sicherheitszeichen noch erkennbar sein muss (Erkennungsweite). In der folgenden Tabelle sind handelsübliche Schildergrößen und Schrifthöhen in Abhängigkeit von der Erkennungsweite angegeben.

Erkennungsweite Schriftzeichen (Ziffern und Buchstaben) Schriftgröße (h) Verbots- und Gebotszeichen Durchmesser (d) Warnzeichen Basis (b) Rettungs-, Brandschutz- und Zusatzzeichen Höhe (a)
[m] [mm] [mm] [mm] [mm]
0,5 2 12,5 25 12,5
1 4 25 50 25
2 8 50 100
3 10 100 50
4 14 200
5 17 200
6 20 100
7 23 300
8 27
9 30 300
10 34 400
11 37 150
12 40
13 44 400 600
14 47
15 50
16 54 200
17 57 600
18 60
19 64
20 67 900
21 70 300
22 74
23 77
24 80
25 84 900
26 87
27 90
28 94
29 97
30 100

Zudem sollten Sicherheitszeichen so angebracht werden, dass sie deutlich erkennbar sind. Das ist gegeben, wenn

  • die Sicht auf die Sicherheitszeichen nicht eingeschränkt ist (geeignete Höhe, keine Sichtbehinderung durch z. B. größere Maschinen oder ein- bzw. zwischengelagertes Material, ...).
  • Sicherheitszeichen ausreichend beleuchtet sind (künstliche bzw. natürliche Beleuchtung oder hinterleuchtete Sicherheitszeichen, ausreichende Anregung langnachleuchtender Produkte – siehe ASR A3.4/3 „Sicherheitsbeleuchtung, optische Sicherheitsleitsysteme“ ).
  • der Leuchtdichtekontrast zwischen Sicherheitszeichen sowie Zusatzzeichen und dem jeweiligen Hintergrund groß genug ist (Alternativ: Verwendung von Sicherheitszeichen mit Lichtkante).
  • Rettungs- bzw. Brandschutzzeichen in Laufrichtung jederzeit erkennbar sind (z. B. Verwendung von Winkelschildern in langgestreckten Fluren oder in guter Sichthöhe von der Decke herabhängende Sicherheitszeichen).
  • Bei der Beurteilung der Erkennbarkeit der Sicherheitskennzeichnung ist auch zu berücksichtigen, ob das Hör- oder Sehvermögen von Beschäftigten z. B. beim Tragen von persönlicher Schutzausrüstung eingeschränkt ist. Dann kann es erforderlich sein, ergänzende oder alternativ verwendbare Sicherheitskennzeichnung einzusetzen.

4.4 Barrierefreiheit

Mit Blick auf die Belange des Arbeitsschutzes ergibt sich die Notwendigkeit einer barrierefreien Gestaltung von Arbeitsstätten insbesondere dann, wenn Menschen mit Behinderungen beschäftigt werden. Die Auswirkung der Behinderung und die daraus resultierenden individuellen Erfordernisse sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung für die barrierefreie Gestaltung der Arbeitsstätte zu berücksichtigen. Es sind auf jeden Fall die Bereiche der Arbeitsstätte barrierefrei zu gestalten, zu denen die Beschäftigten mit Behinderungen Zugang haben müssen.

Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten enthält die ASR V3a.2 „Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten“ . Damit Sicherheitskennzeichnung barrierefrei ist, muss sie für Beschäftigte mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise ohne besondere Erschwernisse und grundsätzlich ohne fremde Hilfe erkennbar sein. Erreicht werden kann dies durch Anwendung des Zwei-Sinne-Prinzips, indem Sicherheitskennzeichnung mindestens über zwei der drei Sinne „Hören, Sehen, Tasten“ (z. B. gleichzeitige optische und akustische Alarmierung) erkennbar sein müssen. Als Ergänzung zu visuellen Zeichen (z. B. Bilder, Symbole, Handzeichen oder Leuchtzeichen) können taktile (fühl- oder tastbare) bzw. akustische Zeichen (z. B. Sirene) verwendet werden. Entsprechend können Alarmierung) erkennbar sein müssen. Als Ergänzung zu visuellen Zeichen (z. B. Bilder, Symbole, Handzeichen oder Leuchtzeichen) können taktile (fühl- oder tastbare) bzw. akustische Zeichen (z. B. Sirene) verwendet werden. Entsprechend können akustische Zeichen durch taktile oder visuelle Zeichen ergänzt werden.

Detaillierte Anforderungen an barrierefreie Sicherheitskennzeichnung sind dem Anhang A1.3 der ASR V3a.2 zu entnehmen.

4.5 Kontrolle der Wirksamkeit

Damit die Wirksamkeit der Sicherheitskennzeichnung gegeben ist, muss die Kennzeichnung in regelmäßigen Abständen kontrolliert und erforderlichenfalls instand gesetzt werden. Die Kontrollintervalle sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen.

