BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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12 Mechanische Gefahren

An dieser Stelle soll nur auf Gefahren hingewiesen werden, die für das Lichtbogenschweißen spezifisch sind.

Zahlreiche Augenverletzungen entstehen durch abfliegende Schlackestückchen beim Entfernen der Schlacke. Solche Arbeiten sind nur mit Augenschutz auszuführen. Zur Erleichterung der Arbeit sind Freisichtschutzschilde zu empfehlen, bei denen sich unterhalb des Schweißerschutzfilters ein Klarglas befindet. Das Klarglas wird durch eine undurchsichtige Scheibe überdeckt und kann, z. B. über einen Hebel am Handgriff, freigegeben werden. Der Schweißer kann sowohl die Schweißstelle unmittelbar vor dem Zünden des Lichtbogens bei vorgehaltenem Schutzschild noch sehen als auch mit geschütztem Auge Schweißschlacke abklopfen.

Wenn die Hand zum Halten des Schutzschildes nicht frei ist, können aufklappbare Schutzschirme oder Schutzhauben verwendet werden, bei denen, z. B. mit einer Kopfbewegung, durch einen besonderen Mechanismus ein durchsichtiges Visier auf- und zugeklappt werden kann.

Beim Schutzgasschweißen mit Drahtelektroden werden sehr viele Stichverletzungen durch unbeabsichtigtes Einschalten des Drahtvorschubes verursacht. Der unerwartet losschießende Schweißdraht ist gefährlich: In vielen Fällen wurde bei Reinigungs- oder Wartungsarbeiten an der Schweißbrennerdüse der Auslöseschalter durch festes Umfassen des Schweißbrennergriffes unbeabsichtigt betätigt. Hier wurde versäumt, vor Beginn der Arbeiten am Brenner das Gerät abzuschalten.

Daneben gibt es folgende Möglichkeiten, gefährliche Verletzungen durch den Draht bei unbeabsichtigtem Schalten am Schweißbrenner zu vermeiden:

  • Gerät mit Mehrtaktschaltung verwenden
  • Gerät mit Einschleichvorgang verwenden

Um Verletzungen beim WIG-Schweißen zu vermeiden, wird das Ende des Zusatzdrahtes umgebogen oder durch einen aufgesteckten Korken geschützt.

 

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