BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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6 Tauchausrüstung

6.1

Die Tauchausrüstung muss für den Einsatz in kontaminierten Flüssigkeiten geeignet sein.

Dies ist der Fall, wenn die Tauchausrüstung einen direkten Kontakt des Tauchers mit dem kontaminierten Wasser mit ausreichender Sicherheit verhindert. Dies wird z.B. mit einem Helmtauchgerät mit konstanter Luftzufuhr ("free flow"), erreicht, bei dem sich das Auslassventil nicht im Mundbereich befindet.

6.2

Das Material des Tauchanzugs – einschließlich Handschuhe und Füßlinge – sowie des Atemanschlusses muss gegen die auftretende Kontamination ausreichend beständig sein und zusätzlich eine ausreichende Barriere gegen Penetration und Permeation durch die Kontamination sein.

Gegebenenfalls ist der Widerstand des Materials des Tauchanzugs gegen Penetration (Durchdringung durch Löcher, Nähte) und Permeation (Durchtritt auf molekularer Ebene) durch die vorhandene Kontamination durch eine Prüfung des Anzugmaterials gemäß DIN EN 368 bzw. DIN EN 369 (Bestimmung der Durchbruchszeit) nachzuweisen.

Liegen keine Daten zum Permeationsverhalten des Tauchanzugsystems gegen die vorhandenen Kontaminationen vor, sollte unter Einbeziehung des Herstellers geprüft werden, ob sich die betreffende Kontamination im Material des Tauchanzugsystems anreichern kann und dadurch eine Gefährdung für den Taucher bestehen könnte.

6.3

Die Verbindung der Handschuhe mit dem Tauchanzug muss gegen den Zutritt des kontaminierten Wassers dicht sein.

Dies ist gegeben, wenn die Handschuhe z.B. angeschweißt, angeklebt oder mit doppelten O-Ringen am Tauchanzug befestigt sind.

6.4

Das Auslassventil des Atemanschlusses und – falls vorhanden – das Auslassventil des Tauchanzugs muss in allen Tauchlagen den Eintritt von Wasser sicher verhindern.

6.5

Die über Wasser befindlichen Mitglieder der Tauchergruppe müssen durch technische oder organisatorische Maßnahmen vor den Gefahren durch die im Wasser enthaltenen Kontaminationen geschützt werden. Sind keine derartigen Maßnahmen durchführbar, sind geeignete persönliche Schutzausrüstungen zu tragen.

Ein Schutz kann z.B. durch automatisch wirkende Dekontaminationseinrichtungen für den Einsatztaucher oder durch räumliche Abgrenzung der Ausstiegsstelle des Tauchers erreicht werden.



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