Wie bereits bei der ursprünglichen Auswahl der Sicherheitskennzeichnung ist auch bei den Kontrollen festzustellen bzw. zu bewerten, ob die Sicherheitskennzeichnung bei den aktuellen Betriebs-/Umgebungsbedingungen noch erforderlich und wirksam ist. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, ob sich die Betriebs-/Umgebungsbedingungen im Lauf der Zeit verändert haben oder der ursprüngliche Anbringungsort der Sicherheitskennzeichnung möglicherweise nicht mehr geeignet ist. So kann z. B. nach Baumaßnahmen der freie Blick auf die Fluchtwegkennzeichnung eingeschränkt sein. Zudem ist darauf zu achten, dass entfernte Sicherheitszeichen (z. B. infolge von Renovierungsarbeiten) sowie schlecht erkennbare Sicherheitszeichen (z. B. ausgebleichte Sicherheitszeichen im Freien) ersetzt werden. Grundlage für die Kontrolle der Sicherheitskennzeichnung, z. B. hinsichtlich des Vorhandenseins der erforderlichen Sicherheitskennzeichnung, kann die Gefährdungsbeurteilung oder speziell erstellte Kennzeichnungspläne sein.

Ein besonderer Kontrollbedarf besteht bei

  • Leucht- und Schallzeichen (z. B. Energieversorgung, Erkennbarkeit der Leucht- oder Schallwirkung, …)
  • langnachleuchtenden Materialien (z. B. grundsätzliche Funktionsfähigkeit, erforderliche Anregung des langnachleuchtenden Materials)
  • technischen Einrichtungen zur verbalen Kommunikation (z. B. Funktionsfähigkeit von Lautsprechern oder Telefonen)
  • beleuchteten oder hinterleuchteten Zeichen (z. B. Funktionsfähigkeit der Be- bzw. Hinterleuchtung)
  • Flucht- und Rettungsplänen (hinsichtlich deren Aktualität).

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, 5 Beispiele für Sicherheitskennzeichnungen

5 Beispiele für Sicherheitskennzeichnungen

5.1 Sicherheitsmarkierungen für Hindernisse und Gefahrstellen

Die Kennzeichnung von Hindernissen und Gefahrstellen ist durch gelb-schwarze oder rot-weiße Streifen (Sicherheitsmarkierungen) deutlich erkennbar und dauerhaft auszuführen. Gelb-schwarze Streifen sind vorzugsweise für ständige Hindernisse und Gefahrstellen zu verwenden (z. B. Stellen, an denen besondere Gefahren des Anstoßens, Quetschens, Stürzens bestehen). Rot-weiße Streifen sind vorzugsweise für zeitlich begrenzte Hindernisse und Gefahrstellen zu verwenden.

Bei der Ausführung der Kennzeichnung an Arbeitsplätzen im Freien (z. B. Baugruben) muss diese ausreichend witterungsbeständig sein.

5.2 Leuchtzeichen

Leuchtzeichen sind z. B. Rundumkennleuchten/Warnleuchten, deren Helligkeit so gewählt werden muss, dass sie unter den Beleuchtungsbedingungen am Anbringungsort gut erkennbar sind. Allerdings muss eine Blendwirkung durch die Leuchtzeichen vermieden werden. Leuchtzeichen dürfen nur bei Vorliegen von zu kennzeichnenden Gefahren oder Hinweiserfordernissen in Betrieb sein. Die Sicherheitsaussage von Leuchtzeichen darf nach Wegfall der zu kennzeichnenden Gefahr nicht mehr erkennbar sein. Dies kann z. B. durch Abschalten der Leuchte oder Verdecken der abstrahlenden Fläche erreicht werden.

Leuchtzeichen für eine Warnung dürfen intermittierend (z. B. blinkend) nur dann betrieben werden, wenn eine unmittelbare Gefahr droht. Diese Forderung bedeutet, dass warnende Leuchtzeichen kontinuierlich oder intermittierend, hinweisende Leuchtzeichen ausschließlich kontinuierlich betrieben werden dürfen. Wird ein intermittierend betriebenes Warnzeichen anstelle eines Schallzeichens oder zusätzlich eingesetzt, müssen die Sicherheitsaussagen identisch sein.

5.3 Schallzeichen

Schallzeichen müssen deutlich wahrnehmbar sein und so lange eingesetzt werden, wie es für die jeweilige Sicherheitsaussage erforderlich ist. Sie müssen sich von den für öffentlichen Alarm verwendeten Signalen und anderen betrieblichen Schallsignalen unverwechselbar unterscheiden und ihre Bedeutung muss betrieblich festgelegt und eindeutig sein. Der Ton des betrieblich festgelegten Notsignals soll kontinuierlich sein. Anforderungen an Schallzeichen sind in der DIN 33404-3 „Gefahrensignale – Akustische Gefahrensignale – Teil 3: Einheitliches Notfallsignal“ enthalten.

5.4 Handzeichen

Handzeichen müssen eindeutig eingesetzt werden. Handzeichen, die mit beiden Armen gleichzeitig ausgeführt werden, müssen symmetrisch gegeben werden.

