BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Werkstatt Fahrzeuginstandhaltung

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Gefährdungen

  • In nicht gesicherte Arbeitsgruben können Personen hineinstürzen.
  • Durch brennbare, gesundheitsschädliche Gefahrstoffe kann es zu Schädigungen der Haut und der Atemwege kommen.

Schutzmaßnahmen

  • Reinigungsarbeiten nicht mit brennbaren oder gesundheitsschädlichen Flüssigkeiten ausführen, sondern wasserlösliche Waschmittel, z. B. flüssige Seife, verwenden.
  • Brennbare Flüssigkeiten, z. B. Kraftstoffe, in bruchfesten, verschließbaren und gekennzeichneten Behältern sammeln.
  • Ausgelaufene oder verschüttete Flüssigkeiten sofort entfernen und sachgerecht entsorgen Nummer 1.
  • Benutzte Putzlappen und - wolle in dicht schließenden, nicht brennbaren Behältern sammeln (Gefahr der Selbstentzündung).
  • Hautschutz beachten. Vor der Arbeit und nach den Pausen gezielter Hautschutz, nach der Arbeit und vor den Pausen richtige Hautreinigung und am Arbeitsende Hautpflegemittel verwenden.
  • Abgase ins Freie ableiten oder absaugen.

ausgelaufene Flüssigkeit

Werkstatträume

  • Fußböden müssen eben und rutschhemmend sein. Benzin und Öl dürfen nicht in Böden eindringen.
  • Notausgänge kennzeichnen und freihalten.

Arbeitsgruben

  • Arbeitsgruben und Unterfluranlagen müssen über mindestens 2 Treppen betreten werden können.
  • Zugänge nicht verstellen.
  • Öffnungen deutlich kennzeichnen, z. B. schwarz-gelber Warnanstrich Nummer 2.
  • Beim Auftreten gesundheitsschädlicher Gase und Dämpfe technische Lüftungsmaßnahmen vorsehen, die einen mindestens 6fachen Luftwechsel/Stunde, bezogen auf den Rauminhalt der Arbeitsgrube, sicherstellen.
  • Unbenutzte Gruben Nummer 3 abdecken, umwehren oder absperren.

Hebebühnen

  • Hebebühne nicht überlasten.
  • Bedienungspersonen müssen unterwiesen sein.
  • Sicherheitsabstand von mindestens 50 cm zur Vermeidung von Quetschgefahren einhalten.
  • Fahrzeuge mittig und gleichmäßig beladen auf die Hebebühne auffahren.
  • Hebebühnen gegen unbefugte Benutzung sichern, z. B. durch abschließbaren Hauptschalter.

Unterlegkeil

Sichern von Fahrzeugen

  • Abgestellte Fahrzeuge gegen Wegrollen sichern, z. B. durch Feststellbremse, Unterlegkeile Nummer 4.
  • Kraftbetätigte Fahrzeugteile (z. B. Ladeschaufeln, gekippte Führerhäuser, Pritschen) gegen unbeabsichtigte Bewegungen oder Absinken formschlüssig sichern Nummer 5.
  • An und unter angehobenen Fahrzeugen nur arbeiten, wenn diese gegen Abrollen oder Umkippen durch Unterstellböcke Nummer 6 gesichert sind.
  • Wagenheber nur zum Radwechsel benutzen.

formschlüssige Sicherung

 Unterstellbock

Zusätzliche Hinweise

Arbeiten im öffentlichen Verkehr

  • Bei Instandsetzungsarbeiten Schutzmaßnahmen gegen Gefahren durch vorbeifließenden Verkehr treffen Nummer 7:
    • Sicherungsposten einsetzen,
    • Warnkleidung tragen,
    • Arbeitsbereich kennzeichnen bzw. absperren.

Warnschild

Umgang mit Batterien

  • Beim Befüllen der Batterien Fülleinrichtungen benutzen.
  • Laden der Batterien nur in besonderen Räumen.
  • Batterieladeräume müssen trocken, kühl und belüftet sein.
  • Künstliche Belüftungsanlagen sind vor Beginn des Ladevorgangs einzuschalten und müssen mindestens 1 Stunde länger als der Ladevorgang eingeschaltet bleiben.
  • Funken reißende Einrichtungen (z. B. Schalter, Steckdosen, elektrische Betriebsmittel) müssen mind. 1 m von den zu ladenden Batteriezellen entfernt sein.
  • Ladestellen sind von entzündbaren Stoffen fernzuhalten.
  • Batterien nicht unter Stromfluss abklemmen.

Prüfungen

  • Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen festlegen (Gefährdungen) und einhalten, z. B.:
    • arbeitstäglich mit Funktionsproben,
    • mind. 1 x jährlich durch eine "zur Prüfung befähigte Person" (z. B. Sachkundiger).
  • Ergebnisse der regelmäßigen Prüfungen im Prüfbuch dokumentieren.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge nach Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung veranlassen (Pflichtvorsorge) oder anbieten (Angebotsvorsorge). Hierzu Beratung durch den Betriebsarzt.
Weitere Informationen:
Betriebssicherheitsverordnung
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge
DGUV Regel 100-500 Betreiben von Arbeitsmitteln
DGUV Regel 109-008 Fahrzeug-Instandhaltung

07/2015

 

 

Webcode: M1323-50


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