BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Gefährdung durch chemische Stoffe

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Umfüllen eines chemischen Stoffes

Gefährdungen

  • Durch Aufnahme in den Körper (Haut und Schleimhäute, Lunge) sowie Art und Kon zentration des Stoffes und die Wirkung auf spezielle Organe, z. B. Haut, Leber, Blase, Niere, Nervensystem können akute Verletzungen (Verätzungen) und Erkrankungen entstehen.

Allgemeines

  • Gefahrstoffe sind Stoffe oder Stoffgemische (Zubereitungen), die je nach ihrem Potential eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit darstellen.
  • Die Gefährlichkeit wird in der Gefahrstoffverordnung durch Gefährlichkeitsmerkmale festgelegt.
  • Auch nicht gekennzeichnete Produkte können Stoffe enthalten, die die Gesundheit schädigen können.
  • Die Gefährdung durch chemische Stoffe kann gegeben sein durch:
    • Aufnahme in den Körper (Haut und Schleimhäute, Lunge),
    • Art und Konzentration des Stoffes,
    • Wirkung auf spezielle Organe, z. B. Haut, Leber, Blase, Niere, Nervensystem.

Schutzmaßnahmen

  • Gefährdungsbeurteilung durchführen.
  • Sicherheitsdatenblatt und ergänzende Hinweise des Herstellers beachten.
  • Prüfen, ob ein anderer, ungefährlicherer Stoff verwendet werden kann.
  • Betriebsanweisung erstellen und Beschäftigte unterweisen.
  • Über stoffspezifische Erste-Hilfe-Maßnahmen unterrichten.
  • Beim Umgang mit chemischen Stoffen nicht essen, rauchen, trinken.
  • Nur Originalgebinde oder zugelassene Gebinde verwenden und diese wie das Originalgebinde kennzeichnen.
  • Benetzte Kleidungsstücke sofort ausziehen.
  • Arbeits- und Schutzkleidung einschließlich des Schuhwerks getrennt von der Straßenkleidung aufbewahren und regelmäßig reinigen.
  • Persönliche Schutzausrüstungen benutzen, wenn erforderlich, z. B. Atemschutz, Chemikalienschutzhandschuhe, Augenschutz, Schutzkleidung.
  • Hautschutz und Hautpflege durchführen.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung veranlassen (Pflichtvorsorge) oder anbieten ( Angebotsvorsorge). Hierzu Beratung durch den Betriebsarzt.
Weitere Informationen:
Gefahrstoffverordnung GefStoffV
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge
BGV A1/DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention
TRGS
Gefahrstoffinformationssystem (WINGIS) der BG BAU

07/2015

 

 

Webcode: M1266-50


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