Für die in Anhang 6 aufgeführten Bedeutungen von Handzeichen dürfen nur die dort zugeordneten Handzeichen verwendet werden.

Werden Handzeichen verwendet, deren Sicherheitsaussage nicht im Anhang 6 festgelegt ist, so müssen diese leicht durchführbar und erkennbar sein. Des Weiteren müssen sie sich deutlich von anderen Handzeichen unterscheiden und nur eine Aussage darstellen.

Einweisende sollen von den übrigen Beschäftigten gut unterschieden werden können. Dies kann durch geeignete Erkennungszeichen, z. B. Westen, Kellen, Manschetten, Armbinden, Schutzhelmen in auffälliger Farbe, erreicht werden.

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Anhang 1 Sicherheitszeichen — Verbotszeichen

Anhang 1
Sicherheitszeichen — Verbotszeichen

Verbotszeichen
D-P006 Zutritt für Unbefugte verboten
Zutritt für Unbefugte verboten Bedeutung Unbefugte Personen dürfen so gekennzeichnete Bereiche nicht betreten.
Gefahr Das Zeichen gibt keinen Hinweis auf die Art der bestehenden Gefahr. Es sagt lediglich aus, dass in so gekennzeichneten Bereichen nicht näher definierte Gefahren für Unbefugte bestehen.
Erwünschtes Verhalten Beschäftigte sollen so gekennzeichnete Bereiche nur betreten, wenn sie hierzu befugt sind, weil
  • sie sich aufgrund ihrer Sachkenntnisse sicher in diesen Bereichen aufhalten können,
  • sie hinsichtlich des sicherheitsgerechten Verhaltens in diesen Bereichen unterwiesen wurden
und ihnen das Betreten dieser Bereiche vom Unternehmer ausdrücklich gestattet wurde.
Hinweis(e)
Da das Zeichen selbst keine Aussage darüber enthält welche Gefahren in den so gekennzeichneten Betriebsbereichen bestehen, muss in der Kennzeichnung und/oder den Unterweisungen berücksichtigt werden, ob es im Betrieb so gekennzeichnete Bereiche gibt, in denen unterschiedliche Gefahren vorliegen. Über das generelle Zutrittsverbot für alle Unbefugten hinaus, muss die Unternehmerin/der Unternehmer in solchen Fällen sicherstellen, dass die befugten Personen wissen/erkennen können, welche der so gekennzeichneten Betriebsbereiche sie betreten dürfen. Eine Möglichkeit hierzu ist die Kombination mit Warnzeichen, die eine Aussage über konkrete Gefährdungen enthalten oder eine Kombination mit einem Zusatzzeichen(Text).
Beispiele für mögliche Kombinationen
  Asbest

 

ISO 7010-P001 Allgemeines Verbotszeichen
ISO 7010-P001 Allgemeines Verbotszeichen
ISO 7010-P007 Kein Zutritt für Personen mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren
ISO 7010-P007 Kein Zutritt für Personen mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren
ISO 7010-P002 Rauchen verboten
ISO 7010-P002 Rauchen verboten
ISO 7010-P008 Mitführen von Metallteilen oder Uhren verboten
ISO 7010-P008 Mitführen von Metallteilen oder Uhren verboten
ISO 7010-P003 Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten
ISO 7010-P003 Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten
ISO 7010-P010 Berühren verboten
ISO 7010-P010 Berühren verboten
ISO 7010-P004 Für Fußgänger verboten
ISO 7010-P004 Für Fußgänger verboten
