BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Verbaute Gräben – Waagerechter und Senkrechter Verbau

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Gefährdungen

  • Durch nicht ausreichende Sicherung der Grabenwände kann es zu Verschüttungen kommen.

Allgemeines

  • Waagerechter Verbau Bilderläuterungen und senkrechter Verbau Bilderläuterungen kann aus Holzbohlen oder Kanaldielen ausgebildet werden.
  • Vor Beginn der Aushubarbeiten prüfen, ob erdverlegte Leitungen oder Anlagen vorhanden sind.
  • Am oberen Rand ist beidseitig ein mindestens 0,60 m breiter Schutzstreifen freizuhalten.
  • Die Arbeitsraum- und Mindestgrabenbreiten sind zu beachten.
  • Der Überstand über Geländeoberkante muss bei
    • Grabentiefen bis 2,0 m mind. 5 cm betragen,
    • Grabentiefen über 2,0 m mind. 10 cm betragen.

Schutzmaßnahmen

  • Leitungsgräben normgerecht nach DIN 4124 verbauen. Wird von den Maßen der Regelausführung abgewichen, ist der Verbau statisch nachzuweisen.
  • Zwischen Verbau und Boden entstandene Hohlräume sind zu verfüllen und zu verdichten.
  • Der Verbau muss auf der gesamten Fläche dicht am Boden anliegen. Durch Fugen und Stöße darf kein Boden austreten.
  • Mit den Verbauarbeiten spätestens bei 1,25 m Grabentiefe beginnen.
  • Alle Teile des Verbaus überprüfen:
    • nach starken Regenfällen,
    • bei wesentlichen Änderungen der Belastung,
    • bei einsetzendem Tauwetter,
    • nach längeren Arbeitsunterbrechungen,
    • nach Sprengungen.
  • Steifen gegen Herabfallen sichern.
  • Stählerne Kanalstreben und Spindelköpfe müssen den „Grundsätzen für die Prüfung von Aussteifungsmitteln für den Leitungsbau“ entsprechen.
  • Die Mindestdicke von Holzbohlen beträgt bei mehr als 1,25 m Tiefe des Grabens 5 cm.
  • Rundholzsteifen müssen einen Mindestdurchmesser von 10 cm aufweisen.
  • Der Rückbau hat schrittweise mit dem Verfüllen zu erfolgen.



Zusätzliche Hinweise für Übergänge–Zugänge

  • Bei Gräben mit einer Breite von > 0,80 m sind Übergänge erforderlich; die Übergänge müssen mindestens 0,50 m breit sein.
  • Bei einer Grabentiefe von > 2,00 m müssen die Übergänge beidseitig mit dreiteiligem Seitenschutz versehen sein.
  • Bei Grabentiefen > 1,25 m sind als Zugänge Treppen oder Leitern zu benutzen Bilderläuterungen .

Zusätzliche Hinweise für Verkehrssicherung

  • Verkehrssicherung vornehmen, wenn Gräben im Bereich des öffentlichen Straßenverkehrs hergestellt werden oder die Herstellung Auswirkungen auf den Straßenverkehr hat. Absprache mit den zuständigen Behörden.
  • Sicherheitsabstände zwischen Grabenkanten und Fahrzeugen oder Baugeräten usw. einhalten.

Weitere Informationen:

DGUV Vorschrift 38 Bauarbeiten
DIN 4124
RSA-Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen


07/2015


 

 

 

Webcode: M1171-50


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