BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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Was sollte der Unternehmer der Arbeitsplattformnetze montiert bei der Durchführung der Arbeiten beachten?

Arbeitsplattformnetze und ihre Zubehörteile werden so transportiert und gelagert, dass die Gefahr der Beschädigung so gering wie möglich ist. Um sicher zu gehen, dass keine beschädigten Teile verwendet werden, sind alle Arbeitsplattformnetze und ihre Zubehörteile vor dem Einbau auf augenscheinliche Mängel zu prüfen, hierzu gehört auch die Überprüfung der Prüfmaschen bei Netzen, die älter als ein Jahr sind.

Schutznetze dürfen ohne Prüfung der Prüfmasche nur innerhalb von 12 Monaten nach Herstellung verwendet werden. Sollen ältere Schutznetze eingesetzt werden, ist nachzuweisen, dass das Mindest-Energieaufnahmevermögen der Prüfmasche den vom Hersteller angegebenen Wert nicht unterschreitet. Für diesen Nachweis ist eine Prüfmasche aus dem Schutznetz zu entnehmen und an eine zugelassene Stelle nach DIN EN 45001 oder den Hersteller zu geben. Die Prüfung des Mindest-Energieaufnahmevermögens der Prüfmasche hat nach DIN EN 1263-1 zu erfolgen und darf nicht länger als 12 Monate zurückliegen.

Werden Mängel an Schutznetzen oder Netzzubehör festgestellt, dürfen diese Teile nur dann weiter eingesetzt werden, wenn durch eine befähigte Person wurde, dass die Sicherheit durch die Mängel nicht beeinträchtigt ist.

Sicherheitstechnische Mängel können z.B. sein:

  • Beschädigung eines Randseiles oder Garnes (Garnrisse),
  • bleibende Verformungen an Tragkonstruktionen (z.B. Tragrohre, Einhängehaken).

Um die Möglichkeit einer vorzeitigen missbräuchlichen Nutzung einzuschränken, sollten Arbeitsplattformnetze möglichst ohne zeitliche Unterbrechung errichtet werden. Auch im Montagezustand muss die Standsicherheit stets gewährleistet sein. Anschlageinrichtungen und ggf. erforderliche zusätzliche Aussteifungen der Konstruktion sind deshalb entsprechend dem Baufortschritt des Arbeitsplattformnetzes einzubauen.

Die Maßnahmen aus der Gefährdungsbeurteilung, die vor Beginn der Arbeiten festgelegt wurden, sind jetzt umzusetzen. Dies gilt besonders für die vorgesehenen Maßnahmen zur Vermeidung der Absturzgefährdung.

Sind bereits montierte Teile eines Arbeitsplattformnetzes nicht einsatzbereit - insbesondere während des Auf-, Um- und Abbaus - sind diese mit dem Verbotszeichen "Zutritt für Unbefugte verboten" zu kennzeichnen. Darüber hinaus muss durch Abgrenzungen deutlich gemacht werden, dass das Arbeitsplattformnetz nicht fertig gestellt ist und somit nicht betreten werden darf.



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