BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Steigleitern

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eine Steigleiter

Gefährdungen

  • Fehlende oder mangelhafte Sicherheitseinrichtungen sowie die Nichtbenutzung von persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz können zu Abstürzen führen.
  • Fehlende Ruhebühnen und mangelnde persönliche Eignung können zu physischen Überlastungen führen.

Allgemeines

  • Steigleitern sind zulässig, wenn der Einbau einer Treppe betriebstechnisch nicht möglich ist. Auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung können Steigleitern gewählt werden, wenn der Zugang nur gelegentlich (z. B. bei Wartungsarbeiten) von einer geringen Anzahl unterwiesener Versicherter genutzt werden muss. Dabei ist die Rettung sicher zu stellen.

Schutzmaßnahmen

Steigeinrichtungen

  • Es muss eine fachgerechte Montage nach Herstellerangabe durchgeführt werden Nummer 1.
  • Steigeinrichtungen müssen den Betriebsverhältnissen entsprechend aus resistentem/ korrosionsgeschütztem Material hergestellt sein.
  • Steigleitern müssen ab einer Fallhöhe von mehr als 3 m bei Zugängen zu maschinellen Anlagen und von mehr als 5 m bei sonstigen Zugängen, soweit es betriebstechnisch möglich ist, mit Einrichtungen zum Schutz gegen Absturz ausgestattet sein (z. B. Rückenschutz, Steigschutzeinrichtung, Seilsicherung Nummer 5).
  • Bei Fallhöhen von mehr als 10 m darf nur PSA gegen Absturz vorgesehen werden Nummer 3.
  • Bei Steigleitern mit Rückenschutz sind Ruhebühnen in Abständen von 6 m (bei Zugängen zu maschinellen Anlagen) bzw. 10 m vorzusehen.
  • bei Verwendung von Steigschutzeinrichtung mit Schiene darf der Abstand der Ruhebühnen 25 m nicht überschreiten Nummer 4.

Steigleiter in Schacht

ortsveränderliche Absturzsicherung

  • Steigleitern in Schächten müssen ohne Rückenschutz, mit Haltevorrichtung an der Austrittsstelle und Ruhebühnen alle 10 m ausgestattet sein Nummer 6. Zum Schutz gegen Absturz z. B. ortsveränderliche Absturzsicherung Nummer 8 verwenden.
  • Beim Einsatz von Gleit- oder Kletterschalungen ist ein absturzsicherer Übergang zur Steigleiter herzustellen.

Benutzung des Steigschutzes

  • Es sollten nur Beschäftigte eingesetzt werden, die hierfür körperlich geeignet (z. B. arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchung) und unterwiesen sind.
  • Die Nutzung an der Einstiegsebene sicherstellen, gegen unbefugtes Benutzen sichern Nummer 7 und Steigschutzschienen mind. 1,10 m über den obersten Standplatz hinausführen Nummer 2.
  • Beim Benutzen des Steigschutzes Auffanggurte nach DIN EN 361 mit Steigschutzöse verwenden Nummer 3.
  • Rettung sicherstellen (2-Personen-Regel, Rettungskonzept, Rettungsausrüstung, Schulung).

Prüfung von Steigleiten

  • Vor jedem Besteigen Sichtprüfung durch unterwiesenen Benutzer auf ordnungsgemäßen Zustand.
  • Wiederkehrende sicherheitstechnische Prüfung nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung durch eine "zur Prüfung befähigte Person" (z. B. Sachkundiger).

Prüfung von PSA gegen Absturz

  • Vor jeder Benutzung Sichtprüfung auf ordnungsgemäßen Zustand durch Benutzer.
  • Mindestens alle zwölf Monate Prüfung durch eine "zur Prüfung befähigte Person" (z. B. Sachkundiger).
Weitere Informationen:
Betriebssicherheitsverordnung
DGUV Vorschrift 38 Bauarbeiten
DGUV Regel 112-198 Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz
DGUV Information 208-032 Auswahl und Benutzung von Steigleitern

07/2015

 

 

Webcode: M649-50


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