ISO 7010-P011 Mit Wasser löschen verboten
ISO 7010-P011 Mit Wasser löschen verboten
ISO 7010-P005 Kein Trinkwasser
ISO 7010-P005 Kein Trinkwasser
ISO 7010-P012 Keine schwere Last
ISO 7010-P012 Keine schwere Last
ISO 7010-P006 Für Flurförderzeuge verboten
ISO 7010-P006 Für Flurförderzeuge verboten
ISO 7010-P013 Eingeschaltete Mobiltelefone verboten
ISO 7010-P013 Eingeschaltete Mobiltelefone verboten
ISO 7010-P014 Kein Zutritt für Personen mit Implantanten aus Metall
ISO 7010-P014 Kein Zutritt für Personen mit Implantanten aus Metall
ISO 7010-P020 Aufzug im Brandfall nicht benutzen
ISO 7010-P020 Aufzug im Brandfall nicht benutzen
ISO 7010-P015 Hineinfassen verboten
ISO 7010-P015 Hineinfassen verboten
ISO 7010-P022 Essen und Trinken verboten
ISO 7010-P022 Essen und Trinken verboten
ISO 7010-P016 Mit Wasser spritzen verboten
ISO 7010-P016 Mit Wasser spritzen verboten
ISO 7010-P023 Abstellen oder Lagern verboten
ISO 7010-P023 Abstellen oder Lagern verboten
ISO 7010-P017 Schieben verboten
ISO 7010-P017 Schieben verboten
ISO 7010-P024 Betreten der Fläche verboten
ISO 7010-P024 Betreten der Fläche verboten
ISO 7010-P018 Sitzen verboten
ISO 7010-P018 Sitzen verboten
ISO 7010-P025 Benutzen des unvollständigen Gerüsts verboten
ISO 7010-P025 Benutzen des unvollständigen Gerüsts verboten
ISO 7010-P019 Aufsteigen verboten
ISO 7010-P019 Aufsteigen verboten
ISO 7010-P026 Verbot, dieses Gerät in der Badewanne, Dusche oder über mit Wasser gefülltem Becken zu benutzen
ISO 7010-P026 Verbot, dieses Gerät in der Badewanne, Dusche oder über mit Wasser gefülltem Becken zu benutzen
ISO 7010-P027 Personenbeförderung verboten
ISO 7010-P027 Personenbeförderung verboten
ISO 7010-P033 Nicht zulässig für Nassschleifen
ISO 7010-P033 Nicht zulässig für Nassschleifen
ISO 7010-P028 Benutzen von Handschuhen verboten
ISO 7010-P028 Benutzen von Handschuhen verboten
ISO 7010-P034 Nicht zulässig für Freihand- und handgeführtes Schleifen
ISO 7010-P034 Nicht zulässig für Freihand- und handgeführtes Schleifen
ISO 7010-P029 Fotografieren verboten
ISO 7010-P029 Fotografieren verboten
ISO 7010-P035 Metallbeschlagenes Schuhwerk verboten
ISO 7010-P035 Metallbeschlagenes Schuhwerk verboten
ISO 7010-P030 Knoten von Seilen verboten
ISO 7010-P030 Knoten von Seilen verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P006 Zutritt für Unbefugte verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P006 Zutritt für Unbefugte verboten
ISO 7010-P031 Schalten verboten
ISO 7010-P031 Schalten verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P022 Besteigen für Unbefugte verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P022 Besteigen für Unbefugte verboten
ISO 7010-P032 Nicht zulässig für Seitenschleifen
ISO 7010-P032 Nicht zulässig für Seitenschleifen
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P023 Hinter den Schwenkarm treten verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P023 Hinter den Schwenkarm treten verboten
DIN 4844-2/ISO 20712-1 WSP001 Laufen verboten
DIN 4844-2/ISO 20712-1 WSP001 Laufen verboten
 

