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DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Titel

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DGUV-Information 203-005

Information

Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen

Titelbild

Mai 2012

Herausgeber:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)


Fachbereich Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse der DGUV

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung
1 Anwendungsbereich
2 Begriffe
3 Einwirkungen auf ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel
4 Auswahl und Eignung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel
  4.1 Kategorie 1 (K1)
  4.2 Kategorie 2 (K2)
5 Kennzeichnung
6 Betrieb und Instandsetzung
7 Prüfungen
Anhang 1: Beispiele für Einsatzbedingungen, für die K1-Geräte ausreichend sein können
Anhang 2: Beispiele für Einsatzbedingungen, für die K2-Geräte erforderlich sind
Anhang 3: Kurzzeichen und Symbole auf elektrischen Betriebsmitteln
Anhang 4: Schutzarten nach DIN EN 60529 (VDE 0470-1)
Anhang 5: Kurzzeichen für Leitungen
Anhang 6: Vorschriften und Regeln

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Vorbemerkung

Vorbemerkung

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel, wie z. B. Handbohrmaschinen, Handleuchten oder sonstige, während der Arbeit in der Hand gehaltene elektrische Betriebsmittel, sind unentbehrliche Hilfen bei vielen Tätigkeiten. Entsprechend groß ist die Palette der äußeren Bedingungen, unter denen ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel eingesetzt werden. Sehr unterschiedlich sind auch die Sachkenntnisse derjenigen, die elektrische Betriebsmittel auswählen und einsetzen.

Genau darin liegt jedoch ein erhebliches Gefahrenpotenzial. In der Regel ist es nur der informierten Fachkraft möglich zu beurteilen, ob z. B. die vorhandene Bohrmaschine oder Handleuchte für die durchzuführende Arbeit geeignet ist.

Die Art der Arbeit und die Umgebung, in der sie durchzuführen ist, bestimmen, welchen Kriterien die ortsveränderlichen Betriebsmittel genügen müssen.

Nach der Betriebssicherheitsverordnung ist der Arbeitgeber verpflichtet,

„… die nach den allgemeinen Grundsätzen des Arbeitsschutzgesetzes § 4 erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit den Beschäftigten nur Arbeitsmittel bereitgestellt werden, die für die am Arbeitsplatz gegebenen Bedingungen geeignet sind und bei deren bestimmungsgemäßer Benutzung Sicherheit und Gesundheitsschutz gewährleistet sind.“

Die vorliegende Information unterstützt den Arbeitgeber bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen. Sie klassifiziert ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen und führt eine Kennzeichnung ein.

Damit wird auch Personen mit geringeren elektrotechnischen Kenntnissen die Auswahl von elektrischen Betriebsmitteln erleichtert und die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung reduziert.

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, 1 Anwendungsbereich

1 Anwendungsbereich

Diese Information gibt Hinweise für die Auswahl von geeigneten ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln beim Einsatz an Arbeitsplätzen, an denen diese Betriebsmittel in erhöhtem Maße mechanischen, physikalischen oder chemischen Einwirkungen ausgesetzt sind.

Sie findet keine Anwendung auf die Auswahl elektrischer Betriebsmittel, die im Bürobereich oder in vergleichbaren Bereichen betrieben werden.

Beim Einsatz in Bereichen mit besonderen Gefährdungen sind z. B. zusätzlich zu beachten:

  • Information „Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung“ (BGI 594),
  • Information „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“ (BGI/GUV-I 608).

Beim Einsatz in feuer- oder explosionsgefährdeten Bereichen dürfen elektrische Betriebsmittel nur unter Einhaltung der für diese Bereiche geltenden Bestimmungen verwendet werden.

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, 2 Begriffe

2 Begriffe

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel sind solche, die während des Betriebes bewegt oder leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden können, während sie an den Versorgungsstromkreis angeschlossen sind (siehe auch DIN VDE 0100-200 Abschnitt 2.7.4), z. B. elektrische Handgeräte/Handwerkzeuge/handgeführte Werkzeugmaschinen/Handmaschinen, Schutzkleinspannungs- und Trenntransformatoren, Handleuchten, Verlängerungsleitungen, Leitungsroller.

