BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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5.2 Sichere Handhabung

Durch die Wahl eines Schraubendrehers in passender Größe und Form lässt sich die Gefahr des Abrutschens und der Beschädigung von Werkzeug oder Schraube verringern.

Sofern ein Andrücken zum Lösen oder Festziehen einer Schraube erforderlich ist, sollte der Druck möglichst vom Körper weggerichtet sein, um Stichverletzungen zu vermeiden.

Werden Werkstücke in der Hand gehalten, besteht die Gefahr, dass der Schraubendreher nach Abrutschen in die Hand eindringt. Deshalb sollten diese Werkstücke auf eine Auflage gelegt oder eingespannt werden.

Bei zu geringem Freiraum oberhalb des Schraubenkopfes wird nicht der Schraubendreher durch Kürzen der Klinge und des Griffes dem Erfordernis angepasst, sondern ein dafür beschaffenes Werkzeug eingesetzt. Zum Erreichen eines trotz geringer Kontaktfläche zur Hand möglichst großen Drehmomentes sind die Griffe sehr stark ausgeformt. Dabei sind Klingen mit verschiedenen Arbeitsenden besonders bei so genannten Gelegenheits-Handwerkern sehr beliebt (Bild 5-2).


Bild 5-2: Schraubendreher in sehr kurzer Ausführung. Der obere mit austauschbarer Klinge.

Schnelles Drehen von Schrauben per Muskelkraft ist durch Schraubwerkzeuge mit rückdrehbaren Griffen bzw. Werkzeugaufnahmen möglich. Durch einen Mechanismus lässt sich per Knopfbetätigung die Drehrichtung oder Arretierung vornehmen. Leichte Abrutschgefahr besteht bei Einsatz einer Klinge bzw. eines Bits für Schlitzschrauben, wegen begrenzter Zentrierung (Bilder 5-3 und 5-4).

Zum Arbeiten an oder in der Nähe von unter elektrischer Spannung stehenden Teilen dürfen nur spezielle Werkzeuge verwendet werden (siehe Abschnitt 14 . Handwerkszeuge für Arbeiten an unter Spannung stehenden Anlagen).

Schraubendreher mit kunststoffbeschichteten Klingen sind nicht zum Arbeiten unter Spannung zugelassen (Bild 5-5).


Bild 5-3: Oberes Werkzeug mit rüchdrehbarem Griff und Einsatz von so genannten Bits unterschiedlicher Form, Drillschraubendreher nach DIN 7432 mit verschiedenen Werkzeugeinsätzen und Griffmagazin


Bild 5-4: Werkzeugeinsätze, so genannte Bits, für Werkzeuge mit Sechskantaufnahme
(v.l.n.r. für Schlitzschrauben, für Kreuzschlitz PH und für Torxschrauben)

Bild 5-5: Normale Schraubendreher, nicht geeignet für Arbeiten an elektrischen Anlagen (siehe auch Bild 14-5)


 

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