BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Vorwärts blättern

Gefahrstoffe am Bau, Titel

 PDF

Gefahrstoffe am Bau

Handlungshilfen für Unternehmer und Führungskräfte

Abruf-Nr.: 624
Stand: 11/2016

 

Gefahrstoffe am Bau, Inhalt

INHALT




Vorwort


Woran erkennt man Gefahrstoffe?

Worauf ist beim Einsatz von Gefahrstoffen zu achten?

Wie werden Gefahrstoffe richtig gelagert?

Wie werden gefährliche Güter sicher transportiert?

Wie werden Gefahrstoffe umweltgerecht entsorgt?



 
 
Anhang 1 Die wichtigsten Gefahrstoffkennzeichnungen in der Bauwirtschaft

Anhang 2 GISBAU-Produktinformation - Beispiel wasserbasierte, ätzende Beschichtungsstoffe

Anhang 3 Gefahrstoffverzeichnis für Baustellen

Anhang 4 Betriebsanweisungs-Entwürfe von Gefahrstoffen, die häufig auf Baustellen verwendet werden

Anhang 5 Transport gefährlicher Güter - Kleinmengenregelung mit Faustformel zur Berechnung

Anhang 6 Beratung, Information

 

Gefahrstoffe am Bau, Vorwort

Vorwort

Auch Sie setzen auf Ihren Baustellen Gefahrstoffe ein: Montageschäume, Lösemittel, Zement, Schalöle, Bitumen und andere Isolieranstriche. Die notwendigen Schutzmaßnahmen sind in der Gefahrstoffverordnung und in weiteren Vorschriften beschrieben. Den Unternehmen fällt es im Betriebsalltag häufig schwer, sich mit den umfangreichen Vorschriften zu befassen. Andererseits kann es teuer werden, wenn die Maßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen nicht beachtet werden:

  • Fehlzeiten und Krankheiten der Mitarbeiter führen nicht nur zu Betriebsstörungen, sondern sie sind auch direkte Kostenfaktoren.
  • Schutzmaßnahmen, die von den staatlichen Überwachungsbehörden und den Berufsgenossenschaften während der Bauarbeiten eingefordert werden, können zu erheblichen Nachrüstungen führen, die die Bauzeit verlängern und das Image der Firma schädigen.





Diese Broschüre gibt Ihnen einen schnellen Überblick auf die Fragen,

  • wie und woran man Gefahrstoffe erkennt,
  • was bei ihrem Einsatz zu beachten ist,
  • wo schnelle und günstige Hilfen für den Umgang mit Gefahrstoffen zu erhalten sind

    und
  • wie Gefahrstoffe zu lagern, zu transportieren und zu entsorgen sind.

Wenn Sie diese Broschüre im Baualltag griffbereit halten, haben Sie es leichter, die notwendigen Maßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen zielgerichtet und wirtschaftlich einzuleiten.





Diese Broschüre befasst sich nicht mit Asbest.

Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Broschüre "Asbest " (Abruf-Nr. 611).

 

Gefahrstoffe am Bau, Woran erkennt man Gefahrstoffe?

Woran erkennt man Gefahrstoffe?





Gekennzeichnete Gefahrstoffe

Gefahrstoffe sind Baustoffe, die die Gesundheit gefährden können. Viele dieser Gefahrstoffe sind gekennzeichnet:

Die Kennzeichnung informiert auf einen Blick,

  • welche Gefahren von dem jeweiligen Produkt ausgehen,
  • welche Maßnahmen beim Verarbeiten zu ergreifen sind.

Was verrät die Kennzeichnung?





Die gängigsten Kennzeichnungen für die Bauwirtschaft sowie die entsprechenden R- und S-Sätze finden Sie im Anhang 1 .






Zusätzliche Informationen finden Sie in den Sicherheitsdatenblättern

Jedem als Gefahrstoff gekennzeichneten Baustoff, den Sie kaufen, liegt ein Sicherheitsdatenblatt bei. Diesem können Sie erste Hinweise entnehmen, welche Gefährdungen vom Produkt ausgehen und welche Schutzmaßnahmen Sie zu ergreifen haben.


Liegt einem gekennzeichneten Produkt kein Sicherheitsdatenblatt bei, sollten Sie vom Hersteller das Sicherheitsdatenblatt anfordern. Dazu können Sie den auf S. 6 abgebildeten Musterbrief verwenden.

Nicht gekennzeichnete Gefahrstoffe

Es gibt in der Bauwirtschaft aber auch nicht gekennzeichnete Produkte, die gefährliche Stoffe enthalten und die Gesundheit gefährden können. Solche nicht gekennzeichneten Produkte sind zum Beispiel:

  • Fliesenkleber und Spachtelmassen, die nach dem Anmischen eine reizende Wirkung auf die Haut haben,
  • nickelhaltige Schweißelektroden, bei denen krebserzeugende Schweißrauche entstehen.

Was können Sie bei nicht gekennzeichneten Produkten unternehmen?

Bei nicht gekennzeichneten Produkten können Sie Informationen über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen ebenfalls den Sicherheitsdatenblättern entnehmen.

Allerdings liegen diesen Produkten nicht immer Sicherheitsdatenblätter bei, da der Hersteller lediglich auf Anfrage des Unternehmers ein solches Sicherheitsdatenblatt liefern muss. In diesem Fall sollten Sie selbst aktiv werden und das Sicherheitsdatenblatt anfordern. Sie können auch hier den unten abgebildeten Musterbrief verwenden.




