BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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6.3 Sichere Befestigung

Der sicheren Befestigung von Griffen am Werkzeug in Bezug auf die jeweilige Beanspruchungsart kommt eine wesentliche Bedeutung zu. Wichtig ist, dass der Griff stets einen festen Sitz hat. Bereits beim Anpassen des Griffes an das Handwerkszeug sollte geprüft werden, ob eine einwandfreie Verbindung hergestellt werden kann.

Ein Abrutschen des Griffes beim Arbeiten führt zu Stichverletzungen durch die zumeist spitz gehaltenen Angeln von Feilen, Raspeln und Schabern.

Wichtig ist, dass die Angel tief genug im Griff eingesetzt ist, dabei aber nicht am Werkzeug aufliegt (Bild 6-1); denn bei Lockerung der Griffe ist eine Nachsetzmöglichkeit nicht mehr vorhanden.


Bild 6-1: Das Heft darf nicht auf dem Werkzeug aufliegen


Ebenso wichtig ist für die Handhabung des Werkzeuges, dass Griff und Angel in einer Achse liegen.

Holzgriffe sollten mit richtig bemessenen Stufenbohrungen versehen sein, um eine ausreichende Anpassung an die Form der Werkzeugangel zu erzielen.

Das früher einmal gebräuchliche Einbrennen ist zu verwerfen. Es bietet nur unzureichenden Halt. Im Übrigen kann die erforderliche Erwärmung des Werkzeuges dessen Härte nachteilig verändern.

Die Griffe werden durch Aufschlagen des Griffes auf einer harten Unterlage oder durch Hammerschläge aufgetrieben, wobei das Werkzeug frei in der Hand gehalten wird.

Beschädigte Griffe müssen unverzüglich erneuert werden. Jedes Flicken und Reparieren ist aus Sicherheitsgründen unvertretbar.

Bei der Holzbearbeitung ist der Beitel ein wichtiges Handwerkszeug. Mit sorgfältig scharf geschliffenem Klingenende wird mit Hammerschlägen häufig quer zur Holzfaser das Material durchtrennt.

Da die Griffe an ihrem Ende einiges auszuhalten haben, sind diese häufig mit einem Blechring geschützt (Bilder 6-2 bis 6-4).


Bild 6-2: Beitel



Bild 6-3: Beitelgrößen



Bild 6-4: Beitelgriff-Enden

 

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