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Anhang 2 Sicherheitszeichen – Warnzeichen

Anhang 2
Sicherheitszeichen – Warnzeichen

Warnzeichen
W015 Warnung vor schwebender Last
Warnzeichen W15 Bedeutung Das Zeichen warnt vor schwebenden Lasten.
Gefahr Bei schwebenden Lasten besteht die Gefahr, das Personen
  • von herabfallenden Lasten/Teilen dieser Lasten getroffen werden,
  • von bewegten schwebenden Lasten getroffen werden oder
  • in bewegte oder unbewegt schwebende Lasten hineinlaufen
Erwünschtes Verhalten Personen sollen darauf achten, dass sie nicht von schwebenden Lasten/Teilen dieser Lasten getroffen werden oder in schwebende Lasten hineinlaufen.
Hinweis(e)
Das Warnzeichen verbietet nicht den Aufenthalt unter schwebenden Lasten, da es kein Verbotszeichen ist. Ist der Aufenthalt unter schwebenden Lasten nicht zulässig, so muss dies den Beschäftigten, z. B. im Rahmen der Unterweisung, verboten werden.
Zur Verhütung von Kopfverletzungen/Fußverletzungen kann es sinnvoll sein in Betriebsbereichen mit schwebenden Lasten zusätzlich zur Warnung vor den schwebenden Lasten die Benutzung von Kopfschutz/Fußschutz vorzuschreiben und diese betreffenden Bereiche auch durch die entsprechenden Gebotszeichen zu kennzeichnen.
Beispiel(e) für mögliche Kombinationen
W015 M14 W015 M008
ISO 7010-W001 Allgemeines Warnzeichen
ISO 7010-W001 Allgemeines Warnzeichen
ISO 7010-W007 Warnung vor Hindernissen am Boden
ISO 7010-W007 Warnung vor Hindernissen am Boden
ISO 7010-W002 Warnung vor explosions-gefährlichen Stoffen
ISO 7010-W002 Warnung vor explosionsgefährlichen Stoffen
ISO 7010-W008 Warnung vor Absturzgefahr
ISO 7010-W008 Warnung vor Absturzgefahr
ISO 7010-W003 Warnung vor radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung
ISO 7010-W003 Warnung vor radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung
ISO 7010-W009 Warnung vor Biogefährdung
ISO 7010-W009 Warnung vor Biogefährdung
ISO 7010-W004 Warnung vor Laserstrahl
ISO 7010-W004 Warnung vor Laserstrahl
ISO 7010-W010 Warnung vor niedriger Temperatur/Frost
ISO 7010-W010 Warnung vor niedriger Temperatur/Frost
ISO 7010-W005 Warnung vor nicht ionisierender Strahlung
ISO 7010-W005 Warnung vor nicht ionisierender Strahlung
ISO 7010-W011 Warnung vor Rutschgefahr
ISO 7010-W011 Warnung vor Rutschgefahr
ISO 7010-W006 Warnung vor magnetischem Feld
ISO 7010-W006 Warnung vor magnetischem Feld
ISO 7010-W012 Warnung vor elektrischer Spannung
ISO 7010-W012 Warnung vor elektrischer Spannung
ISO 7010-W013 Warnung vor Wachhund
ISO 7010-W013 Warnung vor Wachhund
ISO 7010-W019 Warnung vor Quetschgefahr
ISO 7010-W019 Warnung vor Quetschgefahr
ISO 7010-W014 Warnung vor Flurförderzeugen
ISO 7010-W014 Warnung vor Flurförderzeugen
ISO 7010-W020 Warnung vor Hindernissen im Kopfbereich
ISO 7010-W020 Warnung vor Hindernissen im Kopfbereich
ISO 7010-W015 Warnung vor schwebender Last
ISO 7010-W015 Warnung vor schwebender Last
ISO 7010-W021 Warnung vor feuergefährlichen Stoffen
ISO 7010-W021 Warnung vor feuergefährlichen Stoffen
ISO 7010-W016 Warnung vor giftigen Stoffen
ISO 7010-W016 Warnung vor giftigen Stoffen
ISO 7010-W022 Warnung vor spitzem Gegenstand
ISO 7010-W022 Warnung vor spitzem Gegenstand
ISO 7010-W017 Warnung vor heißer Oberfläche
ISO 7010-W017 Warnung vor heißer Oberfläche
ISO 7010-W023 Warnung vor ätzenden Stoffen
ISO 7010-W023 Warnung vor ätzenden Stoffen
ISO 7010-W018 Warnung vor automatischem Anlauf
ISO 7010-W018 Warnung vor automatischem Anlauf
ISO 7010-W024 Warnung vor Handverletzungen
ISO 7010-W024 Warnung vor Handverletzungen
ISO 7010-W025 Warnung vor gegenläufigen Rollen
ISO 7010-W025 Warnung vor gegenläufigen Rollen
ISO 7010-W031 Warnung vor Quetschgefahr der Hand zwischen Presse und Werkstück
ISO 7010-W031 Warnung vor Quetschgefahr der Hand zwischen Presse und Werkstück
ISO 7010-W026 Warnung vor Gefahren durch das Aufladen von Batterien
ISO 7010-W026 Warnung vor Gefahren durch das Aufladen von Batterien
ISO 7010-W032 Warnung vor hochschnellendem Werkstück in einer Presse
ISO 7010-W032 Warnung vor hochschnellendem Werkstück in einer Presse
ISO 7010-W027 Warnung vor optischer Strahlung
ISO 7010-W027 Warnung vor optischer Strahlung
ISO 7010-W035 Warnung vor herabfallenden Gegenständen
ISO 7010-W035 Warnung vor herabfallenden Gegenständen
ISO 7010-W028 Warnung vor brandfördernden Stoffen
ISO 7010-W028 Warnung vor brandfördernden Stoffen
ISO 7010-W036 Warnung vor nicht durchtrittsicherem Dach
ISO 7010-W036 Warnung vor nicht durchtrittsicherem Dach
ISO 7010-W029 Warnung vor Gasflaschen
ISO 7010-W029 Warnung vor Gasflaschen
ISO 7010-W038 Warnung vor unvermittelt auftretendem lauten Geräusch
ISO 7010-W038 Warnung vor unvermittelt auftretendem lauten Geräusch
ISO 7010-W030 Warnung vor Quetschgefahr der Hand zwischen den Werkzeugen einer Presse
ISO 7010-W030 Warnung vor Quetschgefahr der Hand zwischen den Werkzeugen einer Presse
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-W021 Warnung vor explosionsfähiger Atmosphäre
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-W021 Warnung vor explosionsfähiger Atmosphäre
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-W022 Warnung vor Fräswelle
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-W022 Warnung vor Fräswelle
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-W029 Warnung vor Gefahren durch eine Förderanlage im Gleis
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-W029 Warnung vor Gefahren durch eine Förderanlage im Gleis
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-W024 Warnung vor Kippgefahr beim Walzen
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-W024 Warnung vor Kippgefahr beim Walzen
 

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Anhang 3 Sicherheitszeichen – Gebotszeichen

