BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Thermischen Trennen mit Sauerstoffkernlanzen

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Thermisches Trennen mit Sauerstoffkernlanzen

Gefährdungen

  • Durch Brände, umkippende Bauteile kann es zu Personenschäden kommen.

Allgemeines

  • Zerlegen von Bauteilen und Anlageteilen genau planen.
  • Brennschnitte festlegen.
  • Erkunden von mögliche Gefahrstoffen, wie z. B. Beschichtungen.

Schutzmaßnahmen

  • Brandschutzmaßnahmen planen
    • Schutz gegen Funkenflug vorsehen,
    • ggf. Prallwände einsetzen,
    • Bereiche hinter zu trennenden Bauteilen absperren,
    • Lavafluss (Brennschlacke) am Boden durch ein Sandbett auffangen.
  • Feuerlöscher bereithalten
  • Für ausreichende Belüftung und Rauchabführung sorgen. Ggf. Ventilatoren einsetzen.
  • Griffstück der Sauerstoffkernlanze mit Prallscheiben oder Schutzschalen zusätzlich vor Wärme schützen.
  • Alle Geräte und Betriebsmittel öl- und fettfrei halten.
  • Vor Arbeitspausen glühende Schlacke entfernen oder ablöschen.
  • Bei Vorhandensein von Gefahrstoffen, vor dem Trennvorgang Schadstoffsanierung durchführen.
  • Atemschutz bei Vorhandensein von Gefahrstoffen, z. B. Beschichtungen verwenden.
  • Zu trennende Bauteile bzw. Anlageteile in ihrer Lage gegen Kippen und Verrutschen sichern.
  • Notwendige Hebezeuge zum Bewegen der Teile vorsehen.

Zusätzliche Hinweise zu den Persönlichen Schutzausrüstungen beim Brennschneiden

  • Spezielle persönliche Schutzausrüstungen benutzen:
    • Sicherheitsschuhe mit Ledergamaschen Nummer 1 oder Schaftstiefel,
    • Schutzanzug (spritzerabweisend, ungefüttert und schwer entflammbar) Nummer 2,
    • Stulpenhandschuhe (spritzerabweisend und schwer entflammbar) Nummer 3,
    • Schutzhelm mit umlaufender Krempe und Gesichtsschutz mit Drahtgewebe Nummer 4
    • SchweißerschutzfiIter der Schutzstufe 4
    • Gehörschutz
    • evtl. Atemschutz

Zusätzliche Hinweise für den Brandschutz

  • Bei Brandgefahr muss eine Genehmigung der Verantwortlichen und eine Betriebsanweisung des Arbeitgebers vorliegen.
  • Alle brennbaren Teile aus der gefährdeten Umgebung entfernen.
  • Nicht entfernbare brennende Teile abdecken
  • Öffnungen abdichten.
  • Geeignete Feuerlöschmittel bereitstellen, z. B. Pulverlöscher, unter Druck stehende Wasserschläuche.
  • Bis 24 Stunden nach Beendigung der Arbeiten mehrfach die Arbeitsstelle auf Brandnester überprüfen (Brandwache gemäß Betriebsanweisung).

Arbeitsmedizinische Vorsorge

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung veranlassen (Pflichtvorsorge) oder anbieten (Angebotsvorsorge). Hierzu Beratung durch den Betriebsarzt.
Weitere Informationen:
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge ArbMedVV
BGV A1/DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention
DVS*-Merkblatt 2101 – „Umgang mit Sauerstoffkernlanzen“
* DVS = Deutscher Verband für Schweißtechnik

07/2015

 

 

Webcode: M1287-50


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