BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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3.3.2 Das Meißeln mit Handschutz

Es wird behauptet, wer meißeln könne, würde sich auch nicht auf die Hand schlagen. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass jedem, der mit Meißeln umgeht, gelegentlich ein Fehlschlag unterläuft. Auch kleinere Verletzungen, die insbesondere Daumen oder Fingergelenke betreffen, können schwerwiegende Folgen haben.

Sicherlich gibt es zuweilen Meißelarbeiten, bei denen so viel Handlichkeit, Bewegungsfreiheit und Feingefühl gefordert sind, dass ein Handschutz als hinderlich angesehen werden könnte. Bei diesen Arbeiten sind im Allgemeinen die aufzuwendenden Schlagenergien so gering, dass ein leichter Handschutz – gelegentlich auch ein Schutzhandschuh – genügt.

Schwere Meißelarbeiten - beispielsweise in Gießereien, bei der Maschinenmontage, auf dem Bau – erfordern den Einsatz von schweren Hämmern: Ein Fehlschlag führt zu einer entsprechend schweren Verletzung, möglicherweise zu Knochenbrüchen.

 

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