BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Dacharbeiten

Dachlatten als Arbeitsplatz

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Dacharbeiten

Gefährdungen

  • Bei falscher Dimensionierung und/oder unzureichender Qualität von Dachlatten können diese beim Begehen brechen und es kann zum Absturzunfall kommen.

Allgemeines

  • Werden gelattete Dachflächen als Arbeitsplätze verwendet, müssen die Dachlatten den Qualitäts- bzw. Festigkeitskriterien entsprechen (s. Tab. 1).
  • Für Arbeiten auf Flächen mit mehr als 45° Neigung besondere Arbeitsplätze schaffen.
  • Besondere Arbeitsplätze können hierbei auch gelattete Dachflächen sein.

Schutzmaßnahmen

Bestellung

  • Bei der Bestellung von Dachlatten die genaue Bezeichnung beachten, z.B.: Dachlatte, DIN 4074-1, S10 - Fi/Ta, 40 x 60 oder Dachlatte, DIN EN 338, Festigkeitsklasse C 24M Fi/Ta, 40 x 60.

Kennzeichnung

  • Dachlatten entsprechend der Qualitäts- bzw. Festigkeitskriterien sind an den Stirnseiten rot eingefärbt.

Einbau der Dachlatten

  • Bei der Befestigung der Dachlatten auf den Sparren Mindestnagelabstände einhalten.
  • Dachlatten, die beim Einbau beschädigt wurden, z. B. Aufreißen der Stirnseiten, ausbauen.
  • Dachlatten können ohne rechnerischen Nachweis in Abhängigkeit von der Stützweite nach Tab. 1 einbaut werden.
  • Die Befestigung der Dachlatten kann nach handwerklichen Regeln ausgeführt werden. Bei der Verwendung von Nägeln ergibt sich eine Mindestsparrenbreite von 70 mm.
  • Wird die Mindestsparrenbreite unterschritten, kann durch entsprechend breite Konterlatten, die auf den Sparren aufgebracht werden, die erforderliche Breite erreicht werden.
  • Werden Sparrenabstände über 1 Meter geplant, müssen Dachlatten für den Querschnitt und das Verbindungsmittel rechnerisch nachgewiesen werden.

Regelquerschnitte für tragende Dachlatten ohne weiteren rechnerischen Nachweis aus Nadelholz

* Abweichungen von den Nennquerschnitten dürfen nach DIN EN 336:2013-12 höchstens -1 /+3 mm betragen (bezogen auf u = 20 % Holzfeuchte)
** Die Sortierklassen dürfen nicht den Festigkeitsklassen zugeordnet werden – jede ist auf Grund der unterschiedlichen Bewertungskriterien gesondert zu betrachten!

Prüfungen

  • Dachlatten auf vorhandene Farbkennzeichnung überprüfen.
  • Bei visuell sortierten Dachlatten vor dem Einbau Dachlatten mit groben Holzfehlern (Äste, Holzrisse, Baumkanten) aussortieren oder Holzfehler ausschneiden.
  • Mitarbeiter bezüglich der Qualitätsprüfung auf der Baustelle entsprechend schulen und unterweisen.

 

Weitere Informationen:
Arbeitsstättenverordnung
BGV A1/DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention
DGUV Vorschrift 38 Bauarbeiten
DGUV Information 201-054 Dach-, Zimmerer- und Holzbauarbeiten
DIN 4074-1
DIN EN 14081-1
DIN EN 338

07/2017

 

 

Webcode: M1377-50


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