BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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18 Führen von Fahrzeugen

Das Betriebsgelände einer Werkstatt ist nicht immer öffentlicher Verkehrsbereich.

Daher muss für einen sicheren Fahrbetrieb festgelegt werden,

  • welche Beschäftigten zum Führen von Fahrzeugen berechtigt sind und
  • welche internen Verkehrsregeln gelten.

Zum Führen von Fahrzeugen im Betriebsgelände einer Werkstatt kommen nur Personen in Betracht:

  • die das 18. Lebensjahr vollendet haben
  • die körperlich und geistig geeignet sind
  • die im Führen der betreffenden Fahrzeugart unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu gegenüber dem Unternehmer nachgewiesen haben
  • von denen zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen

Sie müssen vom Unternehmer zum Führen der Fahrzeuge bestimmt sein.

Die mit dem Führen eines Fahrzeugs auf dem Betriebsgelände einer Werkstatt beauftragten Personen müssen nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis (z. B. Pkw-Führerschein) sein, solange sie die Fahrzeuge nur im Betriebsgelände bewegen und nicht im öffentlichen Verkehrsbereich. Sobald sie jedoch Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum bewegen müssen, z. B. im Bereich der Tankstelle, des Kundenparkplatzes, müssen sie die Fahrerlaubnis für die entsprechende Fahrzeugart besitzen.

In den Bereich der internen Regelung fallen z. B.:

  • Festlegung der Höchstgeschwindigkeit
  • vorgeschriebene Fahrtrichtungen auf den Wegen in den Arbeitsräumen des Betriebes
  • Sicherheitsmaßnahmen an Fahrzeugen mit Sondereinrichtungen, wie automatischem Getriebe, Versehrtenfahrzeuge mit zusätzlich ein- bzw. umgebauten Bedienungselementen. Für den Umgang mit derartigen Fahrzeugen sind die Fahrzeugführer besonders zu unterweisen.

Bei Rückwärtsfahrten von Fahrzeugen, bei denen die Sicht nach hinten durch ihre Bauart beschränkt ist, z. B. bei Lkws, müssen Einweiser die Rückwärtsfahrt sichern, wenn Personen gefährdet werden können. Der Einweiser sollte dabei seitlich neben dem Fahrzeug stehen und nicht unmittelbar hinter dem Fahrzeug. Denn Quetschungen zwischen Fahrzeug und festen Teilen der Umgebung können – wenn das Fahrzeug nicht rechtzeitig zum Stehen kommt – zu schweren Verletzungen führen.

Die Einweiser von Fahrzeugen haben sich mit dem Fahrzeugführer durch Handsignale zu verständigen. Handsignale sind durch die Unfallverhütungsvorschrift "Fahrzeuge" (BGV D29) festgelegt und müssen auch angewendet werden.

 

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