Anhang 3
Sicherheitszeichen – Gebotszeichen

Gebotszeichen
M021 Vor Wartung oder Reparatur freischalten
M21 Bedeutung Eine Maschine oder Einrichtung, die nicht über einen Stecker mit der Hauptleitung verbunden ist, muss vor Wartung oder Reparatur von jeglicher Energiequelle freigeschaltet werden.
Gefahr Das Zeichen zielt darauf ab, dass Beschäftigte bei der Durchführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten vor Gefahren durch laufende oder anlaufende Maschinen oder Einrichtungen geschützt sind.
Erwünschtes Verhalten Maschinen oder Einrichtungen sollen vor der Durchführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten von der Energiezufuhr getrennt werden, wenn die mit den Arbeiten betrauten Beschäftigten ansonsten durch laufende oder unerwartet anlaufende Maschinen/Einrichtungen gefährdet werden können.
Hinweis(e)
Das Zeichen wird eingesetzt um zu verhindern, dass Beschäftigte bei Wartungs- und Reparaturarbeiten durch die Antriebsenergie einer Maschine/Anlage oder unerwartete/unerwünschte Bewegungen von Maschinen-/Anlageteilen gefährdet werden können.
Beispiele für mögliche Kombinationen
M21
 
ISO 7010-M001 Allgemeines Gebotszeichen
ISO 7010-M001 Allgemeines Gebotszeichen
ISO 7010-M007 Weitgehend lichtundurchlässigen Augenschutz benutzen
ISO 7010-M007 Weitgehend lichtundurchlässigen Augenschutz benutzen
ISO 7010-M002 Anleitung beachten
ISO 7010-M002 Anleitung beachten
ISO 7010-M008 Fußschutz benutzen
ISO 7010-M008 Fußschutz benutzen
ISO 7010-M003 Gehörschutz benutzen
ISO 7010-M003 Gehörschutz benutzen
ISO 7010-M009 Handschutz benutzen
ISO 7010-M009 Handschutz benutzen
ISO 7010-M004 Augenschutz benutzen
ISO 7010-M004 Augenschutz benutzen
ISO 7010-M010 Schutzkleidung benutzen
ISO 7010-M010 Schutzkleidung benutzen
ISO 7010-M005 Vor Benutzung erden
ISO 7010-M005 Vor Benutzung erden
ISO 7010-M011 Hände waschen
ISO 7010-M011 Hände waschen
ISO 7010-M006 Netzstecker ziehen
ISO 7010-M006 Netzstecker ziehen
ISO 7010-M012 Handlauf benutzen
ISO 7010-M012 Handlauf benutzen
ISO 7010-M013 Gesichtsschutz benutzen
ISO 7010-M013 Gesichtsschutz benutzen
ISO 7010-M019 Schweißmaske benutzen
ISO 7010-M019 Schweißmaske benutzen
ISO 7010-M014 Kopfschutz benutzen
ISO 7010-M014 Kopfschutz benutzen
ISO 7010-M020 Rückhaltesystem benutzen
ISO 7010-M020 Rückhaltesystem benutzen
ISO 7010-M015 Warnweste benutzen
ISO 7010-M015 Warnweste benutzen
ISO 7010-M021 Vor Wartung oder Reparatur freischalten
ISO 7010-M021 Vor Wartung oder Reparatur freischalten
ISO 7010-M016 Maske benutzen
ISO 7010-M016 Maske benutzen
ISO 7010-M022 Hautschutzmittel benutzen
ISO 7010-M022 Hautschutzmittel benutzen
ISO 7010-M017 Atemschutz benutzen
ISO 7010-M017 Atemschutz benutzen
ISO 7010-M023 Übergang benutzen
ISO 7010-M023 Übergang benutzen
ISO 7010-M018 Auffanggurt benutzen
ISO 7010-M018 Auffanggurt benutzen
ISO 7010-M024 Fußgängerweg benutzen
ISO 7010-M024 Fußgängerweg benutzen
ISO 7010-M026 Schutzschürze benutzen
ISO 7010-M026 Schutzschürze benutzen
ISO 7010-M030 Abfallbehälter benutzen
ISO 7010-M030 Abfallbehälter benutzen
ISO 7010-M027 Absperrung prüfen
ISO 7010-M027 Absperrung prüfen
ISO 7010-M031 Schutzhaube der Tischkreissäge benutzen
ISO 7010-M031 Schutzhaube der Tischkreissäge benutzen
DIN 4844-2/ ISO 7010 M028 Verschlossen halten; Sperren
DIN 4844-2/ ISO 7010 M028 Verschlossen halten; Sperren
ISO 7010-M032 Antistatisches Schuhwerk benutzen
ISO 7010-M032 Antistatisches Schuhwerk benutzen
DIN 4844-2/ ISO 7010 029 Akustisches Signal geben; Hupen
DIN 4844-2/ ISO 7010 029 Akustisches Signal geben; Hupen
 

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Anhang 4 Sicherheitszeichen – Rettungszeichen