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, 3 Einwirkungen auf ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel

3 Einwirkungen auf ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel

Die Sicherheit ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel kann durch unterschiedliche Einwirkungen beeinträchtigt werden, z. B. durch

  • Mechanische Einwirkungen,
    Schlag, Stoß,
    scharfe Kanten,
    Druck, Zug,
    Quetschen, Scheren,
    Knicken,
    Abrieb, Scheuern,
    Stechen,
    Vibration, Rütteln,
  • Physikalische Einwirkungen,
    Nässe, Feuchtigkeit (auch Luftfeuchte),
    tiefe oder hohe Temperatur,
    Stäube (Korngröße, Menge),
    Dämpfe, Rauche,
    Strahlung, z. B. UV-Strahlung,
  • Chemische Einwirkungen,
    Säuren, Laugen, Lösemittel,
    brennbare oder explosionsfähige Stoffe (Gase, Stäube).

Je nach Intensität, Größe und Dauer dieser Einwirkungen kann es zu Beschädigungen der ortsveränderlichen Betriebsmittel und dadurch zu elektrischen Gefährdungen für die Bedienungsperson, andere Beschäftigte oder unbeteiligte Dritte kommen.

Das Einwirken verschiedener Faktoren kann die Gefährdung erhöhen oder beschleunigt eintreten lassen.

Daher ist die Betrachtung und Bewertung der auftretenden Einwirkungen an den jeweiligen Einsatzorten die Voraussetzung um festlegen zu können, wie die elektrischen Betriebsmittel beschaffen sein müssen.

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, 4 Auswahl und Eignung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

4 Auswahl und Eignung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

Die zur Verfügung stehenden ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel sind nicht für alle Einsatzbedingungen geeignet. Um dem Anwender die Auswahl von geeigneten Betriebsmitteln zu erleichtern, erfolgt eine Klassifizierung in zwei Kategorien.

Alle elektrischen Betriebsmittel im Sinne dieser Information müssen mindestens die Anforderungen nach K1 erfüllen.

Sind hohe mechanische, physikalische oder chemische Einwirkungen zu erwarten („rauer Betrieb“), sind Betriebsmittel der Kategorie 2 einzusetzen.

4.1 Kategorie 1 (K1)

Elektrische Betriebsmittel der Kategorie 1 müssen folgende Mindestanforderungen erfüllen:

Schutzart: IP 43, außer:  
  • Handgeführte Elektrowerkzeuge IP 2X
     
Leitungen: H05RN-F oder H05BQ-F  

Bedingungen, die den Einsatz von K1-Geräten erfordern, sind beispielhaft in den Abbildungen des Anhanges 1 dargestellt.

4.2 Kategorie 2 (K2)

Elektrische Betriebsmittel der Kategorie 2 müssen folgende Mindestanforderungen erfüllen:

Schutzart: IP 54, außer:  
  • Handgeführte Elektrowerkzeuge IP 2X
  • Steckvorrichtungen IP X4
  • Hand- und Bodenleuchten IP 55
     
  Sind für Arbeiten wasserdichte Betriebsmittel erforderlich, so muss IP X7 erfüllt werden.
     
Leitungen: H07RN-F oder H07BQ-F  
  Bis zu einer Leitungslänge von 4 m ist als Netzanschlussleitung für handgeführte Elektrowerkzeuge auch H05RN-F oder H05BQ-F zulässig, soweit nicht die zutreffende Gerätenorm die Bauart H07RN-F fordert. Für Handleuchten ist als Netzanschlussleitung bis zu einer Leitungslänge von 5 m der Typ H05RN-F oder H05BQ-F zulässig.
     
Leitungsroller: Leitungsroller müssen eine ausreichende Festigkeit für den Einsatz unter erschwerten Bedingungen aufweisen und schutzisoliert sein, gekennzeichnet mit  
  erschwerte Bedingungen  
  Tragegriff, Kurbelgriff und Trommel müssen aus Isolierstoff bestehen oder mit Isolierstoff umhüllt sein.  
     
Steckvorrichtungen: Geeignet für erschwerte Bedingungen, für Schutzkontakt-Steckvorrichtungen gekennzeichnet mit  
  erschwerte Bedingungen  

Bedingungen, die den Einsatz von K2-Geräten erfordern, sind beispielhaft in den Abbildungen des Anhanges 2 dargestellt. Erfahrungsgemäß sind diese zu finden z. B. auf Bau- und Montagestellen (siehe auch BGI/GUV-I 608), bei Stahlbauarbeiten, Außenarbeiten, beim Kessel- und Apparatebau (siehe auch BGI 594), in der Schwerindustrie, in Galvanikbetrieben, in Werkstätten und bei Instandsetzungsarbeiten.

