BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Anlegeaufzüge

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Gefährdungen

  • Fehlende Sicherungsmaßnahmen bei der Montage bzw. Demontage des Aufzuges sowie mangelhafte Absturzsicherung an den hochgelegenen Ladestellen können zu Absturzunfällen führen. Außerdem kann es zu Verletzungen durch herabfallende Gegenstände kommen.

Schutzmaßnahmen

Aufstellung

  • Aufzug standsicher nach den Vorgaben der Betriebsanleitung aufstellen: Fahrwerk durch Herausdrehen der Spindeln entlasten Nummer 1 und Grundrahmen Nummer 2 horizontal ausrichten. Anlegeaufzüge ohne Fahrwerk am Aufstellplatz unverschiebbar festlegen.
  • Zulässige Höchstlast gemäß Belastungsanzeige einhalten Nummer 3.
  • Flach geneigte Aufzugsfahrbahnen gemäß der Betriebsanleitung abstützen.

Hautpflege

Hautpflege

Hautpflege

Betrieb

  • Für den elektrischen Anschluss des Aufzuges nur einen besonderen Speisepunkt verwenden, z. B. Baustromverteiler mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD).
  • Nur geeignete Lastaufnahmemittel verwenden, z. B. Ziegelpritsche Nummer 4, Kippkübel Nummer 5, Eimerträger. Lastaufnahmemittel für lose Lasten wie z. B. Dachziegel müssen umwehrt sein; Öffnungsweiten maximal 5 cm x 5 cm.
  • Schlaffseilbildung vermeiden.
  • Das Befördern von Personen mit der Last oder dem Lastaufnahmemittel sowie die Benutzung der Fahrbahn als „Leiter“ sind verboten.

Obere Ladestelle

  • Liegt die Abnahmestelle höher als 2,00 m, sind Absturzsicherungen vorzusehen.
  • Wird die Fahrbahn bis auf das Dach geführt, darf die vorhandene Dachfangwand nur für die Durchfahrt des Lastaufnahmemittels unterbrochen sein Nummer 6.
  • Wird der Aufzug nicht benutzt, ist die unterbrochene Dachfangwand zu schließen. Besser ist es, die Fahrbahn des Aufzuges über die nicht unterbrochene Dachfangwand hinwegzuführen.

Untere Ladestelle

  • Bereich der unteren Ladestelle absperren (ausgenommen: Zugang).

Prüfungen

  • Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen festlegen (Gefährdungsbeurteilung) und einhalten, z. B.:
    • vor Inbetriebnahme am jeweiligen Einsatzort (Aufstellung) durch fachkundige Person,
    • entsprechend den Einsatzbedingungen nach Bedarf, mind. 1 x jährlich durch eine "zur Prüfüng befähigte Person" (z. B. Sachkundiger).
  • Ergebnisse der regelmäßigen Prüfung durch die "zur Prüfung befähigte Person" dokumentieren.
Weitere Informationen:
Betriebssicherheitsverordnung
DGUV Regel 100-500 Betreiben von Arbeitsmitteln

07/2015

 

 

Webcode: M133-50


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