Musterbrief zur Anforderung des Sicherheitsdatenblattes

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir setzen folgende von Ihnen hergestellte beziehungsweise vertriebene Produkte ein:


• ..........
• ..........


Für die ausführliche Ermittlung der von den Produkten ausgehenden Gefahren und der notwendigen Schutzmaßnahmen bitten wir nach § 5 Gefahrstoffverordnung bzw. § 31 REACH-Verordnung um die Übermittlung der Sicherheitsdatenblätter zu den oben genannten Produkten.

Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns diese Sicherheitsdatenblätter entsprechend der REACH-Verordnung bzw. der Bekanntmachung 220 zur Verfügung stellen würden.

Mit freundlichen Grüßen


Wann haben Sie Gebinde selbst zu kennzeichnen?

Wenn Sie Bau-Chemikalien in nicht gekennzeichnete Gebinde umfüllen, sind Sie selbst verpflichtet, die Gefahrstoff-Kennzeichnung auf diesen Gebinden anzubringen. Aufklebbare Vorlagen für solche Kennzeichnungen erhalten Sie im Fachhandel (z. B. Etikettenhersteller oder Gefahrstoffverlage).

Ihre Berufsgenossenschaft berät Sie

Trotz Sicherheitsdatenblättern bleiben immer wieder Fragen offen. Teilweise sind die Informationen in den Datenblättern nur Spezialisten verständlich oder es fehlen Angaben zu speziellen Schutzmaßnahmen. Auch Informationen über ungefährlichere Alternativen (Ersatzstoffe) sind in Sicherheitsdatenblättern nicht zu finden. Bei all diesen Fragen hilft Ihnen Ihre Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft.

Die Fachleute der BG BAU können Sie betriebsbezogen beraten. Dabei greifen sie auf das Gefahrstoff-Informationssystem der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (GISBAU) zurück, in dem ausführliche Informationen zu den in der Bauwirtschaft eingesetzten Produkten enthalten sind. Sie als Unternehmer können Informationen über spezielle Produkte abrufen oder sich von dem Gefahrstoff-Experten Ihrer Berufsgenossenschaft persönlich beraten lassen (Telefon-Nr. siehe Anhang 6 ).

Die GISBAU-Informationen sind auch als CD-ROM bei der BG BAU erhältlich.

Ein Beispiel für eine GISBAU-Produktinformation finden Sie in Anhang 2 .

 

Gefahrstoffe am Bau, Worauf ist beim Einsatz von Gefahrstoffen zu achten?

Worauf ist beim Einsatz von Gefahrstoffen zu achten?









Aufgaben, Beratung und Hilfen

Sie haben als Bauunternehmer beim Einsatz von Gefahrstoffen vieles zu beachten. Der Umfang der Vorschriften erschwert es, die wesentlichen Punkte zu erkennen, an die Sie denken müssen. Im Folgenden sind die Aufgaben zusammengefasst, die Sie nach der Gefahrstoffverordnung haben. Daneben finden Sie Hilfen, die Ihnen Ihre BG Bau anbietet, damit Sie diese Aufgaben wirtschaftlich und effizient umsetzen können.

  Aufgaben für Bauunternehmer Hilfen für Bauunternehmer
  (nach der Gefahrstoffverordnung) (von der Berufsgenossenschaft)
Gefährdungsbeurteilung
Sie stellen fest – ggf. in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber – ob die von Ihnen eingesetzten Produkte Gefahrstoffe sind (Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt); in Abhängigkeit von der Gefährdung legen Sie die entsprechenden Maßnahmen fest und dokumentieren dies.

Die GISBAU-Informationen zu Produkten am Bau können als Gefährdungsbeurteilung herangezogen werden (Beispiel im Anhang 2 ). Persönliche Beratung durch die Gefahrstoff- Experten der BG BAU.
Ersatzstoffe
Handelt es sich um einen Gefahrstoff, prüfen Sie, ob es ein Produkt mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko gibt. Gibt es Ersatzstoffe, müssen diese in der Regel auch verwendet werden.

Die GISBAU-Informationen enthalten Hinweise auf Ersatzstoffe. Persönliche Beratung durch Fachleute der BG.
Gefahrstoffverzeichnis
Sie haben ein Verzeichnis aller im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe zu führen.

Eine Sammlung der GISBAU-Informationen zu den von Ihnen verwendeten Produkten wird als Gefahrstoffverzeichnis anerkannt. Hinzuzufügen sind allerdings die Arbeitsbereiche und Mengenangaben. Das Gefahrstoffverzeichnis können Sie auch in Tabellenform führen (Muster siehe Anhang 3 ).
Überwachen von Grenzwerten
Sie haben zu ermitteln, ob bei der Verarbeitung von Gefahrstoffen Grenzwerte überschritten sind. Die Grenzwerte sind in den Sicherheitsdatenblättern oder GISBAU-Produktinformationen angegeben.

Die BG BAU hat bei der Verarbeitung vieler Produkte Messungen durchgeführt und kann Ihnen die Ergebnisse mitteilen. Die messtechnischen Dienste stehen Ihnen bei der Lösung von Fragen zu Gefahrstoffexpositionen zur Verfügung.
Schutzmaßnahmen
Sie legen Schutzmaßnahmen fest, bevor mit gefährlichen Produkten gearbeitet wird.