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, 5 Kennzeichnung

5 Kennzeichnung

Um dem Anwender die Auswahl geeigneter Betriebsmittel zu erleichtern, wird deren eindeutige Kennzeichnung, z. B. mit „K1“ oder „K2“, entsprechend der Kategorisierung nach Abschnitt 4 empfohlen. Dazu muss der Unternehmer die Benutzer hinsichtlich der Bedeutung der Kennzeichnung unterweisen.

Sind im Betrieb nur Geräte einer Kategorie vorhanden, kann eine Kennzeichnung entfallen.

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, 6 Betrieb und Instandsetzung

6 Betrieb und Instandsetzung

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel dürfen nur bestimmungsgemäß verwendet werden. Sie müssen mindestens der für die Einsatzbedingungen geforderten Kategorie entsprechen.

Die Instandsetzung von elektrischen Betriebsmitteln darf nur durch Elektrofachkräfte oder unter deren Leitung und Aufsicht vorgenommen werden.

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, 7 Prüfungen

7 Prüfungen

Für die Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel gilt die Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel “ (BGV/GUV-V A3) sowie die Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit TRBS 1201 und TRBS 1203 .

Die Festlegung der Prüffristen gehört zur Unternehmerverantwortung. Je nach Beanspruchung der Betriebsmittel sind variable Prüffristen notwendig. Bei hoher Beanspruchung sind die Fristen zu verkürzen. Bei niedriger Beanspruchung dürfen die Fristen verlängert werden.

In der Praxis haben sich für viele Fälle folgende Prüffristen als angemessen erwiesen:

Beispiele für Einsatzbereiche mit hoher Beanspruchung Empfehlung für Prüffrist
Schleifen von Metallen
(Aluminium, Magnesium, gefettete Bleche),
Verwendung in Bereichen mit leitfähigen Stäuben
wöchentlich
Nassschleifen von nichtleitenden Materialien,
Kernbohren,
Stahlbau,
Tunnel- und Stollenbau
3 Monate
Hochbau,
allgemeiner Tiefbau,
Elektroinstallation,
Sanitär- und Heizungsinstallation,
Holzbau,
Innenausbau
3 – 6 Monate

Hinweise zur Organisation, Durchführung, Auswahl des Prüfpersonals und Dokumentation der Prüfungen sind in BGI/GUV-I 5090 und in BGI/GUV-I 5190 enthalten.

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Anhang 1: Beispiele für Einsatzbedingungen, für die K1-Geräte ausreichend sein können

Anhang 1:
Beispiele für Einsatzbedingungen, für die K1-Geräte ausreichend sein können

Werkstatt- (Abb. 1 und 2 ), Lager- (Abb. 3 ) und Fertigungsbereiche (Abb. 4 und 5 ) ohne hohe mechanische, physikalische oder chemische Einwirkungen auf die elektrischen Betriebsmittel.

Werkstattbereich

Abb. 1

Werkstattbereich

Abb. 2

Lagerbereich

Abb. 3

Fertigungsbereiche

Abb. 4

Fertigungsbereiche

Abb. 5

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Anhang 2: Beispiele für Einsatzbedingungen, für die K2-Geräte erforderlich sind

Anhang 2:
Beispiele für Einsatzbedingungen, für die K2-Geräte erforderlich sind

Hohe mechanische (Abb. 6 , 7 und 8 ) sowie thermische und mechanische (Abb. 9 ) Einwirkung auf die eingesetzten elektrischen Betriebsmittel.

Abb. 6

Abb. 6

Abb. 7

Abb. 7

Abb. 8

Abb. 8 Hohe mechanische Beanspruchung möglich durch schwere Bleche mit scharfen Kanten

Abb. 9

Abb. 9

Abb. 10

Abb. 10 Hohe mechanische und thermische Einwirkungen auf die Anschlussleitung des Elektroschweißgerätes

Abb. 11

Abb. 11 Hohe mechanische Einwirkungen durch schwere Bauteile möglich

Abb. 12

Abb. 12 Strahlwassereinwirkung auf Anschlussleitung und Betriebsmittel

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Anhang 3 Kurzzeichen und Symbole auf elektrischen Betriebsmitteln

