BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, Titel

DGUV Information 201-015

Merkblatt
für
das Handhaben von Mauersteinen

Ausgabe Oktober 1992


Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften
Fachausschuß "Bau"


DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

 

Vorbemerkung

1 Anwendungsbereich

2 Begriffsbestimmungen

3 Beschaffenheit von Griffhilfen

4 Bedingungen für das Handhaben von Mauersteinen

5 Empfehlungen für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen beim Versetzen von Mauersteinen
5.1 Versetzgeräte und -maschinen
5.2 Gestaltung von Mauersteinen im Hinblick auf maschinelles Versetzen
5.3 Höhenverstellbare Arbeitsplätze
5.4 Verwendungsgerecht paketierte Steinstapel


 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, Vorbemerkung

Vorbemerkung

Beim Heben, Tragen und Umsetzen von Mauersteinen kommt es zu Haltungen und Bewegungen, die den Körper stark belasten und auf Dauer zu einer Überbeanspruchung führen können. Besondere Gesundheitsgefahren können sich beim Handhaben von großformatigen Mauersteinen ergeben, die - im Bestreben, wirtschaftlich zu bauen - in zunehmendem Maß verwendet werden.

Nach arbeitsphysiologischen Untersuchungen erreicht die Beanspruchung des Menschen beim Vermauern von Hand und bei einem Steingewicht von etwa 25 kg einen Grenzwert. Dies bedeutet, daß häufiges Heben, Tragen und Umsetzen von Steinen mit einem höheren Gewicht zu Gesundheitsbeschwerden oder -schädigungen führen kann.

In diesem Merkblatt sind aufgrund gesicherter arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse die Anforderungen zusammengestellt, die dazu beitragen, die körperliche Beanspruchung beim Handhaben von Mauersteinen zu verringern.

Dieses Merkblatt soll dazu beitragen, daß Mauersteine handlich oder für maschinelles Versetzen geeignet gestaltet werden und großformatige Steine mit mehr als 25 kg Gewicht nicht mehr von Hand vermauert, sondern statt dessen geeignete Versetzhilfen auf Baustellen eingesetzt werden.

Die in diesem Merkblatt enthaltenen technischen Regeln schließen andere, mindestens ebenso sichere Lösungen nicht aus, die auch in technischen Regeln anderer EG-Mitgliedstaaten ihren Niederschlag gefunden haben können.



 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 1 Anwendungsbereich

1 Anwendungsbereich

Dieses Merkblatt findet Anwendung auf das Handhaben von Mauersteinen.



 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 2 Begriffsbestimmungen, 2.1 Mauersteine ...

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Mauersteine sind aus gebranntem oder gebundenem Material serienmäßig hergestellte Steine bestimmter Formate, die zum Herstellen von Mauerwerk bestimmt sind.

Fertig- und Formteile sowie -steine für feuerfeste Auskleidungen sind keine Mauersteine im Sinne dieser Bestimmung.

2.1.1 Einhandsteine sind Mauersteine, die mit einer Hand zwischen dem Daumen und den Fingern einer Hand ergriffen und ohne körperliche Überbeanspruchung vermauert werden können. Als Einhandsteine gelten Mauersteine mit einer Greifspanne von mindestens 40 mm bis höchstens 115 mm. Dabei darf

  • bei einer Greifspanne von 75 mm bis höchstens 115 mm das Verarbeitungsgewicht nicht mehr als 6 kg,
  • bei einer Greifspanne von 40 mm bis unter 75 mm das Verarbeitungsgewicht nicht mehr als 7,5 kg

betragen (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: Grenzwerte für Greifspannen und Gewichte von Einhand-Mauersteinen

Grenzwerte für die Greifspanne von Einhandsteinen
mm
 
Grenzwerte für das Verarbeitungsgewicht von Einhandsteinen
kg
max. 115 mm*)
mind. 40 mm
bis max. 75 mm
<-- dabei -->
<-- dabei -->
max. 6 kg
max. 7,5 kg *) **)
*) = Obergrenze
**) Voraussetzung für den Gewichtsgrenzwert von 7,5 kg ist dabei weiterhin, daß die in den Steinen vorhandenen Grifflöcher ausreichend groß sowie ergonomisch gestaltet und angeordnet sind.