Die GISBAU-Informationen enthalten ganz konkrete Angaben zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen (z. B. welche Schutzhandschuhe). Die BG BAU bietet auch andere Kurzinformationen wie zum Beispiel die "Bausteine" bzw. die Infomappe an. In Zweifelsfällen können Sie sich persönlich von den Gefahrstoff-Experten und Arbeitsmedizinern der BG beraten lassen.
Betriebsanweisungen und Unterweisungen
Sie haben Betriebsanweisungen zu erstellen, in denen die Gefahren, die Schutz- und Hygienemaßnahmen und die Verhaltensregeln beschrieben sind. Auf Grundlage der Betriebsanweisungen sind Ihre Beschäftigten zu unterweisen.

Die Berufsgenossenschaft stellt Ihnen über WINGIS produktbezogene Betriebsanweisungen zur Verfügung, die Sie nur um arbeitsplatzbezogene und tätigkeitsbezogene Informationen ergänzen müssen (z. B. Baustelle, Unfalltelefon, Name des Ersthelfers). Muster für Betriebsanweisungen zu den wichtigsten Gefahrstoffen finden Sie im Anhang 4 .
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
Wenn Mitarbeiter bei der Arbeit mit Gefahrstoffen umgehen, kann in Abhängigkeit vom Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung arbeitsmedizinische Vorsorge notwendig werden.

Der Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnische Dienst der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (ASD der BG BAU) berät Sie über arbeitsmedizinische Vorsorge. Er führt auch für Sie die erforderlichen arbeitsmedizinischen Untersuchungen Ihrer Mitarbeiter durch.

 

Gefahrstoffe am Bau, Wie werden Gefahrstoffe richtig gelagert?

Wie werden Gefahrstoffe richtig gelagert?



Was Sie bei der Lagerung von Gefahrstoffen beachten müssen, hängt von Art und Menge der Baustoffe ab.



Zementschleier-Entferner, Epoxidharze oder andere ätzende Produkte

  • Diese Produkte sind in separaten Räumen oder mit einem ausreichend großen Sicherheitsabstand (etwa eine Euro-Palette) getrennt von anderen Stoffen zu lagern.
  • In der Nähe sollte ein Wasseranschluss vorhanden sein, damit die Möglichkeit besteht, verätzte Körperpartien mit Wasser abzuspülen.



Farben und Lackverdünner, organische Lösemittel (z.B. Testbenzin), Diesel- und Vergaserkraftstoff oder andere brennbare Flüssigkeiten

  • Brennbare Flüssigkeiten dürfen Sie beispielsweise nicht in Durchgängen und Durchfahrten, in Treppenräumen, Fluren oder Arbeitsräumen lagern.
  • pBeispiel 1: Benzin oder testbenzinhaltige Flüssigkeiten sind oft extrem oder leicht entzündbare Flüssigkeiten. Sie dürfen diese Produkte
    • in unzerbrechlichen Gefäßen bis maximal 10 Liter Fassungsvermögen pro Behälter
    • in zerbrechlichen Gefäßen bis maximal 2,5 Liter Fassungsvermögen pro Behälter
    bis zu 20 kg außerhalb von Lagerräumen aufbewahren.
  • pBeispiel 2: Mineralölhaltige Schalöle, Dieselkraft stoffe oder andere Produkte, die als entzündbar eingestuft sind, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 100 kg außerhalb von Lagerräumen aufbewahren.

Ansonsten müssen Sie be sondere technische Maßnahmen einleiten und die Lagerung den staatlichen Überwachungsbehörden anzeigen.


Härter von Epoxidharzsystemen, chromathaltige Holzschutzmittel und Reiniger sowie andere fluoridhaltige Reiniger


  • Diese Produkte müssen Sie immer unter Verschluss lagern.
  • pDen Zugang dürfen Sie nur nur fachkundigen und zuverlässigen Personen ermöglichen.
  • Zusammenlagerungs-Verbot bei über 200 kg.
  • pDie Produkte dürfen Sie auch nicht zusammen mit brennbarem Material wie Kartonagen oder Tapeten in einem Lagerraum abstellen.


Weitere Hinweise

  • Jedes Gebinde mit wassergefährdenden Inhalten sollten Sie in eine Auffangwanne stellen lassen.
  • In jedem Lager sollten Sie einen Feuerlöscher installieren lassen.
  • Die Zusammenlagerungsverbote (TRGS 510) müssen beachtet werden. So dürfen Gase nicht mit entzündbaren Flüssigkeiten zusammen gelagert werden.
  

 

Gefahrstoffe am Bau, Wie werden gefährliche Güter sicher transportiert ?

Wie werden gefährliche Güter sicher transportiert ?





Zwei Arten des Transports

In der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB) werden umfangreiche Anforderungen an den Transport von Gefahrgütern gestellt.