Anhang 3
Kurzzeichen und Symbole auf elektrischen Betriebsmitteln

GS-Prüfzeichen GS-Prüfzeichen, z. B. DGUV Test
GS-Prüfzeichen
EG-Konformitätszeichen EG-Konformitätszeichen (CE-Kennzeichnung)
Prüfzeichen des VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitutes Prüfzeichen des VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitutes
VDE-Harmonisierungskennzeichen für Kabel und Leitungen VDE-Harmonisierungskennzeichen für Kabel und Leitungen
Gefährliche elektrische Spannung Gefährliche elektrische Spannung
Doppelte oder verstärkte Isolierung (Schutzklasse II) Doppelte oder verstärkte Isolierung (Schutzklasse II)
Schutzkleinspannung (Schutzklasse III) Schutzkleinspannung (Schutzklasse III)
Sicherheitstransformator Sicherheitstransformator
Trenntransformator Trenntransformator
Leuchten für rauen Betrieb Leuchten für rauen Betrieb
Steckvorrichtung für erschwerte Bedingungen Steckvorrichtung für erschwerte Bedingungen
Schutzleiteranschluss Schutzleiteranschluss
Explositionsschutzkennzeichnung (ATEX-Richtlinie) Explositionsschutzkennzeichnung (ATEX-Richtlinie)
Nicht zur direkten Befestigung auf normalentflammbaren Oberflächen geeignete Leuchten Nicht zur direkten Befestigung auf normalentflammbaren Oberflächen geeignete Leuchten (nur zur Befestigung auf nicht brennbaren Oberflächen geeignet)
Leuchte mit begrenzter Oberflächentemperatur nach DIN EN 60598-2-24 Leuchte mit begrenzter Oberflächentemperatur nach DIN EN 60598-2-24 (VDE 0711-2-24)
Gleichspannungsversorgung Gleichspannungsversorgung
Wechselspannungsversorgung Wechselspannungsversorgung
Wechselspannungs- und Gleichspannungsversorgung Wechselspannungs- und Gleichspannungsversorgung
RCD vom Typ A RCD vom Typ A zum Schutz bei Wechsel- und Pulsfehlerströmen der Netzfrequenz
RCD vom Typ F RCD vom Typ F zum Schutz bei Wechsel- und Pulsfehlerströmen der Netzfrequenz und bei Fehlerströmen mit Mischfrequenzen abweichend von der Netzfrequenz
RCD vom Typ B RCD vom Typ B zum Schutz bei Wechsel- und Pulsfehlerströmen der Netzfrequenz sowie glatten Gleich- und Wechselfehlerströmen bis mindestens 1 kHz
RCD vom Typ B+ RCD vom Typ B+ für den gehobenen vorbeugenden Brandschutz zum Schutz bei Wechsel- und Pulsfehlerströmen der Netzfrequenz sowie glatten Gleich- und Wechselfehlerströmen bis 20 kHz
RCD zum Einsatz bei tiefen Temperaturen RCD zum Einsatz bei tiefen Temperaturen

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Anhang 4 Schutzarten nach DIN EN 60529 (VDE 0470-1)

Anhang 4
Schutzarten nach DIN EN 60529 (VDE 0470-1)

Schutzart Kennziffer des Schutzgrades Symbol nach VDE 0713- 1
(angenähert)
Schutz gegen Fremdkörper und Staub Fremdkörper > 50 mm IP 1X  
Fremdkörper > 12 mm IP 2X  
Fremdkörper > 2,5 mm IP 3X  
Fremdkörper > 1,0 mm IP 4X  
keine Staubablagerung IP 5X keine Staubablagerung
Kein Staubeintritt IP 6X Kein Staubeintritt
Schutz gegen Nässe Tropfwasser senkrecht IP X1 Tropfwasser senkrecht
Tropfwasser schräg IP X2  
Sprühwasser IP X3 Sprühwasser
Spritzwasser IP X4 Spritzwasser
Strahlwasser IP X5 Strahlwasser
starkes Strahlwasser IP X6  
zeitweiliges Untertauchen (Wasserdicht IP X7 zeitweiliges Untertauchen
dauerndes Untertauchen (Druckwasserdicht) ( __ m Tauchtiefe) IP X8 dauerndes Untertauchen

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Anhang 5 Kurzzeichen für Leitungen

Anhang 5
Kurzzeichen für Leitungen

Tabelle 1: Kurzzeichen für harmonisierte Leitungen

Kurzzeichen für harmonisierte Leitungen

*)U0 Effektivwert der Spannung zwischen Außenleiter und Erde
 U Effektivwert der Spannung zwischen Außenleiter und Außenleiter

 

