BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Gefährdung durch Staub

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Gefährdung durch Staub

● Staub ist die Sammelbezeichnung für feinste feste Teilchen (Partikel), die in der Atemluft aufgewirbelt werden und lange Zeit schweben können.

● Staubarten:

  • mineralischer Mischstaub, z. B. aus Sand, Kalk, Gips, Zement oder Beton mit unterschiedlichem Quarzanteil
  • Holzstaub
  • Asbestfaserstaub
  • Keramikfaserstaub
  • Staub mikrobiologischer Herkunft

Gesundheitsgefahren

● Staub kann bei hohen Belastungen zu Reizungen und Erkrankungen der Atemwege, der Haut und der Augen führen.

● Quarzstaub kann zur Silikose führen und wie Asbeststaub Lungenkrebs verursachen.

● Eichen- und Buchenholzstaub kann Krebs der Nasenschleimhaut auslösen.

● Stäube mit mikrobiologischer Kontamination können je nach Art der Keime Infektionen auslösen und sensibilisierende oder toxische Wirkungen haben.

● Staub kann Irritationen der Haut und Augen auslösen.

● Tabakrauch erhöht die Gefahr von Lungenerkrankungen bei Staubbelastung.

● Die schädigende Wirkung ist abhängig von

  • der Art des Staubes,
  • der Dauer und Höhe der Staubbelastung,
  • dem Ort der Ablagerung in den Atemwegen und
  • der Teilchengröße.

● Besonders gefährlich ist die Aufnahme hoher Staubmengen über einen kurzen Zeitraum.

Maßnahmen zum Gesundheitsschutz

● Gefährdungsbeurteilung durchführen.

● Möglichst staubarme Produkte verwenden (z. B. staubarme Fliesenkleber, Granulate).

● Staubarme Verfahren anwenden (z. B. Nassbearbeitung, Absaugung).

● Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) für Stäube beachten.

● Organisatorische und technische Maßnahmen haben Vorrang vor personenbezogenen Schutzmaßnahmen.

● Beschäftigte unterweisen.

● Nicht trocken kehren. Nicht mit Druckluft abblasen.

● Bei staubintensiven Tätigkeiten Schutzkleidung tragen und getrennt von der Arbeitskleidung aufbewahren.

● Regelmäßige Reinigung der Haut durch Waschen oder Duschen.

● Ist eine Staubbelastung oberhalb des AGW durch diese Maßnahmen nicht auszuschließen, personenbezogenen Atemschutz tragen.

● Spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen nach Beratung durch den Betriebsarzt.

 

Weitere Informationen:


BGV A1 „Grundsätze der Prävention"
BGR A1 „Grundsätze der Prävention"
TRGS 900 „Technische Regeln für Gefahrstoffe, Arbeitsplatzgrenzwerte"
Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge
BGV A4 „Arbeitsmedizinische Vorsorge"
Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (GefStoffV)
Verordnung über Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (BioStoffV)
BGI 5047 „Mineralischer Staub"



07/2010

 

Webcode: M387-50


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