BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen 03.1

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen
für Mauer-, Beton- und Stahlbetonarbeiten
03.1.1
Der Auftragnehmer hat vor Beginn der Baumaßnahmen einen Baustelleneinrichtungsplan vorzulegen. Dieser Plan ist mit der Bauleitung abzustimmen und verbindlich einzuhalten.
Der Baustelleneinrichtungsplan muss insbesondere folgende Angaben enthalten:
- Anzahl und Lage der Baustellenunterkünfte, Magazine und Lagerplätze;
- Standorte und Gleisanlagen der Turmdrehkrane mit Angabe der Schwenkbereiche unter Berücksichtigung von Hindernissen, z.B. Freileitungen;
- Standorte von sonstigen stationären Baumaschinen und Anlagen;
- Wege für Geh- und Fahrverkehr;
- Anzahl und Lage der Versorgungsanlagen (Strom, Wasser, Gas) für die Baustelle;
- Entsorgungseinrichtungen;
- bei notwendigen Wasserhaltungsarbeiten Anzahl und Lage der Pump- und Schluckbrunnen oder Vorfluter sowie der erforderlichen Rohrleitungen.

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen
für Abbrucharbeiten
03.1.2
Vor Aufnahme der Arbeiten ist die Standsicherheit der abzubrechenden baulichen Anlage und der daran angrenzenden Baukörper zu untersuchen, Beweissicherungsmaßnahmen sind zu empfehlen.
Der Auftragnehmer hat sich vor Arbeitsbeginn bei den Versorgungsunternehmen davon zu überzeugen, dass alle Leitungen vom Netz z.B. Strom, Gas, Wasser, Wärme, getrennt und verschlossen sind.
Die Abbrucharbeiten müssen von einem fachlich geeigneten Vorgesetzten geleitet werden. Während der Abbrucharbeiten muss diese Person ständig auf der Baustelle anwesend sein oder einen qualifizierten Vertreter bestimmen.
Die Gefahrenbereiche sind festzulegen und gegen Betreten zu sichern.
Für die Abbrucharbeiten muss auf der Baustelle eine schriftliche Abbruchanweisung vorliegen. Die Arbeiten sind entsprechend den darin enthaltenen Festlegungen durchzuführen.
Vor Arbeitsunterbrechung der Abbrucharbeiten ist dafür zu sorgen, dass keine gefahrdrohenden Zustände z.B. hängende Teile, Schrägstellung von Bauteilen, bestehen bleiben.
Werden gesundheitsgefährliche mineralische Stäube z.B. Asbestfeinstaub, Quarzfeinstaub oder andere Gefahrstoffe freigesetzt, sind besondere Maßnahmen festzulegen, die in der Gefahrstoffverordnung bzw. in den TRGS und BG-Regeln festgelegt sind (BGR 128 "Kontaminierte Bereiche", BGR 217 "Umgang mit mineralischem Staub").
Ausschreibungstexte für Asbest; Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten siehe Abschnitt 13 .
Ausschreibungstexte für die Sanierung von Bauwerken bei Befall von Schimmelpilz und Taubenkot siehe Abschnitt 14 .

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen
für Montagearbeiten
03.1.3
Für Montagearbeiten muss an der Baustelle eine schriftliche Montageanweisung vorliegen, die folgende Angaben enthalten muss:
- die Gewichte der Teile;
- das Lagern der Teile;
- die Anschlagpunkte der Teile;
- das Anschlagen der Teile an Hebezeuge;
- das Transportieren und die beim Transport einzuhaltendeTransportlage;
- das Erstellen der zur Montage erforderlichen Hilfskonstruktionen;
- die Reihenfolge der Montage und das Zusammenfügen der Teile;
- die Tragfähigkeit der einzusetzenden Hebezeuge;
- Maßnahmen zur Gewährleistung der Tragfähigkeit und Standsicherheit von Bauwerk und Bauteilen, auch während einzelner Montagezustände;
- Art und Lage der erforderlichen Arbeitsplätze und Verkehrswege;
- Art der Absturzsicherung und die dazu erforderlichen Arbeitsschritte und Maßnahmen;
- Sicherung des Gefahrenbereiches unterhalb der Montagestelle vor herabfallenden Gegenständen.

 

 

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