BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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5 Durchführung von Taucherarbeiten

Der Auftragnehmer darf – auch als Subunternehmer – Taucherarbeiten in kontaminiertem Wasser nur durchführen, wenn ihm das Ergebnis der unter Abschnitt 3 geforderten Erkundung vorliegt. Unter Berücksichtigung der dort aufgeführten Gefährdungen hat der Tauchunternehmer in einer Betriebsanweisung entsprechend der Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 555 "Betriebsanweisung und Unterweisung nach § 20 GefStoffV" die im Zusammenhang mit den vorhandenen Gefahrstoffen erforderlichen Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln festzulegen.

Die Betriebsanweisung muss – in Anlehnung an TRGS 555 – folgende Angaben enthalten:

  • Beschreibung der Tauchstelle (örtlich),
  • Beschreibung der auszuführenden Arbeit und einzelnen Tätigkeiten,
  • Ermittelte Kontaminationen, ggf. mit Angabe der Konzentration,
  • Mögliche Gefährdungen für die Beschäftigten,
  • Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen,
  • Verhalten im Regelfall,
  • Verhalten im Notfall,
  • Organisation der Rettungskette,
  • Festlegung von Art und Umfang der Dekontamination sowie der hierzu zu verwendenden Mittel.



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