BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Turmdrehkrane

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Gefährdungen

  • Bei einem mangelhaften Zugang zur Krankabine kann es zum Absturz kommen.
  • Bedienungsfehler, herabfallende Gegenstände, klimatische Einflüsse (Wind, Blitz) oder Stromüberschläge bei Annäherung an elektrische Freileitungen können zu Unfällen führen.

Allgemeines

  • Kran nur von unterwiesenen, mindestens 18 Jahre alten, körperlich und geistig geeigneten und vom Unternehmer schriftlich beauftragten Kranführern bedienen lassen.



Schutzmaßnahmen

  • Einweiser einsetzen, wenn der Kranführer die Last nicht beobachten kann. Verständigung mit dem Einweiser durch festgelegte Handzeichen Bilderläuterungen oder Sprechfunk Bilderläuterungen.
  • Bei Überschneidung von Arbeitsbereichen mehrerer Krane Arbeitsabläufe vorher festlegen und für einwandfreie Verständigung untereinander sorgen, z. B. durch Sprechfunk.
  • Gewicht von Lasten vor dem Anheben feststellen. Lastmomentenbegrenzung nicht als Waage benutzen.
  • Lange Lasten, die sich beim Transport verfangen können, mit Leitseilen führen Bilderläuterungen.
  • Das Heben von Personen mit Kranen ist nur im Ausnahmefall nach TRBS 2121 Teil 4 bzw. DGUV Regel 101-005 möglich.
  • Für Personenbeförderung nur geprüfte Personen- oder Arbeitskörbe verwenden, 14 Tage vorher bei der Berufs genossenschaft schriftlich anzeigen und Kran vorher durch eine „zur Prüfung befähigte Person“ (z. B. Sachkundiger) prüfen lassen.



Zusätzliche Hinweise für Betonkübel mit Standplatz

  • Prüfung durch eine „zur Prüfung befähigte Person“ (z. B. Sachkundiger), ob das 1,5-fache des zulässigen Gesamtgewichtes des Betonkübels (Eigengewicht, Gewicht des Betons, Bedienungs person) an der Auslegerspitze des Kranes als Belastung aufgebracht werden kann oder die Ausladung entsprechend begrenzt werden muss.



Zusätzliche Hinweise zu den Pflichten des Kranführers

  • Täglich vor Arbeitsbeginn Funktionsprüfung sämtlicher Notendschalter und Bremsen sowie Prüfung der Gleisanlage.
  • Funktion der Hakensicherung am Kranhaken regelmäßig überprüfen Bilderläuterungen.
  • Seile regelmäßig pflegen sowie auf Seilschäden hin kontrollieren.
  • Krankontrollbuch führen, festgestellte Mängel und Prüfungen eintragen. Die Mängel melden und deren Beseitigung verlangen.
  • Notendschalter nicht betriebsmäßig anfahren.
  • Keine Personen mit der Last oder dem Lastaufnahmemittel befördern.
  • Lasten nicht schrägziehen und pendeln, festsitzende Lasten nicht losreißen Bilderläuterungen.
  • Lasten nicht am unbesetzten Kran hängen lassen.
  • Kranbetrieb einstellen, wenn die Last bei Windeinwirkung nicht sicher gehalten und abgenommen werden kann oder wenn Mängel auftreten, die die Betriebssicherheit gefährden.
  • Gleisbetriebene Krane nach Arbeitsende mit Schienenzangen festsetzen.
  • Kran nach Vorgaben des Herstellers in Feierabendstellung bringen Bilderläuterungen. Im Kranhaken ist dabei keine Last oder Lastaufnahmemittel eingehangen.

Prüfungen

  • Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen nach den Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung (insb. Anhang III) ermitteln und diese veranlassen, z. B.:
    • täglich vor Arbeitsbeginn Funktionsprüfung sämtlicher Notendschalter durch den Kranführer,
    • nach jedem erneuten Aufstellen, Umrüsten und nach Bedarf durch eine „zur Prüfung befähigte Person“ (z. B. Sachkundiger),
    • nach wesentlichen Änderungen und sonst regelmäßig nach folgenden Betriebsjahren durch einen Prüfsachverständigen: 4, 8, 12, 14, 16, 17, 18, … weiter jährlich.
  • Auch Prüfhinweise in Betriebsanleitungen der Hersteller beachten.
  • Ergebnisse der regelmäßigen Prüfungen dokumentieren.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung veranlassen (Pflichtvorsorge) oder an bieten (Angebotsvorsorge). Hierzu Beratung durch den Betriebsarzt.


Weitere Informationen:
Betriebssicherheitsverordnung
DGUV Vorschrift 52 Krane
TRBS 2121 Teil 4 Gefährdungen von Personen durch Absturz – Heben von Personen mit hierfür nicht vorgesehenen Arbeitsmitteln
BGR 500 DGUV Regel 100-500 Betreiben von Arbeitsmitteln
DGUV Regel 101-005 Hochziehbare Personenaufnahmemittel

07/2015


 

 

 

Webcode: M1256-50


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