Grundsätzlich werden zwei Arten des Transportes unterschieden:


Transport kleiner Mengen gefährlicher Güter

Beim Transport kleiner Mengen dürfen festgelegte Höchstmengen nicht überschritten werden. Werden mehrere gefährliche Güter transportiert, muss eine Berechnung durchgeführt werden. Beispiele für die Berechnung liefert der Anhang 5

Transport größerer Mengen gefährlicher Güter

Transport zur Baustelle und zurück Versorgungstransporte1)
  • Höchstmenge für die Klein - mengenbeförderung und 450 Liter pro Gebinde dürfen nicht überschritten werden
  • Die gefährlichen Güter müssen so verpackt sein, dass sie während des Trasportes nicht austreten können
  • Ladungssicherung
  • Kein Feuer oder offenes Licht sowie Rauchen bei Ladearbeiten
  • Bei Unfällen, bei denen es zu einer Gefährdung durch das Gefahrgut kommen könnte, muss die zuständige Behörde unverzüglich informiert werden.
  • Bauartzugelassene Verpackungen
  • Gefahrzettel und Beschriftung mit UN-Nummer
  • Feuerlöscher (z. B. 2 kg) der Brandklasse ABC für das Löschen eines Motorbrandes
  • Ladungssicherung
  • pBeim Transport von Gasen in geschlossenen Fahrzeugen Lüftung. Die Warnaufschrift: "ACHTUNG KEINE BELÜFTUNG VORSICHTIG ÖFFNEN" an den Ladetüren ist nur in Ausnahme - fällen erlaubt.
  • Kein Feuer oder offenes Licht sowie Rauchen bei Ladearbeiten
  • Gefahrgut nicht mit explosiven Gütern zusammen laden
  • Bei Unfällen, bei denen es zu einer Gefährdung durch das Gefahrgut kommen könnte, muss die zuständige Behörde unverzüglich informiert werden.

Bei größeren Mengen müssen Sie zusätzlich weitere Auflagen der GGVSEB erfüllen, z. B.:

  • Beförderungspapier
  • Unfallmerkblätter
  • Zusätzliche Fahrzeugausrüstung
  • Schutzausrüstung für die Fahrzeugbesatzung
  • Fahrzeugführer und Beifahrer benötigen u.U. eine besondere Schulung
  • Verbot der Personenbeförderung
  • Beförderungsbeschränkungen beachten.

1) Versorgungstransporte sind Transporte zur Versorgung des Materiallagers oder Bauhofes bzw. die Versorgung von mehreren Baustellen mit einem Fahrzeug



Beauftragte Person - Gefahrgutbeauftragter

Betriebe, die Gefahrgüter transportieren, müssen alle an dem Transport beteiligten Personen schulen oder schulen lassen. Werden größere Mengen transportiert und wird die Gesamt - menge von 50t gefährlicher Güter pro Jahr überschritten, ist ein Gefahrgutbeauftragter zu benennen. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrer Berufsgenossenschaft.

 

Gefahrstoffe am Bau, Wie werden Gefahrstoffe umweltgerecht entsorgt?

Wie werden Gefahrstoffe umweltgerecht entsorgt ?






Für viele Gefahrstoffe spezielle Regelungen

Die Umsetzung der Bestimmungen des Abfallrechts in die betriebliche Praxis macht vielen Unternehmen Schwierigkeiten. Unproblematisch ist der normale Baustellenabfall wie Beton, Dachziegel oder Mauersteinreste. Viele Gefahrstoffe gelten jedoch als Sonderabfälle (besonders überwachungsbedürftige Abfälle) und sind speziell zu entsorgen.

Da die Abfallentsorgung in jedem Bundesland anders geregelt ist, sollten Sie sich in jedem Fall informieren, welche besonderen Regelungen Sie beachten müssen. Auskunft erhalten Sie beim Gewerbeabfallberater der Kommune oder des Landkreises (zum Beispiel beim Amt für Abfallwirtschaft).


Baureste, die als gefährliche Abfälle (Sonderabfall) zu entsorgen sind

Zum Beispiel:

  • Mineralölhaltige Schalöle
  • Öle (Altöle, Maschinen- und Getriebeöle, Hydrauliköle)
  • Kraftstoffe (Benzin, Diesel)
  • Batterien, Akkumulatoren
  • Holzschutzmittel
  • lösemittelhaltige Farb- und Anstrichstoffe
  • Leuchtstoffröhren, Quecksilberdampflampen
  • teerhaltige Baustoffe
  • Bauschutt und Erdaushub mit schädlichen Verunreinigungen





Vermeiden Sie Aufwand, beachten Sie die Kleinmengengrenze

Aufwendige Anzeige- und Nachweispflicht können Sie vermeiden, wenn Sie im Rahmen wirtschaftlicher Tätigkeiten

In diesem Fall benötigen Sie nur eine Übernahmebescheinigung

  • des Entsorgers, der die Abfälle abholt, oder
  • der kommunalen Sammelstelle.

Sparen Sie Deponie-Gebühren – sammeln Sie getrennt

Sie sollten Sonderabfälle und Bauschutt in verschiedenen Behältern auf der Baustelle getrennt sammeln.

Die Vorteile:

  • Sie reduzieren die Menge der kritischen Abfälle.
  • Sie erfüllen nur so die Voraussetzungen, um die Übernahmebescheinigung zu erhalten.
  • Sie sparen Kosten: Wenn Sie unkritische Baustellenabfälle mit Sonderabfällen mischen, zahlen Sie die hohen Deponie-Gebühren für Sonderabfälle auch für Ihren Bauschutt.