Tabelle 2: Beispiele für Leitungsbauarten

harmonisiert Leitung bisher
H05V-U
H05V-K
PVC-Verdrahtungsleitung NYFA
NYFAF
H07V-U
H07V-K
PVC-Aderleitung NYA
NYAF
H03VV-F
H03VVH2-F
Leichte Kunststoffschlauchleitung NYLHY
H05VV-F mittlere Kunststoffschlauchleitung NYMHY
H05RR-F mittlere Gummischlauchleitung NLH
H05RN-F mittlere Gummischlauchleitung NMH
H07RN-F schwere Gummischlauchleitung NMHöu
H07BQ-F EPR-isolierte Schlauchleitung mit Polyurethan-Mantel NGM11YÖ
H03VH-Y leichte Zwillingsleitung NLYZ
H03VH-H Zwillingsleitung NYZ
H03RT-F Gummiaderschnur NSA

Tabelle 3: Farbkennzeichnung der Leiter

Aderzahl mit Schutzleiter ohne Schutzleiter
2 gnge/sw sw/hbl
3 gnge/br/hbl a) sw/hbl/br
4 gnge/sw/hbl/br sw/hbl/br/sw
5 gnge/sw/hbl/br/sw sw/hbl/br/sw/sw
gnge = grüngelb = Schutzleiter   br = braun = Außenleiter
hbl = hellblau = Neutralleiter   sw = schwarz = Außenleiter

Tabelle 4: Kabel und Leitungen ohne grün-gelbe Ader

Anzahl der Adern Farben der Adern b)
2 Blau Braun      
3 Braun Schwarz Grau  
3 c) Blau Braun Schwarz    
4 Blau Braun Schwarz Grau  
5 Blau Braun Schwarz Grau Schwarz

Tabelle 5: Kabel und Leitungen mit grün-gelber Ader

Anzahl der Adern Farben der Adern b)
Schutzleiter Aktive Leiter
3 Grün-Gelb Blau Braun    
4 Grün-Gelb Braun Schwarz Grau
4 c) Grün-Gelb Blau Braun Schwarz  
5 Grün-Gelb Blau Braun Schwarz Grau

a)Gilt für bewegliche Leitungen. Bei Leitungen für feste Verlegung gilt gnge/sw/hbl
b)Blanke konzentrische Leiter, wie metallene Mäntel, Armierungen und Schirme, werden in diese Tabelle nicht als Leiter betrachtet. Ein konzentrischer Leiter ist durch seine Anordnung gekennzeichnet und braucht nicht durch Farben gekennzeichnet zu werden.
c)Nur für bestimmte Anwendungen

 

DGUV-Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen, Anhang 6 Vorschriften und Regeln

Anhang 6
Vorschriften und Regeln

Nachstehend sind die insbesondere zu beachtenden einschlägigen Vorschriften, Regeln und Informationen zusammengestellt.

1. Gesetze, Verordnungen

Bezugsquelle:
Buchhandel und Internet, z. B. www.gesetze-im-internet.de

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

2. Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS)

Bezugsquelle:
Buchhandel oder Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund

TRBS 1201 „Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen

TRBS 1203 „Befähigte Personen

3. Vorschriften, Regeln und Informationen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Bezugsquelle:
Bei Ihrem zuständigen Unfallversicherungsträger
oder unter www.dguv.de/publikationen

Unfallverhütungsvorschriften

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel “ (BGV A3 oder GUV-V A3)

Informationen

„Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung“ (BGI 594),

„Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“ (BGI/GUV-I 608)

„Wiederkehrende Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Arbeitsmittel
- Praxistipps für den Prüfer“ (BGI/GUV-I 5090),

„Wiederkehrende Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Arbeitsmittel
- Organisation durch den Unternehmer“ (BGI/GUV-I 5190),

4. Normen/VDE-Bestimmungen

Bezugsquelle:
Beuth-Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin
bzw.
VDE-Verlag, Bismarckstraße 33, 10625 Berlin

DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200)
Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 200: Begriffe

DIN EN 60529 (VDE 0470-1)
Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)

DIN EN 60898-2-24 (VDE 0711-2-24)
Leuchten – Teil 2: Besondere Anforderungen – Hauptabschnitt 24: Leuchten mit begrenzter Oberflächentemperatur

DIN VDE 0713-1 (VDE 0713-1)
Zubehör für Leuchtröhrenanlagen über 1000 V – Allgemeine Bestimmung

 

Webcode: M1504-1