BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Diesel-Tankanlagen auf Baustellen

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Gefährdungen

  • An Tankanlagen können Kraftstoffe gasförmig oder flüssig austreten. Es besteht Brand- und Explosionsgefahr.

Allgemeines

  • Möglichst Tankcontainer mit IBC-Zulassung verwenden.
  • Diesel-Tankanlagen müssen für die komplette Anlage eine gültige baurechtliche Zulassung haben.
  • Das vorhandene Typenschild muss z. B. Angaben enthalten über Inhaltsstoff,Type und Lagervolumen.
  • Nur doppelwandige Tankanlagen mit Leckanzeigegerät verwenden Bilderläuterungen .

Ausnahme: Aufstellung einwandiger Tankanlagen in Auffangwannen.

  • Tankanlagen müssen mit Überfüllsicherung ausgerüstet sein.
  • Nur automatisch selbstschließende, bauartzugelassene Zapfpistolen verwenden.
  • Bei häufigen Betankungsvor gängen an einem Ort, z. B. Bauhof, müssen die Aufstellfläche und der Tankbereich (Schlauchlänge + 2,00 Meter) einen festen, undurchlässigen Boden haben, z. B. Beton oder Asphalt.
  • Abstand zum nächsten Gebäude mindestens 10,00 Meter.

Schutzmaßnahmen

  • Tankanlage mit ausreichendem Anfahrschutz absichern.
  • Tankfläche durch Warnschilder kennzeichnen. Unbefugten ist der Aufenthalt verboten.
  • Darauf achten, dass durch die Tankanlage keine Flucht- und Rettungswege versperrt werden.
  • Feuerlöscher gut erreichbar und griffbereit aufhängen.
  • Bindemittel für ausgelaufenen Kraftstoff in ausreichender Menge bereitstellen.
  • Keine brennbaren Stoffe in unmittelbarer Nähe und im Tankstellenbereich lagern.
  • Auf der Tankfläche (Aufstellfläche undTankbereich) gilt absolutes Rauchverbot.
  • Betankung nur, wenn Motor und Fremdheizung abgestellt sind.
  • Kraftstoff nur inTanks der Arbeitsmaschinen und in zugelassene Transportbehälter einfüllen Bilderläuterungen .
  • Zapfeinrichtung gegen unbefugte Benutzung sichern Bilderläuterungen .
  • Betankung der Tankanlage und Arbeitsmaschinen ununterbrochen beobachten.
  • Beim Befüllen des Kraftstofftanks Grenzwertgeber anschließen.
  • Ausgelaufenen Kraftstoff sofort mit geeigneten Bindemitteln aufsaugen und aufnehmen. Verschmutzte Bindemittel in Sammelbehältern lagern.
  • Defekte Tankanlagesofort stillsetzen. Unverzüglich Schadensbegrenzungsmaßnahmen einleiten.
  • Sicherstellen, dass ausgelaufener Kraftstoff nicht in Straßeneinläufe oder Gewässer gelangen kann.
  • Aufstellen einer Betriebsanweisung und mindestens jährliche Unterweisung der Beschäftigten in der Handhabung der Tankanlage und der Sicherheitseinrichtung.
  • Reparaturen an Tankanlagen nur von Fachfirmen durchführen lassen.



Prüfungen

  • Sachverständigenprüfungen (befähigte Person) von Tankanlagen:
    • vor der ersten Inbetriebnahme,
    • wenn sie länger als 1 Jahr außer Betrieb waren,
    • wiederkehrend alle 5 Jahre Sachverständigenprüfungen (befähigte Person) von Tankcontainern.
  • Wiederkehrend alle 30 Monate eine Prüfung des äußeren Zustands und der einwandfreien Funktion der Bedienungseinrichtung.
  • Regelmäßige Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen und der Tankanlage auf Dichtheit.

Weitere Informationen:

Wasserhaushaltsgesetz
Betriebssicherheitsverordnung
Verordnung über Anlagen im Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
Wasserrechtliche Vorgaben der Bundesländer
Technische Regeln für brennbare Flüssigkeiten
BGV A1/DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention
Arbeitsstätten Richtlinie A2.2 Maßnahmen gegen Brände
DGUV Regel 100-001 Grundsätze der Prävention


07/2015

 

Webcode: M1283-50


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