BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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3 Auswahl der geeigneten Tauchausrüstung

3.1

Nach dem 1. Juli 1996 in Verkehr gebrachte Tauchgeräte müssen den sicherheitstechnischen Anforderungen der Achten Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz (Verordnung über das Inverkehrbringen von persönlichen Schutzausrüstungen – 8. GSGV) entsprechen und von einer hierfür zugelassenen Stelle zertifiziert sein. Bei der entsprechenden Baumusterprüfung muss auch die Eignung für das vorgesehene Atemgas geprüft worden sein.

3.2

Vor dem 1. Juli 1996 in Verkehr gebrachte Tauchgeräte sind von einem Sachverständigen auf ihre Eignung für das vorgesehene Atemgas prüfen zu lassen.

3.3

Die sonstige Tauchausrüstung muss den anerkannten Regeln der Technik entsprechen und nach den jeweils geltenden Vorschriften geprüft und gegebenenfalls zugelassen sein. Sie muss für den vorgesehenen Einsatz geeignet sein.

3.4

Sicherheitsrelevante Komponenten der Tauchausrüstung müssen dauerhaft und eindeutig gekennzeichnet sein.

3.5

Für alle Geräte und Einrichtungen muss eine Betriebs- und Wartungsanleitung nach DIN 8418 vorliegen. An der Einsatzstelle müssen jeweils eine Kurzbetriebsanleitung und eine Check-Liste für Prüfung und Wartung vorhanden sein.

3.6

Falls für die in der jeweiligen Bedienungsanleitung vorgeschriebenen Prüfungen Prüfeinrichtungen erforderlich sind, müssen diese vorhanden sein.

3.7

Atemgasflaschen müssen unverwechselbar und dauerhaft mit Angaben über die enthaltenen Gase und das Mischverhältnis gekennzeichnet sein.

3.8

Die Anschlusselemente der Versorgungsleitungen müssen so beschaffen sein, dass ein Verwechseln nicht möglich ist.

3.9

Es ist ein Notatemgasvorrat mitzuführen, der den Taucher in der geplanten maximalen Tauchtiefe für mindestens 10 min mit Atemgas versorgen kann.

3.10

Bei Tauchtiefen über 50 m sind weitere Transport- und Sicherungsmittel erforderlich, die über Einrichtungen zum Bergen eines bewusstlosen Tauchers verfügen, z.B.

  • Trockene Taucherglocke,
  • Nasse Taucherglocke,
  • Transportkorb mit Haube.

3.11

Mischgas-Regenerationsgeräte dürfen mit Faltenschläuchen ausgerüstet sein. Werden derartige Schläuche verwendet, so müssen diese den in EN 250 festgelegten Anforderungen entsprechen.

3.12

Die Aufnahmefähigkeit von CO2-Absorbern eines Mischgas-Regenerationsgerätes muss so groß sein, dass die während eines Tauchganges anfallende CO2-Menge sowohl von der momentanen Absorptionsleistung wie auch von der Gesamtkapazität her absorbiert werden kann. Bei der Berechnung der Gesamtkapazität ist eine Sicherheitsreserve von 20 % anzusetzen.

3.13

Bei Benutzung von heliumhaltigem Atemgas und Tauchtiefen TT > 120 m ist das Atemgas vorzuwärmen.




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