Anhang 4 Sicherheitszeichen – Rettungszeichen

Rettungszeichen
E001/E002 Rettungsweg/Notausgang
E001 Bedeutung Mit diesem Zeichen werden Flucht-/Rettungswege und Notausgänge gekennzeichnet.
Gefahr Ohne die Kennzeichnung könnten Beschäftigte im Notfall möglicherweise den Fluchtweg-/Rettungsweg in einen sicheren Bereich nicht finden.
Erwünschtes Verhalten Die Beschäftigten wissen, welche Wege sie zur Flucht in einen sicheren Bereich nutzen sollen.
Hinweis(e)
Das Zeichen Rettungswg/Notausgang ist immer mit einem Zusatzeichen „Richtungspfeil“ zu kombinieren, da nur in dieser Kombination z. B. Laufrichtungen angezeigt werden können. In langgestreckten Räumen, z. B. Fluren kann es sinnvoll sein Winkelschilder zu verwenden. In Bereichen, ohne Sicherheitsbeleuchtung muss die Fluchtwegkennzeichnung langnachleuchtend ausgeführt sein. Es ist sicherzustellen, dass gekennzeichnete Notausgänge in einen sicheren Bereich führen. Die Kennzeichnung schreibt nicht vor, dass ausschließlich die so gekennzeichneten Wege/Notausgänge für eine Flucht genutzt werden sollen. Daher muss die Benutzung dieser Wege/Notausgänge in den Unterweisungen angewiesen werden. Die Kennzeichnung enthält keine Flammensymbole.
Beispiele für mögliche Kombinationen
links E001
Laufrichtung nach Links
Laufrichtung nach Links
Laufrichtung nach Links
E002 rechts
Laufrichtung nach Rechts
Laufrichtung nach Rechts
Laufrichtung nach Rechts
E002 aufwärts
Aufwärts
Aufwärts
Aufwärts

 

Rettungszeichen
E003 Erste Hilfe
E003 Bedeutung Mit diesem Zeichen werden Orte gekennzeichnet an denen Erste-Hilfe-Ausrüstung/Einrichtungen vorhanden sind und/oder Personal zur Erbringung von Erste-Hilfe-Leistungen anzutreffen ist.
Gefahr Ohne die Kennzeichnung könnten Beschäftigte im Fall einer Verletzung nicht in der Lage sein, Erste-Hilfe-Ausrüstung/Einrichtungen und/oder Personal zur Erbringung von Erste-Hilfe-Leistungen zu finden.
Erwünschtes Verhalten Die Beschäftigten wissen wo Erste-Hilfe-Ausrüstung/Einrichtungen und/oder Personal zur Erbringung von Erste-Hilfe-Leistungen zu finden sind.
Hinweis(e)
Das Zeichen kann mit Zusatzzeichen versehen werden, aus denen ersichtlich wird welche Erste-Hilfe-Ausrüstung/Einrichtung und/oder welches Personal zur Erbringung von Erste-Hilfe-Leistungen am jeweiligen Standort anzutreffen sind.
Beispiele für mögliche Kombinationen
E003 E003
Ersthelfer Verbandkasten

 

ISO 7010-E001 Notausgang (links)
ISO 7010-E001 Notausgang (links)
ISO 7010-E009 Arzt
ISO 7010-E009 Arzt
ISO 7010-E002 Notausgang (rechts)
ISO 7010-E002 Notausgang (rechts)
ISO 7010-E010 Automatisierter externer Defibrillator (AED)ISO 7010-E010 Automatisierter externer Defibrillator (AED)
ISO 7010-E003 Erste Hilfe
ISO 7010-E003 Erste Hilfe
ISO 7010-E011 Augenspüleinrichtung
ISO 7010-E011 Augenspüleinrichtung
ISO 7010-E004 Notruftelefon
ISO 7010-E004 Notruftelefon
ISO 7010-E012 Notdusche
ISO 7010-E012 Notdusche
ISO 7010-E007 Sammelstelle
ISO 7010-E007 Sammelstelle
ISO 7010-E013 Krankentrage
ISO 7010-E013 Krankentrage
ISO 7010-E008 Notausgangsvorrichtung, die nach Zerschlagen einer Scheibe zu erreichen ist
ISO 7010-E008 Notausgangsvorrichtung, die nach Zerschlagen einer Scheibe zu erreichen ist
ISO 7010-E015 Trinkwasser
ISO 7010-E015 Trinkwasser
ISO 7010-E016 Notausstieg mit Fluchtleiter
ISO 7010-E016 Notausstieg mit Fluchtleiter
ISO 7010-E020 Not-Halt-Knopf
ISO 7010-E020 Not-Halt-Knopf
ISO 7010-E017 Rettungsausstieg
ISO 7010-E017 Rettungsausstieg
ISO 7010-E022 Tür öffnet durch Drücken auf der linken Seite
ISO 7010-E022 Tür öffnet durch Drücken auf der linken Seite
ISO 7010-E018 Öffnung durch Linksdrehung
ISO 7010-E018 Öffnung durch Linksdrehung
ISO 7010-E023 Tür öffnet durch Drücken auf der rechten Seite
ISO 7010-E023 Tür öffnet durch Drücken auf der rechten Seite
ISO 7010-E019 Öffnung durch Rechtsdrehung
ISO 7010-E019 Öffnung durch Rechtsdrehung
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-E019 Notausstieg
DIN 4844-2/ ISO 7010 D-E019 Notausstieg

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Anhang 5 Sicherheitszeichen — Brandschutzzeichen

