BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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3.3. Handschutz für Meißel

3.3.1 Ausführungsarten

Beim Meißeln besteht die Gefahr, dass

  • bei Fehlschlägen der Hammer die Hand trifft
    und
  • beim Abrutschen des Meißels die Hand auf das Werkstück schlägt.

Verletzungen können durch Benutzung eines Handschutzes wirksam vorgebeugt werden. Häufig werden Handgriffe verwendet, die tellerartig erweitert sind, um bei Fehlschlägen den Schlag des Hammers auf die Hand abzufangen.

Der Handschutz kann fest auf dem Meißel aufgeklebt sein. Auch kann er aufsteckbar sein und damit für verschiedene Meißel, insbesondere solche mit abweichenden Querschnitten, verwendet werden (Bild 3-2).

Probleme ergeben sich bei aufgesteckten Handschutzgriffen, die nicht durch Verklebungen unverrückbar auf dem Meißel befestigt sind. Mit jedem Schlag wandert der Handschutz in Richtung Schlagende und muss öfter wieder in Position gebracht werden.

Um ein Abrollen des Meißels zu erschweren, z. B. beim Ablegen auf einem Gerüst, müssen die Handschutzteller mit Abflachungen an ihren Rändern versehen sein (Bild 3-3).

Zusätzliche Gefahren bestehen durch wegspringende Splitter und damit verbundene Hand- und Augenverletzungen (Bild 3-4).

Zur Vorbeugung sollte daher bei Meißelarbeiten eine Schutzbrille getragen werden (Bild 3-5).


Bild 3-2: Links – aufsteckbarer Handschutz für Meißel, nicht verschiebesicher befestigbar
Rechts – aufgeklebter Handschutz mit Meißel, nicht abrollsicher



Bild 3-3: Links – aufgeklebter, abrollsicherer Handschutz mit Meißel, stärkeren Verformungen bei Fehlschlägen im Bereich der Finger wird durch dickere Tellerwandung im Innenbereich begegnet
Rechts – aufklebbarer Handschutz für Meißel mit erhöhtem Schutz der Finger bei Fehlschlägen durch Abstand mittels zweitem Teller


Bild 3-4: Meißeln mit Handschutz und Schutzbrille


Bild 3-5: Gebotsschild "Augenschutz benutzen"



 

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