BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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9 Prüfung

Nach § 3 Abs. 3 der Betriebssicherheitsverordnung hat der Arbeitgeber Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen der Arbeitsmittel zu ermitteln. Bei diesen Prüfungen sollen sicherheitstechnische Mängel systematisch erkannt und abgestellt werden.

Der Arbeitgeber legt ferner die Voraussetzungen fest, welche die von ihm beauftragten Personen zu erfüllen haben (befähigte Personen).

Nach derzeitiger Auffassung ist davon auszugehen, dass die Aufgaben der befähigten Personen für die nachstehend aufgeführten Prüfungen durch die dort genannten Personen wahrgenommen werden. Art, Umfang und Fristen der Prüfungen sind bisherige Praxis und entsprechen den Regeln der Technik.

9.1

Vor jedem Tauchereinsatz hat der Taucher die gesamte Tauchausrüstung umfassend auf Dichtigkeit und augenscheinliche Veränderungen zu prüfen, die Dichtigkeit und Barrierewirkung der Tauchausrüstung beeinflussen könnten.

9.2

Vor jedem Tauchgang hat der Taucher seinen Lungenautomat und gegebenenfalls vorhandene Auslassventile des Tauchanzugs gründlich auf Dichtigkeit zu prüfen.

9.3

Ist auf Grund der vorliegenden Informationen nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass Kontaminationen in das Material der Tauchausrüstung eindringen können, so ist der Anzug in vom Unternehmer festzulegenden Abständen durch eine befähigte Person auf seine Kontaminations-Dichtigkeit untersuchen zu lassen.

9.4

Ist anhand Herstellerangaben damit zu rechnen, dass sich Kontaminationen aus Tauchgängen in kontaminiertem Wasser im Material der Tauchausrüstung anreichern, sind die betroffenen Ausrüstungsteile vor dem nächsten Einsatz entsprechend zu prüfen.

Soll die Tauchausrüstung nach Tauchgängen in kontaminiertem Wasser weiter verwendet werden, wird empfohlen, Materialproben betroffener Ausrüstungsbestandteile im Hinblick auf die bei den Tauchgängen vorhanden gewesenen Kontaminationen analysieren zu lassen.



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