BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Gefährdung durch Stress

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Gefährdung durch Stress

●  Arbeitsbedingte psychische Belastungen (Stressoren) ergeben sich aus Arbeitsinhalt, Arbeitsorganisation und Arbeitsumgebung. Dazu zählen z. B.

  • Zeitdruck,
  • geistige und emotionale Arbeit
    und
  • soziale Wechselwirkungen.

●  Sie können sich auf die Psyche auswirken und zu psychischen Fehlbeanspruchungen führen.

●  Arbeitsbedingte psychische Beanspruchungen sind die individuellen emotionalen, geistigen, verhaltensmäßigen und körperlichen Reaktionen.

●  Es sind kurzfristige (z. B. Konzentrationsverminderung) und langfristige Reaktionen (psychosomatische Krankheiten) zu unterscheiden.

●  Eine angemessene Belastung/Anforderung kann sich positiv auswirken im Sinne einer Stärkung oder Erfahrungsbildung.

●  Negativ ist sie zu sehen, wenn damit Krankheitsrisiken verbunden sind.

●  Sowohl Über- als auch Unterforderung können eine Fehlbeanspruchung darstellen.

●  Belastung (Stressor) und Beanspruchung(Stressreaktion bzw. Stressfolgen) sind langfristig nicht voneinander unabhängig, da "stressbedingte" gesundheitliche Beeinträchtigungen wieder eine Belastung darstellen können.

Gesundheitsgefahren

●  Der Grad der Gefährdung ist abhängig von:

  • Art der Belastung
  • Häufigkeit der Belastung
  • Leistungsvoraussetzungen der Person
  • Bewältigungsstrategien der Person
  • organisatorischen Gegebenheiten

Maßnahmen zum Gesundheitsschutz

●  Minimierung der durch Gefährdungsbeurteilung identifizierten Belastungen, die zu einer nachweisbaren Fehlbeanspruchung führen.

●  Maßnahmen zum Gesundheitsschutz erfolgen je nach Art der Gefahren:

  • verhältnisbezogen, z. B. Verbesserung der Organisation
  • verhaltensbezogen, z. B. Änderung der persönlichen Einstellung des Einzelnen

●  Beratung zu möglichen Gefährdungen und Intervention durch entsprechend geschulte Fachleute.

●  Frühzeitige Erkennung von individuellen Beanspruchungen (Frühdiagnose) durch den Betriebsarzt und Psychologen.

●  Individuelle Zuwendung bei Erkrankten (z. B. Traumatisierten, chronischen Stresspatienten) durch geschulte Fachleute (Betriebsärzte und Psychologen).

 

Weitere Informationen:


BGV A1 „Grundsätze der Prävention"
BGR A1 „Grundsätze der Prävention"



10/2007

 

Webcode: M305-50


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