BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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BG-Information "Persönliche Schutzausrüstungen für Schornsteinfegerarbeiten" Anhang 3

3.7

Hautschutz

3.7.1 Hautschutzmittel gehören zu den persönlichen Schutzausrüstungen, allerdings ist keine CE-Kennzeichnung vorgeschrieben. Es ist ein auf die Gefährdungen abgestimmter Hautschutzplan zu erstellen.
  Besondere Hautgefährdungen für die Schornsteinfeger entstehen z.B. durch stark hauthaftende Verschmutzungen und Arbeitsstoffe, wie Ruß, Staub, Altöl, Beschichtungsstoffe und ähnliches.

3.7.2

Hautschutz umfasst:
  • Einsatz von Hautschutzmitteln,
  • möglichst schonende Hautreinigung,
  • Hautpflege.

Alle drei Stufen sind gleich wichtig für die Verhütung von Hauterkrankungen.

Das Hautschutzmittel soll das Eindringen der Schadstoffe in die Haut verhindern und die Hautreinigung erleichtern. Es muss unbedingt auf die spezifische Hautgefährdung abgestimmt sein.

  Ein falsches Hautschutzmittel kann die Gefährdung erhöhen, da hierdurch gegebenenfalls die Aufnahme von Schadstoffen gefördert werden kann.
  Die Hautreinigung soll gründlich und gleichzeitig hautschonend sein. Die Zusammensetzung des Reinigungsmittels muss auf die Art und den Grad der Verschmutzung abgestimmt sein. Grundsätzlich sollte das mildeste Hauteinigungsmittel verwendet werden.
  Verdünner, Waschbenzin, Trichlorethylen, Perchlorethylen, Kaltreiniger, Vergaserkraftstoff oder ähnliches sind zur Hautreinigung nicht zulässig.
  Die regelmäßige Hautpflege unterstützt die natürliche Regeneration der Haut. Die Hautpflegemittel führen der Haut die Schutzstoffe wieder zu, welche ihr bei der Arbeit und durch die Hautreinigung entzogen werden.

3.7.3

Weitere Hinweise für den Hautschutz enthält die BG-Regel "Benutzung von Hautschutz" (BGR 197).

3.7.4

Geeignete Mittel für den Hautschutz können bei den Herstellern oder Lieferanten (s. Anhang) erfragt werden.

Webcode: M1445-77