BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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2 Anzeichen und medizinische Beschreibung des Hängetraumas

Durch längeres, bewegungsloses Hängen im Gurt fehlt der Widerstand unter den Füßen und die so genannte „Muskelpumpe“ zur Förderung des venösen Blutrückstromes kann nicht mehr wirken (Versacken des Blutes in den Beinen – Orthostatischer Schock). Der dadurch beeinträchtigte Blutkreislauf kann recht schnell zu einer Unterversorgung des Gehirns und wichtiger Organe mit Sauerstoff führen. Sauerstoffmangel im Gehirn verursacht Bewusstlosigkeit und kann tödlich enden. Normalerweise schützt sich der Körper selbst, indem er bei Bewusstlosigkeit umfällt und es dadurch zu einem Rückfluss des Blutes zum Gehirn kommen und der Blutkreislauf wieder normal funktionieren kann. Im Gurt hängend ist dieser Lagewechsel natürlich nicht möglich.

Pathophysiologie des Hängetraumas
Die ersten Anzeichen für ein mögliches Hängetrauma können sich durch folgende Symptome abzeichnen, u.a.
  • Blässe
  • Schwitzen
  • Kurzatmigkeit
  • zunächst Pulsanstieg
  • Blutdruckanstieg
  • Sehstörungen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Pulsabfall
  • Blutdruckabfall
 Zunehmende Dauer

Die Auswirkungen eines längeren, bewegungslosen Hängens in einem Auffanggurt können je nach Gesundheits- und Körperzustand der Person individuell sehr unterschiedlich sein.

 

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