Anhang 5 Sicherheitszeichen — Brandschutzzeichen

Brandschutzzeichen
F003 Feuerleiter
F003 Bedeutung Kennzeichnung des Standorts einer Feuerleiter
Gefahr Ohne die Kennzeichnung ist ein schnelles Auffinden von Feuerleitern erschwert.
Erwünschtes Verhalten Die Beschäftigten kennen die Standorte von Feuerleitern und nutzen die Feuerleitern, um von diesen aus Entstehungsbränden zu bekämpfen.
Hinweis(e)
In den Unterweisungen der Beschäftigten ist darauf hinzuweisen, dass Feuerleitern immer frei zugänglich sein müssen und Zugänge zu Feuerleitern daher nicht versperrt/zugestellt werden dürfen. Die Standorte von Feuerleitern sind in den Flucht- und Rettungsplänen, entsprechend der tatsächlichen Standorte im dargestellten Bereich, einzutragen. In den Unterweisungen ist darauf hinzuweisen, dass Feuerleitern ausschließlich im Zusammenhang mit Löscharbeiten verwendet werden dürfen.
Beispiele für mögliche Kombinationen
F001
Feuerlöscher

Löschschlauch
F005
Brandmelder
Brandschutzzeichen
F004 Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung
F004 Bedeutung Kennzeichnung des Standorts von Mitteln und Geräten zur Brandbekämpfung.
Gefahr Ohne die Kennzeichnung ist ein schnelles Auffinden der Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung erschwert.
Erwünschtes Verhalten Die Beschäftigten kennen die Standorte von Mitteln und Geräten zur Brandbekämpfung und können diese zur Bekämpfung von Entstehungsbränden nutzen.
Hinweis(e)
In den Unterweisungen der Beschäftigten ist darauf hinzuweisen, dass Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung immer frei zugänglich sein müssen und Zugänge zu Mitteln und Geräten zur Brandbekämpfung daher nicht versperrt/zugestellt werden dürfen. Die Standorte der Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung sind in den Flucht- und Rettungsplänen, entsprechend der tatsächlichen Standorte im dargestellten Bereich, einzutragen. Dieses Sicherheitszeichen sollte angewendet werden für Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung, für die es keine registrierten Sicherheitszeichen gibt.
Beispiele für mögliche Kombinationen
F001 Löschsand F006
Brandmeldetelefon

 

ISO 7010-F001 Feuerlöscher
ISO 7010-F001 Feuerlöscher
ISO 7010-F004 Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung
ISO 7010-F004 Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung
ISO 7010-F002 Löschschlauch
ISO 7010-F002 Löschschlauch
ISO 7010-F005 Brandmelder
ISO 7010-F005 Brandmelder
ISO 7010-F003 Feuerleiter
ISO 7010-F003 Feuerleiter
ISO 7010-F006 Brandmeldetelefon
ISO 7010-F006 Brandmeldetelefon

 

 

DGUV Information 211-041: Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung, Anhang 6 Sicherheitszeichen – Handzeichen

Anhang 6
Sicherheitszeichen – Handzeichen

1 Allgemeine Handzeichen

Bedeutung Beschreibung Bildliche Darstellung Vereinfachte Darstellung
Achtung
Anfang
Vorsicht
Rechten Arm nach oben halten, Handfläche zeigt nach vorn
Halt
Unterbrechung
Bewegung nicht weiter ausführen
Beide Arme seitwärts waagerecht ausstrecken, Handflächen zeigen nach vorn
Halt
Gefahr
Beide Arme seitwärts waagerecht ausstrecken, Handflächen zeigen nach vorn und Arme abwechselnd anwinkeln und strecken

2 Handzeichen für Bewegungen — vertikal

Bedeutung Beschreibung Bildliche Darstellung Vereinfachte Darstellung
Heben
Auf
Rechten Arm nach oben halten, Handfläche zeigt nach vorn und macht eine langsame, kreisende Bewegung
Senken
Ab
Rechten Arm nach unten halten, Handfläche zeigt nach innen und macht eine langsame kreisende Bewegung
Langsam Rechten Arm waagerecht ausstrecken, Handfläche zeigt nach unten und wird langsam auf- und abbewegt

3 Handzeichen für Bewegungen — horizontal

Bedeutung Beschreibung Bildliche Darstellung Vereinfachte Darstellung
Abfahren Rechten Arm nach oben halten, Handfläche zeigt nach vorn und Arm seitlich hin- und herbewegen
Herkommen Beide Arme beugen, Handflächen zeigen nach innen und mit den Unterarmen heranwinken
Entfernen Beide Arme beugen, Handflächen zeigen nach außen und mit den Unterarmen wegwinken
Rechts fahren – vom Einweiser aus gesehen Den rechten Arm in horizontaler Haltung leicht anwinkeln und seitlich hin- und herbewegen
Links fahren – vom Einweiser aus gesehen Den linken Arm in horizontaler Haltung leicht anwinkeln und seitlich hin- und herbewegen
Anzeige einer Abstandsverringerung Beide Handflächen parallel halten und dem Abstand entsprechend zusammenführen

 

 

Webcode: M1548-1