Gefährdung durch schwere körperliche Belastungen |
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● Durch Heben und Tragen schwerer Lasten oder arbeitsbedingte Zwangshaltungen kommt es zu einer Beanspruchung des Muskel- und Skelettsystems. Hierbei werden die Stütz- und Bewegungselemente, insbesondere Wirbelknochen sowie Wirbelgelenke und Bandscheiben besonders belastet.
● Durch arbeitsbedingte Zwangshaltungen und monotone Bewegungsabläufe werden Gelenke und Bänder überdehnt und es verkrampfen sich die beteiligten Muskeln.
Gesundheitsgefahren
● Kommt es häufig zu solchen Tätigkeiten und sind die Lasten besonders schwer oder die Arbeitshaltungen ganz besonders anstrengend, kann dies zu Gesundheitsschäden führen, wie z. B.:
- Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen
- Arthrosen von Gelenken der Arme und Beine
- Sehnenscheidenentzündungen
- Entzündungen der Knochenhaut
- Deformierung der Fußgewölbe
- Nervenschädigungen
Maßnahmen zum Gesundheitsschutz
● Lastgewichte reduzieren.
● Lasten nicht einseitig, sondern möglichst dicht am Körper und mit geradem Rücken tragen.
● Technische Hilfsmittel (z. B. Schubkarren, Versetzhilfen, Saugzangen) benutzen.
● Lange Transportwege vermeiden.
● Wechsel der Körperhaltung ermöglichen.
● Personalstärke ausreichend gestalten.
● Stereotype Bewegungsabläufe durch Pausen oder andere Tätigkeiten unterbrechen.
● Ausgleichssport oder spezifisches Ausgleichstraining betreiben.
● Beschäftigten wirbelsäulengerechte Hebe- und Tragetechniken vermitteln.
● Betriebsärztliche Beratung und spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung anbieten.
Weitere Informationen:
BGV A1 „Grundsätze der Prävention"
BGR A1 „Grundsätze der Prävention"
Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge
BGV A4 „Arbeitsmedizinische Vorsorge"
Lastenhandhabungs-Verordnung
www.bgbau.de/d/ergonomie
07/2010
Webcode: M616-50
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