BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Rückwärts blättern Vorwärts blättern

2.6 Stielschutz

Durch Fehlschläge werden Stiele auf ihrer Unterseite in der Nähe der Einstielung beschädigt. Solches erfolgt häufig beim schnellen Zuschlagen, wodurch der Hammer auf seiner Bewegungsbahn nach außen über das Ziel hinausdrängt und bei überstehenden Teilen der Stiel aufschlägt. Auch an schwer zugänglichen Stellen wird leicht der Stiel beschädigt.

Stielschutzmanschetten aus Stahl-, Kunststoff- oder Gummiformteilen bieten in der gefährdeten Zone ausreichenden Schutz (Bild 2-9).


Bild 2-9: Schlosserhämmer mit Holz- bzw. Glasfaserstiel und Stielschutz

Neu entwickelt wurden Schlosserhämmer mit vermindertem Rückprallverhalten (Bilder 2-10 und 2-11). Durch gedämpfte Vibration beim Aufschlag ist ein Gelenk schonendes und damit längeres ermüdungsfreies Arbeiten realisierbar. Messungen mit 500 g Hammer belegen eine Reduzierung der Schwingungsbelastung am Handgriff beim Schlag auf Stahl von > 65 % bei gleichzeitiger Erhöhung der Schlagkraft um > 20%.

Eine Detaillösung mit sichtbarem, spürbarem und auch messbarem Fortschritt im praktischen Einsatz.


Bild 2-10: Schlag auf Blech – Rutscht der Hammer beim Schlagen ab, verhindert die gummiummantelte Stielschutzhülse das Abbrechen des Stieles



Bild 2-11: Entprellter Schlosserhammer mit Stielschutzhülse im Gummimantel


 

Webcode: M1478-64