BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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5 Prüfung

Nach § 3 Abs. 3 der Betriebssicherheitsverordnung hat der Arbeitgeber Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen der Arbeitsmittel zu ermitteln. Bei diesen Prüfungen sollen sicherheitstechnische Mängel systematisch erkannt und abgestellt werden.

Der Arbeitgeber legt ferner die Voraussetzungen fest, welche die von ihm beauftragten Personen zu erfüllen haben (befähigte Personen).

Nach derzeitiger Auffassung ist davon auszugehen, dass die Aufgaben der befähigten Personen für die nachstehend aufgeführten Prüfungen durch die dort genannten Personen wahrgenommen werden. Art, Umfang und Fristen der Prüfungen sind bisherige Praxis und entsprechen den Regeln der Technik.

5.1

Vor jedem Tauchgang hat der

  • Tauchereinsatzleiter den Atemgasvorrat auf ausreichende Menge und die für den Tauchgang erforderliche Gaszusammensetzung zu prüfen.

    Bei betriebseigener Mischgasherstellung hat der Einsatzleiter darüber hinaus zu prüfen, dass nach vollständiger Durchmischung in den gebrauchsfertigen Mischgasen keine unzulässigen Konzentrationen von Verunreinigungen enthalten sind. Die Prüfung hat nach anerkannten Standards zu erfolgen, z.B. DIN EN 12021.

  • Taucher das Mischgastauchgerät entsprechend der Betriebs und Wartungsliste (siehe Abschnitt 3.3 ) zu prüfen.

5.2

Vor jedem Einsatz sind Geräte und Einrichtungen von einer befähigten Person entsprechend der Betriebs- und Wartungsanleitung des Herstellers (siehe Abschnitt 3.5 ) zu prüfen und einsatzklar zu machen. Das Ergebnis der Prüfungen ist zu dokumentieren.

Befähigte Person ist, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Atemgasversorgung unter Druckluft sowie in Bau und Einrichtung von Mischgas-Tauchgeräten und Versorgungsanlagen hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z.B. BG-Regeln, DIN-Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum) soweit vertraut ist, dass er den arbeitssicheren Zustand von Mischgas-Tauchgeräten und Versorgungsanlagen beurteilen kann.

5.3

Mindestens alle zwei Jahre hat der Unternehmer Tauchgeräte und Mischgas-Versorgungsanlagen sowie deren Zubehör von einem Sachverständigen auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen.

Sachverständiger ist, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Atemgasversorgung unter Druckluft sowie in Bau und Einrichtung von Mischgas-Tauchgeräten und Versorgungsanlagen hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z.B. BG-Regeln, DIN Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum) vertraut ist. Er muss Mischgas-Tauchgeräte und Versorgungsanlagen nebst Zubehör prüfen und gutachtlich beurteilen können.

Hierzu zählen z.B. Ingenieure der Herstellerfirmen, Germanischer Lloyd.



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