Regeln für Abfälle auf dem Bau

  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit den Einsatz von Produkten, die Gefahrstoffe enthalten.
    • Setzen Sie möglichst schadstoffarme Produkte ein.
    • Orientieren Sie sich bei den Gebindegrößen an dem zu erwartenden Verbrauch.
  • Suchen Sie nach umweltfreundlichen Lösungen für Ihre Leergebinde.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Lieferanten.
    • Bevorzugen Sie beim Einkauf Mehrweggebinde.
  • Lassen Sie Baustoffe nicht zu Abfällen werden.
    • Nutzen Sie alle betrieblichen Recyclingmaßnahmen aus.
    • Informieren Sie sich bei größeren Abfallmengen über Verwerterbetriebe.
    • Bieten Sie verwertbare Abfälle über die Abfallbörsen der Industrie- und Handelskammern an.
  • Sammeln Sie nach Abfallarten getrennt.
    • Nutzen Sie die günstigen Wiederverwertungs- und Aufbereitungsmöglichkeiten.
  • Erarbeiten Sie klare Regelungen für Organisation und Ablauf der innerbetrieblichen Abfallentsorgung.
    • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter mit Hilfe von Betriebsanweisungen.




Hintergrundinformation zum Thema Gefahrstoffe

Weitere Informationen zum Thema Gefahrstoffe in der Bauwirtschaft finden Sie unter www.gisbau.de . Die Gefahrstoff-Software WINGIS liefert Ihnen vielfältige Unterstützung. Die Soft ware ist als CD-ROM kostenfrei bei Ihrer Beurfs genossenschaft der Bauwirtschaft erhält oder auch im Internet oder als SmartPhone-App nutzbar.

 

Gefahrstoffe am Bau, Die wichtigsten Gefahrstoffkennzeichnungen in der Bauwirtschaft

Anhang 1



Die wichtigsten Gefahrstoffkennzeichnungen in der Bauwirtschaft

Gefahren-
piktogramm
z. B. für folgende Eigenschaften Wirkung Beispielhafte Schutzmaßnahmen

Totenkopf mit gekreuzten Knochen (GHS06)
akut toxisch Stoffe und Gemische, die durch Aufnahme durch Verschlucken, über die Haut und/oder durch Einatmen äußerst schwere akute oder schwere akute Gesundheitsschäden oder Tod bewirken. Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/ Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. Bei Exposition sofort Arzt anrufen. Staub/ Rauch/Gas/Nebel/ Dampf/ Aerosol nicht ein atmen. Kein Kontakt mit der Haut, Augen und Kleidung. An einem gut belüf - teten Ort aufbewahren. Behälter dicht verschlossen halten.

Gesundheitsgefahr (GHS08)
krebserzeugend, fruchtbarkeitsschädigend organschädigend Stoffe und Gemische, die bekanntermaßen krebserzeugend oder fruchtbarkeitsschädigend beim Menschen sind. Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/ Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. Staub/Rauch/ Gas/Nebel/ Dampf/Aerosol nicht ein atmen. Bei Exposition sofort einen Arzt hinzuziehen. Kein Erbrechen hervorrufen. Unter Verschluss aufbewahren.
organschädigend Stoffe und Gemische, die die Körperfunktionen wie Organe und Gewebe beeinträchtigen ohne zum Tod zu führen.
aspirationstoxisch Feste oder flüssige Stoffe und Gemische, die beim Eindringen in die Lunge Lungenschäden hervorrufen und zum Tod führen können.
atemwegssensibilisierend Stoffe und Gemische, die eine Überempfindlichkeit der Atemwege wie Asthma verursachen.

Ätzwirkung (GHS05)
hautätzend, schwer augenschädigend Stoffe und Gemische, die die Haut zerstören/verätzen. Stoffe und Gemische, die das Augengewebe oder das Sehvermögen schädigen. Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/ Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Bei Kontakt mit der Haut oder Augen einige Minuten lang mit Wasser ausspülen.
metallkorrosiv Stoffe und Gemische, die gegenüber Metallen korrosiv sind und diese beschädigen oder zerstören. In korrosionsbeständigem Behälter mit widerstandsfähiger Innenauskleidung aufbewahren.

Ausrufezeichen (GHS07)
reizend, haut - sensibilisierend Stoffe und Gemische, die die Haut, die Augen und/oder die Atemwege reizen oder/oder eine allergische Hautreaktion wie z.B. juckender Hautausschlag, Schuppungen, Bläschen auslösen. Bei Berührung mit der Haut oder den Augen mit viel Wasser waschen. Bei anhaltender Augen - reizung einen Arzt hinzuziehen. Beim Einatmen die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
narkotisierend Stoffe und Gemische, die eine narkotisierende Wirkung (Schläfrigkeit, Benommen heit, Schwindel) haben.
Ozonschicht schädigend Stoffe und Gemische, die die Ozonschicht schädigen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Flamme (GHS02)
entzündbare Flüssigkeiten, Feststoffe und Gase, Aerosole, selbsterhitzungsfähige Stoffe/ Gemische Stoffe und Gemische, die extrem entzündbar, leicht entzündbar oder entzündbar sind. Stoffe und Gemische, die sich selbst an der Luft erhitzen und in Brand geraten. Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen und anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. Maßnahmen gegen elektrostatische Entladungen treffen. Explosionsgeschützte elektrische Geräte verwenden. Vor Sonnenbestrahlung schützen. An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Kühl halten.

