BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Gefährdung durch Suchtmittel

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Gefährdungen

  • Der regelmäßige Konsum von Suchtmitteln über eine längere Zeit und/oder in größeren Mengen kann zu einem Missbrauch und zu psychischen und körperlichen Abhängigkeiten (Sucht) und weiteren seelischen und körperlichen Erkrankungen führen.

Allgemeines

  • Zu den häufigsten Suchtmitteln zählen:
    • Nikotin,
    • Alkohol,
    • Beruhigungs- und Schmerzmedikamente,
    • Illegale Drogen, z. B.:
      • Opiate (Heroin, Morphine),
      • Kokain,
      • Cannabis (Haschisch und Marihuana),
      • Ecstasy, LSD,
      • Amphetamine.
  • Diese können während ihrer Wirkung und darüber hinaus das Bewusstsein und die Wahrnehmung des Konsumenten verändern (Erzeugung eines Wohlgefühls und/oder Rauschzustandes).
  • Zwischen Genuss- und Rauschmittel besteht ein fließender Übergang.
  • Bei nachlassender Wirkung des Suchtmittels treten psychische und körperliche Entzugserscheinungen bei Abhängigen auf.
  • Drogenabhängigkeit ist nicht auf ein bestimmtes Suchtmittel beschränkt, sondern kann mehrere Drogen umfassen.
  • Nikotin und Alkohol verzeichnen die meisten Süchtigen und Todesfälle.
  • Die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung (z. B. Alkoholkrankheit) erfolgt oft sehr langsam. Dabei verändern sich oft unbemerkt
    • das Verhalten,
    • die Lebensgewohnheiten,
    • die Persönlichkeit.
  • Neben der Abhängigkeit treten körperliche und psychische Begleiterkrankungen auf, wie z. B. Leberzirrhose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angststörungen, Depressionen, Krebs.

Schutzmaßnahmen

  • Dauerhaft auf abhängigkeitserzeugende Mittel, z. B. Nikotin verzichten.
  • Rauchfreie Arbeitsplätze/ -stätten schaffen.
  • Einnahme von Alkohol am Arbeitsplatz (z. B. durch Betriebsvereinbarungen) verbieten.
  • Aufklärung zum Thema Rauschmittel und Folgeerscheinungen durch Fachleute anbieten.
  • Betriebliche Regelungen im Umgang mit Suchtgefährdeten, -erkrankten festlegen.
  • Betroffene finden Hilfe und Unterstützung bei Vertrauenspersonen, z. B. Betriebsarzt, Betriebsrat, Suchtbeauftragte, geschulte Fachleute.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung veranlassen (Pflichtvorsorge) oder anbieten (Angebotsvorsorge). Hierzu Beratung durch den Betriebsarzt.

verschiedene Suchtmittel

Weitere Informationen:
BGV A1 /DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention

07/2015

 

 

Webcode: M1312-50


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