2.1.2 Zweihandsteine sind Mauersteine, bei denen die Grenzwerte für Einhandsteine überschritten sind und die ein Verarbeitungsgewicht von nicht mehr als 25 kg haben.

2.2 Verarbeitungsgewicht ist das vor Ort beim Handhaben der Mauersteine vorhandene Steingewicht einschließlich produktions- und witterungsbedingter Feuchtigkeit.


 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 2 Begriffsbestimmungen, 2.3 Greifspanne ...

2.3 Greifspanne ist die jeweils in der Ebene der Lagerfuge gemessene geringste Abmessung zwischen

  • zwei parallelen Steinaußenflächen
    oder
  • zwei benachbarten Grifflöchern
    oder
  • Grifflochwand und nächster Außenfläche eines Mauersteines (siehe Bilder 1 , 2 und 3 ).


Bild 1: 2DF-Einhandstein, Greifspanne 115 mm


Bild 2: 3DF-Einhandstein mit 4-Finger-Griffloch (Grifföffnung so groß, daß auch Handschuhe benutzt werden können)


Bild 3: 5DF-Einhandstein mit zwei zentralen 4-Finger-Grifflöchern

 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 2 Begriffsbestimmungen, 2.4 Griffhilfen ...

2.4 Griffhilfen sind in oder an Mauersteinen vorhandene Öffnungen, Schlitze oder Aussparungen (Grifflöcher, Grifftaschen, Griffleisten), die aufgrund ihrer Anordnung und Formgebung das Ergreifen, Umsetzen und Vermauern der Steine ermöglichen oder erleichtern.

2.4.1 Grifflöcher sind in der Oberseite von Mauersteinen vorhandene Öffnungen, in Gestalt von

  • Daumengrifflöchern für den Daumen einer Hand (siehe Bilder 4 und 5 )
    oder
  • 4-Fingergrifflöchern für die vier Finger einer Hand (siehe Bilder 2 , 3 und 6 ).


Bild 4: 5DF-Zweihandstein mit zwei Daumen-Grifflöchern


Bild 5: 10DF-Zweihandstein mit zwei Daumen-Grifflöchern und Grifftaschen


Bild 6: 10DF-Zweihandstein mit 4-Finger-Grifflöchern und Grifftaschen als Untergriff

2.4.2 Grifftaschen sind in den Stoßfugenseiten von Zweihandsteinen vorhandene Vertiefungen (siehe Abschnitt 3 und Bilder 5 , 6 , 7 , 8 und 9 ).


  • Grifftaschen können in der Nähe der Steinoberseite (Deckelseite) oder auch an der Steinunterseite (als sogenannter Untergriff) angeordnet sein.
    Grifftaschen bewirken aufgrund ihrer Formgebung, daß die zum Anheben und Halten des Mauersteins erforderliche Kraft nicht ausschließlich kraftschlüssig (durch Reibung) zwischen den Fingern bzw. dem Daumen und dem Stein, sondern auch formschlüssig übertragen wird. Der Mauerstein "hängt" dann gewissermaßen wegen der Formgebung der Grifftaschen an den Fingern bzw. zwischen Daumen und Fingern in der Hand. Die aufzuwendende Muskelkraft wird auf diese Weise vermindert und die Arbeit erleichtert.


Bild 7: Zweihandstein mit Grifftaschen


Bild 8: Schnitt eines Zweihandsteines mit ergonomisch günstig angeordneten und gestalteten Grifftaschen

2.4.3 Griffleisten sind handgerechte Ausformungen an Grifflöchern oder Grifftaschen, an denen die Fingerendglieder Kontakt mit dem Mauerstein haben.


