BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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4.1.12.5 Hebevorgänge

4.1.12.5.1 Hebeanwendungen beim Bohren, Rammen und Ziehen

Winden von Maschinen des Spezialtiefbaus, die direkt an Bohr-, Ramm- oder Ziehprozessen beteiligt sind, müssen, sofern sie Einfluss auf die Standsicherheit haben, mit Anzeigeeinrichtungen für den aktuellen Seilzug/die aktuelle Hakenlast oder Seilzugbegrenzern ausgerüstet sein. Im Sichtfeld des Maschinenführers muss eine Traglasttabelle angeordnet sein, die den erlaubten Seilzug anzeigt.

Bau- und Ausrüstungsanforderungen an Winden, Seile und Umlenkrollen von Maschinen des Spezialtiefbaus sind in den entsprechenden Europäischen Normen geregelt.

4.1.12.5.2 Sonstige Hebeanwendungen

Hebeanwendungen, die nicht direkt an dem Bohr-/Rammprozess beteiligt sind, dürfen nur durchgeführt werden, wenn

  • die Forderung des Abschnittes 4.1.12.5.1 eingehalten
    und
  • die Einrichtungen gegen Überschreiten der maximalen Tragfähigkeit oder Überschreiten der zulässigen Lastmomente – soweit die Maschine mit solchen Einrichtungen ausgerüstet ist – in Funktion

sind.

  • Nicht direkt am Bohr-/Rammprozess beteiligte Hebeanwendungen sind z.B.
  • Be- und Entladen von Lieferfahrzeugen,
  • Umsetzen von Teilen der Baustelleneinrichtung oder Baumaterial.

4.1.12.5.3 Schrägzug

Schrägzug ist grundsätzlich nicht zulässig. Sind abweichend von Satz 1 in der Betriebsanleitung Hebearbeiten mit Schrägzug zugelassen, sind die dort angegebenen Einsatzgrenzen zu beachten.


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