BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Kappsägen

Icon: Baustein

eine Kappsäge

Gefährdungen

  • Es kann zu Schnittverletzungen und einer Schädigung des Gehörs kommen.

Schutzmaßnahmen

  • Betriebsanleitung des Herstellers beachten.
  • Der zum Schneiden erforder - liche Teil des Sägeblattes muss in der Ausgangsstellung verkleidet sein, z. B. durch Pendelschutzhauben Nummer 1.
  • Bewegliche Zahnkranzverdeckungen müssen in der Ausgangsstellung verriegelt sein.
  • Sägeblätter müssen bis auf die größtmögliche Schnitthöhe durch feste Schutzhauben verkleidet sein Nummer 2.
  • Werkstückanschlag so einrichten, dass der Spalt zum Durchtritt des Sägeblattes so schmal wie möglich ist. Der Werkstückanschlag muss über die gesamte Tischlänge reichen Nummer 3.
  • Bei Maschinen, die von hinten schneiden, muss
    • die Schneidebene verdeckt sein,
    • das Sägeblatt in Ruhestellung hinter der Werkstückanlage verdeckt liegen.
  • Bei langen Werkstücken Kippgefahr durch zusätzliche Auflage der Werkstücke verhindern.
  • Maschine nur mit wirksamer Absaugung betreiben Nummer 4.
  • Auf sichere Hand- bzw. Fingerhaltung achten.
    Achtung: Besondere Vorsicht bei Gehrungsschnitten.
  • Eng anliegende Kleidung tragen.
  • Splitter, Späne und Abfälle nicht mit der Hand aus dem Gefahrenbereich entfernen.
  • Gehörschutz Nummer 7 benutzen, Lärmbereiche kennzeichnen.
  • Auch bei kurzen Unterbrechungen Maschine abschalten.

Parallele Verwendung zweier Kappsägen

Zusätzliche Hinweise für Maschinen mit kraftbetriebenem Vorschub

  • Nur Maschinen benutzen, bei denen während des Werkzeugvorschubes ein Hineingreifen in die Schneidebene vermieden wird, z. B. Maschinen mit Zweihandschaltungen Nummer 5.
  • Zweihandschaltungen müssen unmittelbar neben dem Schneidbereich liegen und so angeordnet, beschaffen und gestaltet sein, dass
    • für die Betätigung beide Hände erforderlich sind,
    • die Bedienelemente während des gesamten Arbeitsganges betätigt werden müssen,
    • beim Loslassen auch nur eines Bedienelementes der Werkzeugvorschub unterbrochen und umgekehrt wird,
    • für jeden Arbeitsgang die Bedienelemente erneut betätigt werden müssen.
  • Werkstücke mit Festhaltevorrichtungen gegen Ausweichen sichern, z. B. durch Niederhalter, Spannzylinder Nummer 6.
  • Darauf achten, dass Maschinen nach dem Sägevorgang vollständig in die Ausgangsstellung zurückgehen und dort selbsttätig festgehalten werden.

Zusätzliche Hinweise für Kreissägeblätter

  • Nur Sägeblätter verwenden, die mit dem Namen oder Zeichen des Herstellers gekennzeichnet sind.
  • Keine Sägeblätter aus hoch legiertem Schnellarbeitsstahl (HSS) verwenden.
  • Lärmarme Sägeblätter benutzen.
  • Nur Sägeblätter mit Spanwinkel ≤ 5° verwenden.
  • Beschädigte Sägeblätter, z. B. solche mit Rissen, Verformungen, Brandflecken, aussortieren.
  • Bei Verbundkreissägeblättern muss zusätzlich die höchstzulässige Drehzahl angegeben sein. Angegebene Drehzahl nicht überschreiten.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung veranlassen (Pflichtvorsorge) oder anbieten (Angebotsvorsorge). Hierzu Beratung durch den Betriebsarzt.

Beschäftigungsbeschränkungen

  • Jugendliche über 15 Jahre dürfen nur unter Aufsicht eines Fachkundigen und wenn es die Berufsausbildung erfordert an Kappsägemaschinen arbeiten.
  • Jugendliche unter 15 Jahre dürfen nicht an den Maschinen beschäftigt werden.
Weitere Informationen:
Jugendarbeitsschutzgesetz
Betriebssicherheitsverordnung
Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge
BGV A1 /DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention
DGUV Regel 100-500 Betreiben von Arbeitsmitteln
DGUV-Regel 112-194 Benutzung von Gehörschutz
Lehrgangsbegleitheft
Holzbearbeitungsmaschinen

07/2015

 

 

Webcode: M1306-50


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