Bild 9: Schnitt eines Zweihandsteines mit Griffleisten an den Grifftaschen und in den Grifflöchern.

  • Die beste Formgebung der Griffleiste ist dann gegeben, wenn die Finger die Vorderkante der Griffleiste aufgrund einer Hinterschneidung umgreifen können (siehe Bilder 8 und 9 ). Dadurch wird der Formschluß an Grifflöchern oder Grifftaschen verbessert und die Gefahr, daß die Finger abrutschen, verringert.

2.5 Greifwerkzeuge sind mit zwei Handgriffen versehene Handwerkzeuge, die zum beidhändigen Greifen und Versetzen von Zweihandsteinen bestimmt sind.

2.6 Versetzgeräte und -maschinen sind technische Arbeitsmittel, die zum maschinellen Aufnehmen und Versetzen von Mauersteinen bestimmt sind.


  • Siehe auch UVV "Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb" (VBG 9a).


 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 3 Beschaffenheit von Griffhilfen

3 Beschaffenheit von Griffhilfen

3.1 Griffhilfen an Mauersteinen müssen unter ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet und so angeordnet sein, daß ein sicheres und mit möglichst geringer Anstrengung verbundenes Ergreifen und Halten des Mauersteins möglich ist.

3.2 Die Kanten von Griffhilfen dürfen keine Grate haben. Die Kanten sollen leicht gebrochen oder abgerundet sein.

3.3 Grifflöcher müssen die in Tabelle 2 genannten Mindestabmessungen haben.

Tabelle 2: Mindestabmessungen von Grifflöchern

Art der
Grifflöcher
Mindest-
länge
mm
Mindest-
breite
mm
Mindest
Durchmesser
mm
4-Finger-
Grifflöcher

Daumen-
Grifflöcher
105 mm


35 mm
35 mm*)


35 mm
-


oder 35 mm
*) Die Mindestbreite eines 4-Finger-Grifflochs von 35 mm muß auf der gesamten Länge des Grifflochs vorhanden sein. Ecken können mit Radien von max. 5 mm gerundet sein.


3.4 Die Ecken von Grifflöchern können mit Radien von höchstens 5 mm abgerundet sein.

3.5 Daumengrifflöcher sollen am Rand des Mauersteins möglichst in Verbindung mit Grifftaschen angeordnet sein (siehe Bild 5 ). Ist an Stelle eines Daumengriffloch-Paares nur ein Daumengriffloch vorhanden, muß an der gegenüberliegenden Seite des Mauersteins eine Grifftasche angeordnet sein.

3.6 Grifftaschen müssen folgende Mindestmaße haben:

Breite:

  • bei Steinbreiten von £ 17,5 cm: 85 mm
  • bei Steinbreiten von ³ 24,0 cm: 100 mm

Höhe: ³ 35 mm

Tiefe: ³ 20 mm.

3.7 In Grifflöchern sollen nach Möglichkeit Griffleisten angeformt sein (siehe Bild 9 ).


 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 4 Bedingungen für das Handhaben von Mauersteinen

4 Bedingungen für das Handhaben von Mauersteinen

4.1 Als Einhandsteine dürfen nur Mauersteine verarbeitet werden, die die in Abschnitt 2.1.1 genannten Grenzwerte nicht überschreiten.

4.2 Als Zweihandsteine dürfen nur Mauersteine verarbeitet werden, die ein Verarbeitungsgewicht von nicht mehr als 25 kg haben und

  • mit Griffhilfen nach Abschnitt 2.4 versehen sind
    oder
  • so gestaltet sind, daß sie mit Greifwerkzeugen nach Abschnitt 2.5 versetzt werden können.