Explodierende Bombe (GHS01)
explosiv Instabile oder stabile explosive Stoffe und Gemische sowie Erzeugnisse mit Explosivstoff Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen und anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. Nicht schleifen/stoßen/reiben. Bei Brand: Umgebung räumen. Explosionsgefahr.

Flamme über einem Kreis (GHS03)
brandfördernd (oxidierend) Stoffe und Gemische, die die Verbrennung anderer Materialien verursachen oder begünstigen. Von Kleidung und brennbaren Materialien fernhalten und entfernt aufbewahren. Mischen mit brennbaren Stoffen unbedingt verhindern.

Gasflasche (GHS04)
unter Druck stehende Gase Verdichtete, verflüssigte, gelöste und tiefgekühlt verflüssigte Gase Schutzhandschuhe mit Kälte - isolierung und Augen- und Gesichtsschutz tragen. Vor Sonnenbestrahlung schützen. An einem gut belüfteten Ort aufbewahren.

Umwelt (GHS09)
akut und chronisch gewässergefährdend Stoffe und Gemische, die sehr giftig, giftig oder schädlich für Wasserorganismen mit kurz- und/ oder langfristiger Wirkung sind. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Inhalt und/oder den Behälter fachgerecht entsorgen. Verschüttete Mengen aufnehmen und entsorgen.

 

Gefahrstoffe am Bau, GlSBAU Produktinformation

Anhang 2


GlSBAU-Produktinformation -
Beispiel: wasserbasierte, ätzende Beschichtungsstoffe





Beschichtungsstoffe, wasserbasiert, alkalisch, ätzend

GISCODE: BSW60


Signalwort: Gefahr
Gefahrenhinweise: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. (H314)
Sicherheitshinweise:Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. (P102)
Vor Gebrauch Kennzeichnungsetikett lesen. (P103)
BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen.
Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. (P305+P351+P338)
Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. (P313)


Charakterisierung

Ätzende, wasserbasierte Beschichtungsstoffe enthalten als Bindemittel Silikate, Pigmente, mineralische Füllstoffe, organische Bestandteile (Kunstharzdispersionen) als Stabilisatoren und Wasser als Verteilungsmittel.
Diese Produkte werden vor allem als Wandfarben und im Außenbereich als Fassadenbeschichtungsstoff eingesetzt.
Gesundheitsgefahren gehen nach heutiger Kenntnis überwiegend von der ätzenden Wirkung aus.
Die im folgenden beschriebenen Gefahren und Maßnahmen beziehen sich auf die Bedingungen, unter denen das Produkt laut Herstellerangaben verarbeitet werden soll.
Diese Information (incl. Betriebsanweisung) ist auch auf Putze und Spachtelmassen mit gleichartigen Inhaltsstoffen aufgrund vergleichbarer Gefährdungen und Schutzmaßnahmen anwendbar.



Ersatzstoffe - Ersatzprodukte - Ersatzverfahren

Als Wandfarbe im Innenbereich können auch nicht ätzende Produkte (z.B. BSW10) eingesetzt werden. Informationen sind von den Herstellern zu erhalten.


Grenzwerte und Einstufungen

Allgemeiner Staubgrenzwert, einatembare Fraktion
AGW: 10 mg/m³

Lackaerosole
Beurteilungsmaßstab: 1,45 mg/m³ gemessen in der einatembaren Fraktion; Bestimmungsgrenze laut DGUV Regel 109-013 (bisher BGR 231).


Gefahrstoffmessungen/Ermittlung

Für das Spritzen von Beschichtungsstoffen gibt es keinen spezifischen Arbeitsplatzgrenzwert. Aus diesem Grund werden zur Beurteilung der Exposition die unter "Grenzwerte und Einstufungen" angegebenen Werte herangezogen. Erste orientierende Messungen zeigen, dass beide Grenzwerte nicht eingehalten werden. Eine Grenzwertüberschreitung im Handanstrich ist nicht zu erwarten.


Gesundheitsgefährdung

Eine Gefährdung durch Einatmen besteht bei Spritzverfahren. Verursacht Verätzungen, d.h. schädigt Atemwege, Augen und Haut bis zur Zerstörung.


Hygienemaßnahmen

Im Arbeitsbereich keine Lebensmittel aufbewahren sowie weder essen, trinken, schnupfen noch rauchen! Berührung mit Augen und Haut vermeiden!
Vorbeugend Hautschutzsalbe auftragen, um die Hautreinigung zu erleichtern.
Produktreste von der Haut entfernen!
Nach Arbeitsende und vor Pausen Hände gründlich reinigen!
Hautpflegemittel nach der Arbeit verwenden (rückfettende Creme).
Verunreinigte Kleidung sofort wechseln und erst nach deren Reinigung wieder benutzen!
Nach Arbeitsende Kleidung wechseln!


Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen

Gefäße nicht offen stehen lassen.
Waschgelegenheit im Arbeitsbereich vorsehen.
Augendusche oder Augenspülflasche bereitstellen.


