BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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6 Sicherung des Gebirges

6.1 Sicherung von Arbeitsplätzen und Verkehrswegen

Arbeitsplätze und Verkehrswege unter Tage müssen gegen Hereinbrechen des Gebirges gesichert sein.

6.2 Sicherung bei standsicherem Gebirge

Standsicheres Gebirge ist regelmäßig auf absturzdrohende Massen zu untersuchen und erforderlichenfalls zu beräumen.

6.3 Sicherung bei nicht standsicherem Gebirge

6.3.1 Nicht oder nur vorübergehend standsicheres Gebirge muß zusätzlich durch entsprechende Maßnahmen gesichert werden. Hinterfüllungen müssen verdichtet oder verfestigt werden.

Sicherungsmaßnahmen sind z. B. Einbau von Spritzbeton, Felsankern, Stahlbögen mit Verzugsblechen, Injektionen, Vereisung.

6.3.2 In nicht standsicherem Gebirge darf der Verbau nur abschnittsweise, dem Fortschreiten des endgültigen Ausbaues entsprechend, entfernt werden; jedoch nur soweit das Gebirge eine gefahrlose Wegnahme erlaubt.

6.4 Sicherung bei Schächten

6.4.1 Schächte in nicht standsicherem Gebirge müssen spätestens nach Erreichen einer Tiefe von 1,25 m fachgerecht, mit der Ausschachtung fortschreitend, verbaut werden. Der Schachtverbau ist gegen Abrutschen zu sichern und von losen Gegenständen freizuhalten.

Die Sicherung kann erfolgen z. B. durch Abstützen gegen die Schachtsohle oder Aufhängen.

6.4.2 Ausgeschachteter Boden, Baustoffe, Geräte und dergleichen müssen vom Schachtrand so weit entfernt gelagert werden, daß sie nicht in den Schacht hineinfallen können.


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