BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Transport von Baumaschinen

Icon: Baustein



Gefährdungen

  • Bei nicht fachgerechter Beladung und Sicherung, können Baumaschinen bei der Beladung und während des Transportes von der Ladefläche kippen oder rutschen und Personenschäden verursachen.

Allgemeines

  • Transportwege vorher festlegen und Befahrbarkeit bei Überschreitung der zulässigen Gesamthöhe von 4 m prüfen, z. B. bei Brückenbauwerken.

Schutzmaßnahmen

  • Auf- und Abladen von Baumaschinen nur auf tragfähigem Untergrund durchführen. Transportfahrzeug horizontal ausrichten.
  • Das Gewicht der Ladung ermitteln, z. B. Kennzeichnung an der Baumaschine.
  • Für den Transport nur geeignete und ausreichend tragfähige Transportmittel verwenden.
  • Die Ladefläche und das Fahrwerk der zu verladenden Baumaschinen vor dem Verladen von Schlamm, Schnee und Eis reinigen.

Zusätzliche Hinweise für Zug- und Transportfahrzeuge

  • Ladungsschwerpunkt möglichst auf der Längsmittellinie der Ladefläche des Transportfahrzeuges ausrichten.
  • Zulässige Achs-, Sattel- oder Stützlasten nicht überschreiten.
  • Mindestachslast der Lenkachse nicht unterschreiten.
  • Lastverteilungsplan des Fahrzeuges beim Beladen berücksichtigen.

Zusätzliche Hinweise für die Verwendung von Zurrmitteln

  • Zurrmittel (Drahtseile, Ketten und Gurte) nach dem Gewicht der zu transportierenden Baumaschine bemessen und auswählen.
  • Zurrmittel prüfen
    • vor jeder Benutzung auf augenscheinliche Mängel durch den Benutzer (z. B. Fahrzeugführer),
    • i. d. R. einmal jährlich durch eine befähigte Person (z. B. Sachkundiger).
  • Beim Diagonalzurren pro Ladegut immer vier Zurrmittel verwenden.
  • Zurrpunkte des Transportmittels nicht überlasten Bilderläuterungen .


Zurrpunktschild nach DIN EN 12640 (Mindestgröße 200/150 mm)



Zusätzliche Hinweise zum Befahren der Laderampe

  • Geeignete Auffahrrampen verwenden Bilderläuterungen .
  • Beim Auf- und Abladen kleinsten Gang wählen und Schaltung während der Fahrt nicht betätigen (Beachtung der Betriebsanleitung der Baumaschine).
  • Beim Befahren der Rampe darf sich niemand neben und hinter der Rampe aufhalten (Kipp- und Abrollgefahr).
  • Beim Befahren von schrägen Rampen und Auffahreinrichtungen Einweiser einsetzen. Aufenthalt des Einweisers außerhalb des Gefahrbereiches und gut sichtbar für den Baumaschinenführer.



Zusätzliche Hinweise für Baumaschinen

  • Baumaschinen auf der Ladefläche befestigen, Feststellbremsen anziehen weitere Sicherung durchführen, z. B. mit Zurrgurten, Zurrketten Bilderläuterungen .
  • Arbeitseinrichtungen von Baumaschinen festsetzen.
  • Vor Beginn des Transportes Schwenkwerksbremsen der zu transportierenden Baumaschinen festsetzen. Arretierungsbolzen einsetzen, um ein Verdrehen des Oberwagens zu verhindern.
  • Knickgelenksicherung verwenden.
  • Alle Deckel, Klappen, Fenster und Türen verschließen.

Zusätzliche Hinweise für den Transport durch Ankuppeln und Abschleppen

  • Beim Ankuppeln darf sich niemand zwischen Schleppfahrzeug und Baumaschine aufhalten. Ausnahme: Der Kupplungsvorgang ist vom Fahrer des heransetzenden Fahrzeuges einzusehen.
Gewicht der Ladung in t Zur Sicherung einer Ladung mit 4 Zurrmitteln und einer zulässigen Zugkraft (LC) im direkten Strang von je (daN)

Berechnung nach DIN EN 12195-1:201: Sicherung einer Ladung mit 4 Zurrmitteln und einer zulässigen Zugkraft (LC) im direkten Strang von je (daN)

Berechnung nach DIN EN 12195-1:201



α = Vertikalwinkel
gemessen zwischen der Ladefläche und dem Zurrwinkel
β = Horizontalwinkel
gemessen zwischen der seitlichen Begrenzung und dem Zurrmittel

  • Starre Zuggabeln vor dem An- und Abkuppeln durch Stützrollen abstützen.
  • Ungebremste Fahrzeuge nur mit starren Abschleppstangen abschleppen.
  • Fahrzeuggeschwindigkeit je nach Ladung auf Straßen- und Verkehrsverhältnisse abstimmen.
Zusätzliche Hinweise für die Transportfahrt
  • Zurrmittel während der Transportfahrt, z. B. in regelmäßigen Zeitabständen, nach einer Vollbremsung und nach jeder Pause, in der das Fahrzeug und die Ladung unbeaufsichtigt war, überprüfen.
  • Winkelbereiche der Zurrmittel einhalten Bilderläuterungen .
    α = 20° bis 65°
    ß = 6° bis 55°
  • Reibbeiwert zwischen Ladung und Transportfläche ermitteln (bei unbekanntem Reibbeiwert µ = 0,2, z. B. Metall auf Holzladeboden, annehmen).
  • Aus der Tabelle die erforderliche Zugkraft ablesen.
    Beispiel: Ladung Radlader 6 t
    Reibbeiwert µ = 0,2
    Winkelbereich der Zurrmittel eingehalten.
    Aus Tabelle: Erforderliche Zugkraft pro Zurrmittel 5.000 daN (kg)

Weitere Informationen:

Straßenverkehrsordnung
Straßenverkehrszulassungsordnung
Broschüre Ladungssicherung auf Fahrzeugen der Bauwirtschaft
VDI-Richtlinie 2700
DIN EN 12195-1;2010


07/2017


 

 

 

Webcode: M1172-50


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