Persönliche Schutzmaßnahmen

Augenschutz: Bei Spritzgefahr: Korbbrille.
Handschutz: Handschuhe aus: Naturlatex, Polychloropren, Nitrilkautschuk. Beim Tragen von Schutzhandschuhen sind Baumwollunterziehhandschuhe empfehlenswert.
Hautschutz: Für alle unbedeckten Körperteile fetthaltige Hautschutzsalbe verwenden!
Atemschutz: Bei Spritzverfahren: Partikelfilter P2 (weiß)
Körperschutz: Bei Spritzverfahren: Einwegschutzanzug.


Erste Hilfe

Bei jeder Erste-Hilfe-Maßnahme: Selbstschutz beachten und Arzt hinzuziehen!
Nach Augenkontakt: 10 Minuten unter fließendem Wasser bei gespreizten Lidern spülen oder Augenspüllösung nehmen.
Immer Augenarzt aufsuchen!
Nach Hautkontakt: Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen. Mit viel Wasser und Seife reinigen. Keine Verdünnungs-/Lösemittel o.ä. verwenden.
Nach Einatmen: Person an die frische Luft bringen.
Nach Verschlucken: Kein Erbrechen herbeiführen. Bei Bewusstsein in kleinen Schlucken viel Wasser trinken lassen.


Handhabung

Reagiert mit Säuren unter Wärmeentwicklung (Spritzgefahr!).


Beschäftigungsbeschränkungen

Jugendliche ab 15 Jahren dürfen hiermit nur beschäftigt werden, wenn dieses zum Erreichen des Ausbildungszieles erforderlich und die Aufsicht eines Fachkundigen sowie betriebsärztliche oder sicherheitstechnische Betreuung gewährleistet ist.


Arbeitsmedizinische Vorsorge

Beim Tragen von Atemschutz ist eine Pflichtvorsorge zu veranlassen. Bei Atemschutzgeräten der Gruppe 1 nach AMR 14.2 ist lediglich eine Angebotsvorsorge anzubieten. Dazu gehören zum Beispiel: Filtergeräte mit Partikelfilter der Partikelfilterklassen P1 und P2 und partikelfiltrierende Halbmasken; gebläseunterstützte Filtergeräte mit Voll- oder Halbmaske; Druckluft-Schlauchgeräte und Frischluft-Druckschlauchgeräte, jeweils mit Atemanschlüssen mit Ausatemventilen.


Gefahrguttransport

Die Produktgruppe ist kein Gefahrgut im Sinne der GGVSEB.


Entsorgung

Nicht in Ausguss oder Mülltonne schütten. Abfälle nicht vermischen! Zur ordnungsgemäßen Beseitigung bzw. Rückgewinnung in beständigen, verschließbaren und gekennzeichneten Gefäßen getrennt sammeln.
Restmengen sind unter Beachtung der örtlichen Vorschriften einer geordneten Abfallbeseitigung zuzuführen! Folgende EAK/AVV-Abfallschlüssel können in Frage kommen:
Flüssige Produktreste: 080120 wässrige Suspensionen, die Farben oder Lacke enthalten, mit Ausnahme derjenigen, die unter 08 01 19 fallen
Ausgetrocknete Produktreste: 080112 Farb- und Lackabfälle mit Ausnahme derjenigen, die unter 08 01 11 fallen


Lagerung

Behälter vor Frost schützen!
Nur im Originalgebinde oder in vom Hersteller empfohlenen Gebinden lagern.
Nach Umfüllen Behälter wie Originalgebinde kennzeichnen. Nicht in Pausen-, Aufenthalts- oder Sanitärräumen sowie in Treppenräumen, Fluren, Flucht- und Rettungswegen, Durchgängen, Durchfahrten und engen Räumen lagern.


Schadensfall

Nach Verschütten mit saugfähigem Material (z.B. Kalkstein - mehl, Sand, Erde) aufnehmen, wie unter Entsorgung beschrieben behandeln und Reste mit viel Wasser wegspülen. Produkt ist nicht brennbar, im Brandfall Löschmaßnahmen auf Umgebung abstimmen. Das Eindringen in Boden, Gewässer und Kanalisation muss vermieden werden (schwach wasser - gefährdend - WGK 1).


Hinweise

Produkt-Code ist die Zuordnung von Produkten zu einer Produktgruppe; siehe Gebinde, Sicherheitsdatenblätter, Technische Merkblätter und Preislisten der verwendeten Produkte.

Als Lösemittel werden hier alle flüchtigen organischen Verbindungen mit einem Siedepunkt bei Normaldruck bis einschließlich 250°C bezeichnet.

Produkte, die dieser Produktgruppe zugeordnet sind, können im Einzelfall eine abweichende Kennzeichnung (Piktogramme, H/P-Sätze) oder abweichende sonstige Einstufungen (WGK, GGVSEB usw.) aufweisen.

Diese Produkt-/gruppen-Information unterstützt Sie bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach §6 der Gefahrstoffverordnung und kann ggf. für Dokumentationszwecke verwendet werden.

Betriebsspezifische oder tätigkeitsbezogene Abweichungen oder Ergänzungen sind dann im Kapitel 'Gefährdungsbeurteilung' anzugeben.



Copyright by GISBAU 01.06.15
EErstellt nach Sicherheitsdatenblättern verschiedener Hersteller und sonstigen Unterlagen.
Vervielfältigung erwünscht!