    Für das Verarbeitungsgewicht wird auf der Grundlage in der Praxis vorgenommener Messungen die normale produktions- und witterungsbedingte Feuchtigkeit angenommen für
    · Mauersteine, die in der Praxis relativ wenig Wasser aufnehmen, mit bis zu:


    1. 5 % für Mauerziegel - Vollziegel und Hochlochziegel (Mz) nach DIN 105 Teil 1,
      5 % für Mauerziegel - Leichthochlochziegel (HLZ) nach DIN 105 Teil 2,
      5 % für Kalksandsteine - Voll-, Loch-, Block-, Hohlblock- und Plansteine (KS) nach DIN 106 Teil 1,
      5 % für Kalksandsteine - Vormauersteine und Verblender (KS) nach DIN 106 Teil 2,
      5 % für Mauersteine aus Beton (Hbn) nach DIN 18 153;

    · Mauersteine, die in der Praxis relativ viel Wasser aufnehmen, mit bis zu:

    1. 15 % für Hohlblöcke aus Leichtbeton (Hbl) nach DIN 18 151,
      15% für Vollsteine und Vollblöcke aus Leichtbeton nach DIN 18 152,
      15 % für Porenbeton-Blocksteine (PB) und Porenbeton-Plansteine (PP) nach DIN 4165 (Porenbeton = früher Gasbeton).

    Aus den höchstzulässigen Verarbeitungsgewichten werden unter Abzug der vorgenannten Feuchtigkeitswerte für die verschiedenen Steinarten und deren Formate ihre jeweils höchstzulässigen Steinrohdichten errechnet. Damit kann jeder Mauersteinart und jedem Format eine Rohdichteklasse nach DIN zugeordnet und damit bestimmt werden, welche Mauersteine von Hand vermauert werden dürfen und welche nicht. Diese Angaben sind in Tabelle 3 "Beispiele für Mauersteine, die von Hand bzw. die nicht von Hand verarbeitet werden dürfen" für häufig vorkommende Mauersteinarten und -formate zusammengestellt.

4.3 Mauersteine mit einem Verarbeitungsgewicht von mehr als 25 kg dürfen nicht von Hand vermauert werden. Dies gilt auch dann, wenn eine zweite Person dabei Hilfestellung leistet. Derartige Steine dürfen nur mit Hilfe von Versetzgeräten oder -maschinen entsprechend Abschnitt 5.1 versetzt werden.

4.4 Für die Entscheidung, ob Mauersteine bestimmter Arten und Formate von Hand vermauert werden dürfen oder mit maschineller Hilfe versetzt werden müssen, sind die Angaben in Tabelle 3 zu berücksichtigen.


 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 5 Empfehlungen für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen beim Versetzen von Mauersteinen

5 Empfehlungen für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen beim Versetzen von Mauersteinen

5.1 Versetzgeräte und -maschinen

Für Mauersteine, die für das Vermauern von Hand zu schwer sind, müssen geeignete, dem Arbeitsverfahren angepaßte Versetzgeräte oder -maschinen verwendet werden. Diese sollen nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet sein und möglichst vielseitig der jeweiligen Versetztechnik angepaßt werden können (siehe Bilder 10 und 11 ).


Bild 10: Minikran


Bild 11: Maurer-Elevator-Handling-Maschine


 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 5.2 Gestaltung von Mauersteinen im Hinblick auf maschinelles Versetzen

5.2 Gestaltung von Mauersteinen im Hinblick auf maschinelles Versetzen

Mauersteine, die für das Versetzen mit Versetzgeräten oder -maschinen vorgesehen sind, müssen für diesen Zweck durch geeignete Formgebung, die ein einfaches und sicheres Erfassen von einem oder gleichzeitig mehreren Steinen mit dem Versetzgerät ermöglicht, vorbereitet sein. Dies gilt insbesondere für die Anordnung von Dornlöchern und die Gestaltung von Greifzangen (siehe Bilder 12 , 13 und 14 ).


