BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Untertischkappkreissägen

Icon: Baustein

Untertischkappkreissäge

Untertischkappkreissägen

  • Es kann zu Schnittverletzungen und einer Schädigung des Gehörs kommen.

Schutzmaßnahmen

  • Betriebsanleitung des Herstellers beachten.
  • Das Sägeblatt muss unter dem Tisch vollkommen verkleidet sein und in Ruhestellung darf es nicht über dem Tisch hervorstehen Nummer 1.
  • Nur Tischeinlagen aus Holz, Kunststoff oder Aluminium verwenden. Die Spaltöffnung für das Sägeblatt darf nicht größer als 20 mm sein Nummer 2.
  • Das Hineingreifen in die Schneidebene muss verhindert sein, z. B. durch
    • schräge oder tunnelförmige Verdeckungen Nummer 3,
    • Zweihandschaltungen Nummer 4,
    • Kombinationen von Verdeckungen und Zweihandschaltungen.
  • Lage der Schalter in Abhängigkeit von der Länge der Verdeckungen.
  • Zweihandschaltungen Nummer 4 müssen unmittelbar neben der Schneidebene liegen und so angeordnet, beschaffen und gestaltet sein, dass
    • für die Betätigung beide Hände erforderlich sind,
    • die Bedienelemente während des ganzen Arbeitsganges betätigt werden müssen,
    • beim Loslassen auch nur eines Bedienelements der Werkzeugvorschub unterbrochen und umgekehrt wird,
    • für jeden Arbeitsgang die Bedienelemente erneut betätigt werden müssen.
  • An Maschinen mit Zweihandschaltung muss das Werkstück durch Niederhalter gegen Ausweichen gesichert werden Nummer 5.
  • Bei Maschinen, auf denen besäumte Werkstücke zu kurzen Abschnitten verarbeitet werden, kann auf der Abnahmeseite eine Gliederkappenreihe vorhanden sein Nummer 6.
  • Auf Funktionsfähigkeit der Glieder achten. Gliederbreite 10 – 25 mm. Die Glieder müssen frei beweglich und gegen Durchpendeln in die Schneidebene gesichert sein.
  • Werkstückanschlag so einrichten, dass der Spalt nur für den Durchtritt des Sägeblattes unterbrochen wird. Höhe des Werkstückanschlages ≥ 50 mm Nummer 7.
  • Auf ebene Werkstückauflage achten. Abfallstücke müssen ohne Hineingreifen in den Schneidbereich entfernt werden können, z. B. durch Öffnungen zwischen Tisch und anschließender Rollenbahn.
  • Maschine nur mit wirksamer Absaugung betreiben.
  • Gehörschutz benutzen, Lärmbereiche kennzeichnen.
  • Auch bei kurzen Unterbrechungen Maschine abschalten.

Zusätzliche Hinweise für Kreissägeblätter

  • Nur Kreissägeblätter verwenden, die mit dem Namen oder Zeichen des Herstellers gekennzeichnet sind.
  • Keine Sägeblätter aus hoch legiertem Schnellarbeitsstahl (HSS) verwenden.
  • Bei Verbundkreissägeblättern muss zusätzlich die höchstzulässige Drehzahl angegeben sein. Angegebene Drehzahl nicht überschreiten.
  • Lärmarme Sägeblätter benutzen.
  • Beschädigte Sägeblätter, z. B. solche mit Rissen, Verformungen, Brandflecken, aussortieren.
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge

    • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung veranlassen (Pflichtvorsorge) oder anbieten (Angebotsvorsorge). Hierzu Beratung durch den Betriebsarzt.

    Beschäftigungsbeschränkungen

    • Jugendliche über 15 Jahre dürfen nur unter Aufsicht eines Fachkundigen und wenn es die Berufsausbildung erfordert an Kappsägemaschinen arbeiten.
    • Jugendliche unter 15 Jahre dürfen nicht an den Maschinen beschäftigt werden.
    Weitere Informationen:
    Jugendarbeitsschutzgesetz
    Betriebssicherheitsverordnung
    Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge
    BGV A1 /DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention
    DGUV Regel 100-500 Betreiben von Arbeitsmitteln
    DGUV-Regel 112-194 Benutzung von Gehörschutz
    DGUV Information 209-038 Seitenwarenbearbeitung in Sägewerken – Arbeitssicherheit an Maschinen und Anlagen

    07/2015

     

     

    Webcode: M1316-50


    Volltextsuche mit Filterfunktionen

    Was ist neu?

    Die Bausteine auf dem Smartphone oder Tablet-PC

    Ausgabe 2016

    Infos hier