BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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5 Instandhaltung und Prüfung

5.1

Instandhaltung

Die Rohrabsperrgeräte sind vor jedem Einsatz auf augenfällige Mängel, z. B. Formveränderungen, Risse, Gewebeschädigungen, poröse Oberflächen, zu prüfen. Hierbei ist auch die Funktion der Sicherheitseinrichtungen zu kontrollieren. Sicherheitseinrichtungen sind z. B. Druckbegrenzer, Sicherheitsventile. Bei Mängeln, die die Betriebssicherheit des Absperrgerätes gefährden können, z. B. Materialrisse an Dichtkörpern oder Zuleitungen, ist der Betrieb sofort zu unterbrechen. Mängel sind dem Aufsichtführenden unverzüglich mitzuteilen. Die Aufnahme der Arbeiten darf erst nach Beseitigung der Mängel erfolgen. Pneumatische/hydraulische Rohrabsperrgeräte, -blasen und -kissen dürfen zu Inspektionszwecken außerhalb von Rohrleitungen nur mit dem vom Hersteller zugelassenen Druck aufgeblasen werden. Falls keine Herstellerangaben vorliegen, darf der Geräteinnendruck bei Rohrabsperrgeräten bis DN 600 0,5 bar und bei Rohrabsperrgeräten größer DN 600 0,3 bar nicht übersteigen.

5.2

Prüfung

Geräte und Anlagen sind entsprechend den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen nach Bedarf durch eine zur Prüfung befähigte Person auf ihren arbeitssicheren Zustand zu prüfen.

Nach der Betriebssicherheitsverordnung hat der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen der Arbeitsmittel zu ermitteln. Empfohlen wird im Allgemeinen die jährliche Prüfung. Die TRBS 1201 – Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen – empfiehlt für Rohrabsperrgeräte ebenfalls die jährliche Prüfung. Bei diesen Prüfungen sollen sicherheits- technische Mängel systematisch erkannt und abgestellt werden. Die Prüfungen sind zu dokumentieren.

Der Unternehmer/die Unternehmerin legt ferner die Voraussetzungen fest, welche die von ihm mit den Prüfungen beauftragten Personen zu erfüllen haben (zur Prüfung befähigte Personen).

 

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