Bild 12: Greifzange mit zwei Dornen für drei und vier Steine


Bild 13: Greifzange mit zwei Dornen für ein und zwei Steine


Bild 14: Greifzange mit zwei Pratzen für zwei und drei Steine


 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 5.3 Höhenverstellbare Arbeitsplätze

5.3 Höhenverstellbare Arbeitsplätze

Zum Verarbeiten von Mauersteinen sollten Maßnahmen getroffen werden, die dem Maurer unnötiges Bücken ersparen. Zu diesem Zweck können in der Höhe - möglichst stufenlos - verstellbare und verfahrbare Arbeitsplätze (Gerüste) verwendet werden. Eine höhere Ebene für Steine, Steinpakete und Mörtel und eine tiefere Ebene als Standfläche für den Maurer verbessern die Arbeitsbedingungen (siehe Bild 15).


Bild 15: Maurergerüst mit 2 Ebenen

Tabelle 3: Beispiele für Mauersteine, die von Hand bzw. die nicht von Hand verarbeitet werden dürfen


Erläuterungen

Die Mauerstein-Bezeichnungen einschließlich der Rohdichteklassen sind auf dem Lieferschein angegeben und auch aus den Beipackzetteln der Steinpakete ersichtlich.

Stein-Rohdichte ist die Masse des bei einer Temperatur von 105 °C bis zur Massenkonstanz getrockneten Mauersteins, bezogen auf dessen äußeres Steinvolumen. Dieses errechnet sich aus den äußeren Steinabmessungen Länge x Breite x Höhe.

Es schließt vorhandene Lochkanäle, Grifflöcher, Mörteltaschen und dergl. ein.

Mz = Mauerziegel, Vollziegel u. Hochlochziegel nach DIN 105, Teil 1
Hlz = Mauerziegel, Leichthochlochziegel nach DIN 105, Teil 2
KS = Kalksandsteine, Voll-, Loch-, Block-, Hohlblock- und Plansteine nach DIN 106, Teil 1
Hbl = Hohlblöcke aus Leichtbeton nach DIN 18 151
V u. Vbl = Vollsteine und Vollblöcke aus Leichtbeton nach DIN 18 152
Hbn = Mauersteine aus Beton, (Normalbeton) nach DIN 18 153 (Hohlblöcke)
PB u. PP = Porenbeton-Blocksteine (PB) und Porenbeton-Plansteine (PP) nach DIN 4165
(Porenbeton = früher "Gasbeton")


 

DGUV Information 201-015: Handhaben von Mauersteinen, 5.4 Verwendungsgerecht paketierte Steinstapel

5.4 Verwendungsgerecht paketierte Steinstapel

5.4.1 Steinpakete sollten verwendungsgerecht mit in Gebrauchslage gestapelten Steinen angeliefert werden, damit die Mauersteine ohne zusätzliches Bewegen von Hand verarbeitet werden können.

5.4.2 Das Zerteilen und Umstapeln von Steinpaketen mit der Hand ist zu vermeiden. Dies setzt unter anderem voraus, daß die angelieferten Steinpakete in ihrer Grundfläche solche Abmessungen haben, daß zu ihrem Transport nur noch ein zu diesen Abmessungen passender Steinkorb erforderlich ist.

5.4.3 Steinpakete, bei denen das Verarbeitungsgewicht der einzelnen Steine mehr als 25 kg beträgt, sollten durch einen textlichen Hinweis und ein Verbotszeichen auf der Verpackung oder dem Beipackzettel so gekennzeichnet sein, daß diese Steine nicht von Hand vermauert werden dürfen (siehe Bild 16).


  • Siehe auch "Merkblatt für paketierte Steine auf Baustellen" (ZH 1/335).

Bild 16: Hinweis- und Verbotszeichen für Mauersteine über 25 kg Verarbeitungsgewicht


 

Webcode: M1468-1