BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Steinbearbeitung

Icon: Baustein

Zwei Meißel: einer abgestumpft und ohne Handgriff, der zweite mit Handgriff

Gefährdungen

  • Es besteht die Gefahr, von Teilen getroffen zu werden.
  • Durch quarzhaltige Stäube und Lärm kann die Gesundheit gefährdet werden.

Schutzmaßnahmen

Handwerkzeuge – Meißel Nummer 1

  • Handschutz und Schutzbrille tragen.
  • Meißel mit Fangkorb und Handgriff verwenden.
  • Grate am Meißelkopf müssen entfernt werden (Splittergefahr).
  • Keine stumpfen oder schadhaften Meißel benutzen.
  • Meißel beim Nachschleifen nicht überhitzen.

Druckluftbetriebene Meißelhämmer

  • Bei Druckluftwerkzeugen können die Vibrationen zu Gelenkveränderungen und zu Gefäßschäden an den Händen führen (Weißfingerkrankheit), deshalb nach Möglichkeit vibrationsgeminderte Werkzeuge verwenden.
  • Bewegliche Anschlussleitungen gegen mechanische Beschädigungen schützen und so verlegen, dass keine Stolpergefahr entsteht.
  • Schlauchverbindungen gegen unbeabsichtigtes Lösen sichern.
  • Vor dem Trennen Schlauchverbindung drucklos machen.
  • Beim Ablegen des Gerätes Meißel entfernen oder gegen unbeabsichtigten Ausstoß sichern.
  • Gehörschutz verwenden.
  • Schutzbrille tragen.

Steinbearbeitungsmaschinen

  • Quetsch- und Scherstellen an Maschinen absichern Nummer 4.
  • Verkleidungen/Abdeckungen nicht entfernen.
  • Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen festlegen (Gefährdungsbeurteilung) und einhalten.
  • Ergebnisse der Prüfungen dokumentieren.
  • Lärmarme Maschinen, Geräte und Werkzeuge auswählen, z. B. geräuscharme Sägeblätter verwenden.
  • Lärmintensive Maschinen kapseln und abschirmen.
  • Lärmbereiche kennzeichnen und durch bauliche Maßnahmen von anderen Arbeitsplätzen trennen.
  • Gehörschutzmittel benutzen, wenn die technischen Maßnahmen zur Lärmminderung nicht ausreichen.

Nass betriebene Säge-, Fräs- und Schleifmaschinen

  • Stationär elektrisch betriebene Maschinen müssen mindestens der Schutzart IP 54 entsprechen.
  • Handmaschinen für Nassbetrieb dürfen nur mit der Schutzmaßnahme „Schutzkleinspannung“ oder „Schutztrennung“ betrieben werden.
  • Feinstaub an der Entstehungsquelle durch Wasserzuführung binden und Sprüh- bzw. Schleifnebel niederschlagen Nummer 5.

Schneiden eines Steins mit einer Handsäge

Nasssäge

Zusätzliche Hinweise für Arbeiten mit quarzhaltigen Materialien

  • Bei der Bearbeitung quarz - haltiger Materialien vor allem mit Maschinen zum Sägen, Fräsen, Schleifen, Polieren kann gesundheitsschädlicher Feinstaub auftreten.
  • Für Belüftung sorgen und Staub an der Entstehungsstelle direkt an der Maschine oder durch Absaugarm Nummer 4 erfassen und absaugen.
  • Absaugarm regelmäßig der Emissionsquelle nachführen und in Richtung der Absaugöffnung arbeiten.
  • Trennschleifer direkt absaugen Nummer 3 und nur dafür zugelassene und gekennzeichnete Trennscheiben verwenden.
  • Soweit lüftungstechnische Maßnahmen nicht ausreichen, oder eine Kombination von Maßnahmen zur Einhaltung der Grenzwerte nicht ausreicht, Atemschutz mit Partikelfilter P2 bzw. filtrierende Halbmasken FFP2 benutzen.
  • Schutzbrille verwenden.
  • Werkstück nicht abblasen oder abkehren, sondern absaugen. Grobe Stücke mit Rechen einsammeln.
  • Für Reinigungsarbeiten nur geprüfte Sauggeräte der Staubklasse M oder höherwertig verwenden.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung veranlassen (Pflichtvorsorge) oder anbieten (Angebotsvorsorge). Hierzu Beratung durch den Betriebsarzt.
Weitere Informationen:
Betriebssicherheitsverordnung
Gefahrstoffverordnung
Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge
BGV A1 /DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention
TRBS 2111 Mechanische Gefährdungen – Allgemeine Anforderungen
TRGS 559 Mineralischer Staub
DGUV-Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten
DGUV Regel 112-192 Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz
DGUV-Regel 112-194 Benutzung von Gehörschutz

07/2015

 

 

Webcode: M1366-50


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