Hilfe bei der Gefährdungsbeurteilung

Orientierender Überblick zur inhalativen, dermalen und chemisch/physikalischen Gefährdung:

Gefährdungsbeurteilung

Die Tätigkeiten mit diesem Gefahrstoff werden entsprechend der Maßnahmen dieser GISBAU-Information durchgeführt. Im folgenden sind die betriebsspezifischen oder tätigkeitsbezogenen Ergänzungen und Abweichungen dokumentiert:

Gefährliche Eigenschaften:
Herstellerinformationen:
Physikalisch-chemische Wirkungen:
Substitutionsmöglichkeiten:
Arbeitsbedingungen:
Arbeitsplatzgrenzwerte/biologische Grenzwerte:
Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen:
Schlussfolgerungen aus arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen:
Sonstiges:


 

Gefahrstoffe am Bau, Gefahrstoffverzeichnis für Baustellen

Anhang 3


Gefahrstoffverzeichnis für Baustellen

Das folgende Muster eines Gefahrstoffverzeichnisses können Sie kopieren und ausfüllen. Die H-Sätze können Sie den Sicherheitsdatenblättern entnehmen. Noch einfacher geht es elektronisch mit der Software-Lösung der BG BAU "myWINGIS" siehe www.wingis-online.de .

Die Jahresmenge und den Arbeitsbereich tragen Sie den betrieblichen Gegebenheiten entsprechend ein. Das Gefahrstoffverzeichnis immer auf dem aktuellen Stand halten und den Beschäftigten zugänglich machen.


Muster eines Gefahrstoffverzeichnisses für Baustellen

Lfd. Nr. des Produkts Handelsname Inhaltsstoffe aufgeführt im Sicherheitsdatenblatt* Gefahren-
symbol
H-Sätze Jahresmenge Arbeitsbereich
 


















 


















 


















 


















 


















 


















 


















* Die Sicherheitsdatenblätter liegen komplett im Büro vor und können dort eingesehen werden.

 

Gefahrstoffe am Bau, Betriebsanweisungs Entwürfe 1

Anhang 4

Teil 1

 

 

Gefahrstoffe am Bau, Betriebsanweisungs Entwürfe 2

Anhang 4

Teil 2

 

 

Gefahrstoffe am Bau, Betriebsanweisungs Entwürfe 3

Anhang 4

Teil 3

 

 

Gefahrstoffe am Bau, Betriebsanweisungs Entwürfe 5

Anhang 4

Teil 4

 

 

Gefahrstoffe am Bau, Betriebsanweisungs Entwürfe 5

Anhang 4

Teil 5

 

 

Gefahrstoffe am Bau, Transport gefährlicher Güter

Anhang 5

Transport gefährlicher Güter – Kleinmengenregelung

Um beim Transport gefährlicher Güter die Bedingungen der Kleinmengenregelung zu erfüllen, sollten Sie darauf achten, dass Sie keine größeren Mengen auf einem Fahrzeug mitnehmen, als in folgender Tabelle beispielhaft angegeben. Die Werte gelten für den Transport eines Stoffes oder eines Produktes.



Faustformel zur Berechnung des Transports mehrerer Gefahrgüter – Kleinmengenregelung

Transportieren Sie mehrere Gefahrgüter auf einem Fahrzeug (zum Beispiel Benzin und Flüssiggas), kommen Sie nicht umhin zu rechnen.

Allerdings können Sie auf die folgende Faustformel zurückgreifen, die die Transportberechnung nicht zur höheren Mathematik werden lässt:
Einfach geht es auch mit dem Modul "Gefahrgut - transport" auf www.wingisonline.de .



Dazu zwei Rechenbeispiele:

Rechenbeispiel 1:
Sie transportieren zwei Kanister Benzin mit zusammen 40 l und zwei Gasflaschen Flüssiggas mit zusammen 66 kg.

Sowohl Benzin als auch Flüssiggas haben den Faktor 3 für Stückgutbeförderung (siehe Tabelle).

Nach der Faustformel ergibt sich:



Rechenbeispiel 2:
Sie transportieren sechs Kanister Benzin mit 120 l und acht Gasflaschen Flüssiggas mit 264 kg.

Sowohl Benzin als auch Flüssiggas haben den Faktor 3 für Stückgutbeförderung (siehe Tabelle).

Nach der Faustformel ergibt sich:

 

Gefahrstoffe am Bau, Anschriften

Anhang 6


Anschriften

Hier erhalten Sie weitere
Informationen:

Berufsgenossenschaft
der Bauwirtschaft, Berlin
Prävention
Präventions-Hotline der BG BAU: 0800 80 20 100
(gebührenfrei)
www.bgbau.de
praevention@bgbau.de

 

Fachliche Ansprechpartner für Ihren Betrieb vor Ort finden Sie im Internet unter:
www.bgbau.de – Ansprechpartner/Adressen – Prävention
  Um die Kontaktdaten des Ansprechpartners der Prävention der BG BAU zu finden, können Sie ihn direkt über die Postleitzahl bzw. den Ortsnamen Ihrer Baustelle suchen.
Wenn Ihnen keine dieser Angaben vorliegt, haben Sie zusätzlich noch die Möglichkeit, sich über die Kartendarstellung zur Adresse Ihrer Baustelle "durchzuklicken".
Auch dort finden Sie die entsprechenden Kontaktdaten.

 

Webcode: M271-1


Volltextsuche mit Filterfunktionen

Was ist neu?

Neue bzw. überarbeitete Medien:

Medienkatalog 2017